Mittwoch, 5. Dezember 2012

Ring
















Regie: Gore Verbinski

Warum die VHS-Cassette wirklich vom Markt genommen wurde...

Der Erfolg von "Ringu", dem japanischen Horrorklassiker des Regisseurs Hideo Nakata aus dem Jahr 1998, zog sehr bald ein amerikanisches Remake nach sich.
"Ring" wurde 2002 von Gore Verbinski (Fluch der Karibik, Rango) inszeniert und die hübsche Naomi Watts hatte nach dem mysteriösen "Mullholland Drive" schon wieder eine Hauptrolle in einem Horrorfilm.
Immerhin konnte dieses Remake auch einen ähnlichen Erfolg wie das Original verbuchen. Während "Ringu" insgesamt etwas spröder und dreckiger daherkommt, wurde "Ring" raffiniert als Hochglanz Horror konzipiert und wartet mit einigen fiesen Szenen auf.
Sehr stark in Erinnerung bleibt die grausame Szene mit dem Pferd, dass auf der Fähre in Panik gerät und ins Meer stürzt.
Am Anfang steht ja diese Videocassette, die bei den Schülern Tagesgespräch ist. Sie enthält darauf scheinbar sinnlose sowie teilweise surreale und albtraumhafte Szenen, die den Zuschauer irritieren. Danach kommt dann ein Anruf mit dem Hinweis "Du hast von Jetzt an nur noch 7 Tage zu leben".
Über dieses besagte Tape unterhalten sich die 16jährige Katie Embry (Amber Tamblyn) and ihre 1 Jahr ältere Freundin Becca Kotler (Rachael Bella) und machen sich gegenseitig Angst damit. Blöderweise hat Becca das Videoband des Todes vor genau 7 Tage mit ihrem Boyfriend und zwei weitern Schülern angesehen, als auf einem Hüttenwochende in Shelter Mountain verbracht haben. Natürlich schlägt einige Minuten später dann tatsächlich der Tod zu, die schockierte Katie landet im Irrenhaus.
Da Katie die Nichte der Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) war und zu deren kleinen Sohn Aidan (David Dorfman) ein besonders inniges Verhältnis hatte, recherchiert Rachel über die mysteriösen Todesumstände und findet heraus, dass alle 4 Jugendlichen zur gleichen Zeit verstorben sind. Einer stürzte sich aus dem Fenster, die anderen beiden hatten einen Verkehrsunfall.
Die Spur führt natürlich anch Shelter Mountain, dort sieht sie sich das ominöse Band an und nun hat sie leider auch nur noch 7 Tage Zeit. Daher bittet sie ihren Expartner Noah (Martin henderson) , Vater von Aidan, um Hilfe. Durch das Band stellen die beiden einen Zusammenhang her zwischen einer seit Jahren zurückliegenden Familiengeschichte auf Moesko Island. Dort adoptierte das Ehepaar Morgan (Brian Cox, Shannon Cochran) ein kleines Mädcchen namens Samara (Daveigh Case), doch dieses Kind schien den Eltern nur Unglück zu bringen....

Im Vergleich zum Original schneidet das Remake in der Anfangsphase sogar etwas besser ab, denn es ist straffer inszeniert.
Allerdings geht am Ende doch das Original als Sieger vom Platz, denn wie so oft muss das US-Remake im Hauptteil noch (zu)viele Effekte auffahren, hier bewahrheitet sich dann der Spruch "Weniger kann mehr sein".
Auch das Ende kommt etwas plump, unlogisch und einfallslos daher - hier bleibt das japanische Original etwas rätselhafter.
Sehr gut gelungen ist allerdings die Traumsequuenz und der Brunnen, aus dem der Geist aus dem Fernseher schlüpft. Das ist dann schon eine Klassikerszene.


Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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