Dienstag, 4. Dezember 2012

The Witches...Der Teufel tanzt um Mitternacht



 

Regie: Cyril Frankel

Vor dem heinsichen Ritual...

Eine angesehene Lehrerin am Rande des Nervenzusammenbruchs. So der Zustand von Gwen Mayfield (Joan Fontaine) bei ihrer Arbeit in iner afrikanischen Missionsschule. Ein Schamane dort hat Angst und Schrecken verbreitet. Der dort praktiziete Voodookult mit seinen heidnischen Ritualen trieb die Frau in die Flucht, zurück in die alte Heimat England.
Heddaby wirkt wie das typische verschlafene britische Örtchen in einer ländlichen Gegend. Die Menschen dort wirken zufrieden, sind freundlich und zuvorkommend und heißen die neue Lehrerin nach deren Genesung auf herzlichste Willkommen.
Was für eine Wohltat in dieser Idylle zu arbeiten, engagiert macht sich die Pädagogin ans Werk.
Unterstützt wird sie dabei vor allem vom leicht verschrobenen Alan Bax (Alex McCowen), der früher Priester werden wollte und dessen couragierter Schwester Stephanie (Kay Walsh), einer Journalistin, mit der sich Gwen auf Anhieb gut versteht und anfreundet.
Zunächst scheint ja auch alles sehr normal und idyllisch in Heddaby zu sein. Sogar eine schwarze Katze läuft der Lehrerin zu. Aber schon bald fallen Gwen einige Absonderlichkeiten auf. Scheinbar haben die Bewohner des Ortes ein großes Interesse daran, dass sich die beiden Teenager Ronnie (Martin Stephens) und Linda (Ingrid Brett) nicht alzu sehr zu nahe kommen.
Drahtzieher scheint Lindas gütig wirkende Granny Rigg (Gwen Ffrangcon Davies)zu sein. Als eines Tages Ronnie plötzlih aus ungeklärten Gründen schwer krank wird, keimt in Gwen der Verdacht auf, dass die nette Oma eine böse Hexe mit magischen Kräften sein könnte.
Oder spielt ihr die Phantasie aus dem vorhergegangenen Trauma einen üblen Streich ?






Ein eher weniger bekannter Hammerfilm, der im deutschen Fernsehen unter dem Titel "Der Teufel tanzt um Mitternacht" und meines Wissens in schwarz-weiss lief. Auf DVD präsentiert sich der Film der Marke "Eine Frau wird wahnsinnig gemacht" in Farbe.
Regisseur war Cyril Frankel, der den Film 1966 realisierte.
Für eine sehr stimmungsvolle, unheilvolle Atmosphäre sorgt der langsame und ruhige Aufbau der Geschichte. "The Witches" erinnert etwas an das einige Jahre später enstandene britische Horrormeisterwerk "The Wicker Man" von Robin Hardy.
Lediglich der Schluß wirkt dann doch recht sonderbar, hier geht es dann mit einem Voodoo-Ballet eindeutig in den Trashbereich.
Trotz dieses Ausrutschers ist "The Witches" eine kleine Perle aus der Hammerschmiede.
Und die Stars Joan Fontaine und Kay Walsh hatten sichtlich Freude an der Schauermär in einem kleinen, ruhigen Kaff, wo die Welt so gar nicht in Ordung ist.







Bewertung: 8 von 10 Punkten

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