Dienstag, 3. August 2021

Alarm im Weltall


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie:  Fred M. Wilcox

Böses ES...

Bekannt wurde Regisseur Fred M. Wilcox wegen seinen "Lassie" Filmen, auch der mit der kleinen Elizabeth Taylor (Heimweh) hat er inszeniert. 1956 drehte er den wegweisenden Science Fiction Film "Forbidden Planet", der bald zum Kultfilm wurde und später auch im Eröffnungssong von der "Rocky Horror Picture Show" besungen wurde..."Science Fiction (uh uh) double feature, Doctor X (uh uh) will build a creature, See androids fighting, Brad and Janet, Anne Francis stars in Forbidden Planet, oh oh oh". Stimmt, "Alarm im Weltall" - so der deutsche Verleihtitel" war ein B-Picture, eines das in den 50er Jahren meistens im Doppelpack mit einem anderen Billigfilm in der Mitternachtsvorstellung gezeigt wurde.
Irving Block schrieb die Originalgeschichte zum Film, er hatte dabei auf eine bekannte Vorlage, "Der Sturm" von Shakespeare zurückgegriffen und verlagerte die Geschichte über die gespaltene Natur des Menschen sowie seine Fähigkeit zum Selbstbetrug und zur Selbstzerstörung in die unendlichen Weiten des Wetraums.
Gene Roddenberry ließ sich sicherlich von dem Bild der gebeamten Crew für sein Lebenswerk "Star Trek" inspirieren und auch die Macher von Star Wars haben sicherlich die eine oder andere Idee des Films von Fred M. Wilcox übernommen und innovativ erneuert.
Äusserst populär und beliebt wurde auch der Roboter "Robby the Robot" - der gute Geist auf dem Planeten Altair IV, dorthin reist das Team des Raumkreuzers C-57D. Kaptän Adams (Leslie Nielsen), der Bordarzt Dr. Ostrow (Warren Stevens), Konstrukteur Quinn (Michael Anderson), der vorlaute Koch (Earl Holliman) und Leutnant Farman (Jack Kelly) sind einige der 20 Mann starken Besatzung, die Altair IV ansteuern, weil seit zwei Jahrzehnten das Raumschiff Bellephon verschollen ist und von dort der letzte Funkspruch kam. Und tatsächlich hat jemand überlebt. Es ist der Wissenschaftler Dr. Morbius (Walter Pidgeon), der allerdings gar nicht erfreut über den überraschenden Besuch von Heimat Erde ist. Alle anderen Kolonisten, so gibt er an, seien unter schrecklichen Umständen ums Leben gekommen. Nur er und seine Frau, die nun erst vor weniger Wochen verstarb, haben überlebt, weil sie die Einzigen Menschen waren, die gar nicht zur Erde zurück wollten. Allen anderen wurde der Wunsch den Planeten wieder zu verlassen zum Verhängnis. Von einem unsichtbaren Monster ist die Rede. Immerhin hat der sonderbare Wissenschaftler eine schöne Tochter namens Altaira (Anne Francis), die den männlichen Besuchern natürlich restlos den Kopf verdreht...




 

"Alarm im Weltall" ist ein putziger oldschool Science Fiction Film mit einer gar nicht veralteten Botschaft, denn wer, wenn nicht der Mensch selbst, ist der Aggressor. Im Film wird dieser böse Geist das "Es" genannt und "Es" ist zu fast allem Bösen fähig. So erfährt der interessierte zuschauer die Erkenntnis, dass im Unterbewusstsein eines jeden ein Monster steckt und der Mensch sich deshalb Gesetze und Religionen geben musste, um es zumindest ein bisschen kontrollieren zu können. Die Spezialeffekte waren zur Zeit der Entstehung des Films bahnbrechend und erhielt eine Oscarnominierung für diese Leistung. Durch ein hohes Einspielergebnis von 2,7 Millionen Dollar warf der Film für seine Macher einen zufriendenstellenden Profit ab.







Bewertung. 8 von 10 Punkten.

Metaluna IV antwortet nicht


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie:  Joseph M. Newman

Dr. Meacham und die Aliens..

Der Science Fiction Film "This Island Earth" aus dem Jahr 1955 bekam in Deutschland den Titel "Metaluna 4 antwortet nicht" und wurde von Joseph M. Newman inszeniert. Bei einem Budget von ca. 800.000 Dollar war der Film für die Macher ein Profitgeschäft, denn an der Kasse spielte er in den USA und Kanada 1,7 Millionen Dollar ein. Jack Arnold soll auch ein paar Szenen des Films gedreht haben.
Gemeinsam mit "Abbott und Costello meet the Mummy" wurde er gerne im Nachtprogramm als Double-Feature dem Publikum angeboten.
Ähnlich wie Klaatu mit seinem unbesiegbaren Roboter Gort in "Der Tag, an dem die Erde stillstand" von Robert Wise ist die Hauptfigur hier ebenfalls ein Ausserirdischer mit recht guten Absichten. Er nennt sich Exeter, wird von Jeff Morrow gespielt und hat mit Brack (Lance Fuller) einen etwas groberen Handlanger und mit dem Monitor (Douglas Spencer) einen nicht ganz so menschenfreundlichen Vorgesetzten.
Regisseur Joseph M. Newman war bereits in den 30er Jahren als Regieassistenz in Hollywood aktiv - in dieser Kategorie schaffte er es zwei Oscar-Nominierungen (David Copperfield, San Francisco) zu bekommen. Ab den 40er Jahren nahm er auch auf dem Regiestuhl Platz - seine bekanntesten Filme sind neben "The Island Earth" der Katastrophenfilm "Die Feuerspringer von Montana" und der geschätzte B-Western "Die letzten der 2. Schwadron". 
Dr. Jack Meacham (Rex Reason) ist ein anerkannter Atomphysiker, der mit seinem Lockheed T-33 Shooting Star Jet eine merkwürdige Erfahrung in der Luft macht. Er kann den Jet nicht mehr steuern, weil kurz vor der Landung das Triebwerk ausfällt. Dann färbt sich der Flieger merkwürdig grün, was sein Assistent Joe Wilson (Robert Wilson) deutlich wahrnimmt. Doch dieses grüne Leuchten rettet den Wissenschaftler vor dem Absturz. Im Labor bekommt er dann auch ungewöhnlichen Ersatz für die von ihm bestellten elektronischen Kondensatoren - ausserdem Anweisungen und Teile zum Bau eines "Interozitors". Die beiden Männer machen sich an den Bau und tatsächlich haben sie nun ein hochmodernes Gerät entwickelt, dass ihnen die Möglichkeit gibt mit einem seltsamen Wissenschaftler, der sich Exeter (Jeff Morrow) nennt, zu kommunizieren. Der lädt Meacham nach Georgia ein, um an einem geheimen Projekt zum Erhalt für den Frieden mitzumachen. Dort angekommen trifft er Dr. Ruth Adams (Faith Domergue) wieder, die sich reichlich seltsam benimmt und leugnet ihn zu kennen. Und überhaupt ist das ganze Forschungszentrum ziemlich suspekt...





Die Story ist natürlich sehr naiv, aber stilistisch ist dieser Science Fiction Film aus den 50er Jahren sehr interessant gestaltet. Alles wirkt etwas avantgardistisch, aber durchaus mit Liebe zum Detail gemacht. Neben den etwas intelligenteren Ausserirdischen mit Eierkopf-Optik gibt es auch noch aggressive Mutanten, die auf dem Höhepunkt der Szenerie - neben etwas Pyrotechnik - für etwas nostalgischen Grusel sorgen.






Bewertung: 7 von 10 Punkten.