Mittwoch, 24. Juli 2019

Frozen Ground

























Regie: Scott Walker

Robert Hansen...

Genau wie Richard Fleischer in "Der Frauenmörder von Boston" die Jagd nach dem Serienkiller Albert Henry DeSalvo zum Thema hatte, ist auch Scott Walkers 2013 realisierter Serienkillerfilm nach wahren Begebenheiten verfilmt worden. Der unauffällige Bürger Robert Christian Hansen ermordete zwischen 1971 und 1983 zwischen 17 und 21 Frauen in der Nähe von Anchorage in Alaska. Er wurde 1983 gefasst und zu 461 Jahren Gefängnis verurteilt, die Strafe verbüsst er im Spring Creek Correctional Center in Seward, Alaska. Seine Opfer lernte er vornehmlich im Rotlichtmilieu kennen, meistens handelte es sich um Prostituierte. Der verheiratete Familienvater Robert Hansen (John Cusack) lud die Frauen zu sich ein, wenn er sturmfreie Bude hatte und als Höhepunkt der Qualen setzte er die bereits schwer misshandelten Frauen in den Wäldern aus und jagte und erschoß sie während ihrer Flucht wie Wild. Dabei kann der passionierte Jäger auch auf zahlreiche Trophäen von Waldtieren in seinem Haus blicken, die ausgestopften Tiere sind somit Teil eines Zimmer des Hauses, wenn dies zur Folterkammer wird. Jack Halcombe (Nicholas Cage) ist der ermittelnde Detective, der durch die junge Cindy Paulson (Vanessa Hudgens) endlich auf die Spur des Serienkillers kommt. Doch es ist gar nicht so einfach den Mann zu überführen. Obwohl Cindy fliehen konnte und ein hoher Zusammenhang zu den bereits verschwundenen Frauen gegeben wäre. Doch Hansen gilt als glaubwürdiger wie die junge Frau, die anschaffen geht. Hansen gibt an, dass er die Frau mitgenommen hätte und nichts passiert ist was ohne die Einwilligung der Prostituieren geschah. Doch Halcombe gibt nicht auf und Cindy gerät erneut in Gefahr...

 Wie bereits in Joel Schumachers 1999 entstandener "8 MM" begibt sich Nicholas Cage erneut auf Serienkillerjagd. Es führt ihn aber diesmal nicht in den Rotlicht-Underground nach Machern von Snuff-Videos. Diesmal ermittelt er auf gefrorenem Grund in Alaska. Dabei ist der Film sehr ruhig geraten und bezieht seinen Reiz vor allem auf den realistischen Ermittlungsarbeiten, die einen bis dato unbescholtenen und in seiner Umgebung beliebten Bürger überführen soll. Dabei gelingt es John Cusack mit relativ wenig Aufwand einen diabolischen Mann zu spielen, der seine gewalttätigen Anteile mit seiner unauffällligen Maske gekonnt verstecken kann. Cusack gelingt eine bemerkenswerte Charakterstudie und er stellt mit seiner Peformance Nicholas Cage eindeutig in den Schatten. Der Film lässt sich Zeit für seine Figuren und wer einen actiongeladenen Reißer erwartet, der könnte vermutlich enttäuscht werden. Trotzdem ist "Frozen Ground" in seinem Genre eine überdurchschnittliche Arbeit, die Umgebung ist wie geschaffen für einen eiskalten Killer, der in menschenleerer Gegend sein Jagdrevier gefunden hat. 



Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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