Mittwoch, 24. Juli 2019

Confessions of a murder

























Regie:  Jeong Byeong-gil

Ein perfider Racheplan...

Bong Joon-Hos 2003 enstandener "Memories of a murder'" war Auftakt für eine ganze Reihe ausserordentlich gelungener Werke dés Serienillerfilms. Es folgten verstörende Meisterwserke wie "Chaser" von Na Hong-Jin (2008) oder "I saw the Devil" von Kim Jee Woon aus dem Jahr 2010.
"Confession of Murder" knüpft genau da an, ist aber durch zwei ausufernd gezeigte Action-Verfolgungsjagden etwas ausgelassener und nicht ganz so ernst und düster wie seine Vorbilder. Man kann sich jetzt natürlich streiten, ob diese extrem übertriebene, beinahe schon slapstickartige Autoverfolgungjagd, den Gesamteindruck dieses coolen Thrillers etwas schwächeln lässt oder nicht...zumindest hebt sich auch dieser Thriller von den US-Verwandten des gleichen Genres ab und das ist sicherlich gut so.
Storymässig ist "Confession of Murder" von Jeong Byeong-gil jedenfalls phasenweise mit genialen Einfällen bestückt und verfügt mit den Gegenspielern Bulle und Killer über einen besonderen Reiz. Sie werden auch von den Koreastars Jung Jae-young und Park Si-hoo sehr gut gespielt.
Zum einen ist da der Police Detective Choi Hyenog-goo (Jung Jae-young), der seit nunmehr 15 Jahren einem besonders perversen Serienkiller auf der Spur ist und es scheint so, wie wenn der Bulle ein persönliches Interesse an der Ergreifung der Bestie hätte. In Südkorea verjähren Morde nach 15 Jahren und es geschieht das Unbegreifliche. Die Medien kündigen ein Buch an, dass genau dieser Serienkiller, der solange gesucht wird, nach dieser relativ kurzen Verjährungsfrist für Mord geschrieben hat. Dieser jugendlich wirkende Mann heißt Lee Doo-seok (Park Si-hop) und gesteht sämtliche Morde. Er wird - auch begünstigt durch sein attraktives Äusseres - innert kurzer Zeit zum absoluten Medienstar und Popidol. Der Mann gibt an alles zu bereuen und die Hinterbliebenen seiner Opfer um Verzeihung zu bitten, doch seine Mimik verrät einen teuflischen Plan im Verborgenen. Nun haben auch die Hinterbliebenen ein berechtiges Interesse an Rache, Choi Hyenog-goo muss seinen Feind sogar schützen. Was ihm allerdings sehr schwer fällt. Sein Kollege glaubt nicht mal, dass Lee Doo-Seok unbedingt der wahre Serienkiller sein muss, sondern eher ein arroganter Aufschneider und Lügner, der mit seinem falschen Geständnis Inzwischen Millionen scheffelt. Eine Fernsehsendung soll Klarheit verschafffen. Es wird aber noch viel komplizierter...

 Hört sich spannend, verschachtelt und verzwickt an und das ist es auch bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Nicht umsonst konnte der Regisseur für sein selbst verfasstes Drehbuch den südkoreanischen Filmpreis PaekSang Arts Award gewinnen. Mir hat der Film auch sehr gut gefallen, auch wenn er sich m.E. in den Actionszenen zu sehr verzettelt, ich finde das sorgt zwar für Gaudi und Erinnerungswert, schmälert aber die knisternde Atmosphäre des Streifens etwas. Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist allerdings extrem gut gelungen und hat einen doppelten Boden. Am Ende gewinnt der beste Spieler in einem raffinierten Schachspiel. 

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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