Montag, 7. Dezember 2015

Insel des Schreckens (Island of Terror)

























Regie: Terence Fisher

Todesmonster greifen an...

Terence Fisher ist der Regisseur von einigen der besten Hammerfilme wie "Frankensteins Fluch", "Dracula", "Blut für Dracula", "Hund von Baskerville", "Die Rache der Pharaonen", "Der Fluch von Siniestro" oder "Dracula und seine Bräute". "Insel des Schreckens", der im Original "Island of Terror" und in Deutschland auch unter dem Alternativ-Titel "Todesmonster greifen an" bekannt ist, gehört nicht zu den Produktionen der Hammerstudios. Der Film wurde 1966 in den Pinewood Studios gedreht, hat aber durchaus ein gewisses Hammer-Gruselflair, auch wenn die Monster aus heutiger Sicht doch auch schon für etwas unfreiwillige Komik sorgen. Die glitschigen Würmer mit ihren Rüsseln und ihrem Schildkrötenähnlichen Aussehen. Ausserdem sind sie sehr behäbig und langsam. Aber was zählt ist der naive Charme und für alle Freunde des schaurig schönen Monsterfilms vergangener Tage ist reichlich Spannung und Unterhaltung vorhanden. Die 87 Minuten vergehen wie im Flug.
Die Handlung spielt sich auf der abgelegenen Insel Petrie´s Island ab. Dort leben nur wenige Menschen, aber die sind stolz "Einheimische" zu sein. Selbst der bestens integrierte Dr. Landers (Eddie Byrne), der bereits 10 Jahre auf der Insel lebt, gilt bei den Bewohnern wie Ian Bellows (Liam Gaffney) oder Wachtmeister Harris (Sam Kydd) noch als neuer Zugezogener. Auch dem Forschungszentrum von Dr. Phlilips (Peter Forbes-Robertson) wird misstraut. Dabei hat der angesehene Wissenschaftler die Ambition ein wirksames Mittel gegen Krebs zu finden. Eines Tages vermisst Mrs. Bellows (Joyce Hemson) ihren Gatten. Harris macht sich auf die Suche und findet Bellows völlig entstellten Leichnam in einer Höhle. Der Körper des Toten ist knochenlos. Dr. Landers findet keine Erklärung für dieses Phänomen und zieht den angesehenen Pathologen Dr. Stanley (Peter Cushing) und den Knochenspezialisten Dr. West (Edward Judd) aus London hinzu. Mit einem Helikopter, der dem Vater von Wests Freundin Tony Merrill (Carole Grey) gehört, fliegen sie zur Insel. Dort hat sich schon einiges getan. Ein Pferd wurde tot aufgefunden mit den gleichen Merkmalen, die man bei Ian Bellows fand. Ausserdem findet das Quartett im Forschungslabor von Philipps diverse Leichen und auch diese komischen Silikat Monster mit ihrem Saugrüssel Tentakeln, die auf ihre Beute lauern und ein knochenauflösendes Enzym injizieren, mit denen sie ihre Opfer töten. Die Biester sind natürlich auch schwer zu killen...


 Am Ende helfen weder Schusswaffen, Dynamit oder Brandbomben. Lediglich Strontium 90 scheint erfolgreich zu sein. Der Film punktet natürlich vor allem durch seinen trashigen Charme. Peter Cushing ist auch ein immer wieder gerne eingesetztes Zugpferd. Die Atmosphäre ist gut gelungen, sehr britisch und auch die herbstliche Stimmung auf der Insel wurde von den Machern gut eingefangen.

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

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