Donnerstag, 12. Dezember 2013

Open Water





















Regie: Chris Kentis

Tauchgang am Great Barrier Reef...

"Open Water", der 2003 gedrehte Meeresthriller von Chris Kentis ist wie bereits "Blair Witch Project" ein tragender Beweis dafür, dass spannende und realistisch wirkende Horrorszenarien fürs Kino alles andere als teuer sein müssen. Die Produktionskosten sollen gerade mal 130.000 Dollar hoch gewesen sein, demgegenüber spielte der Film über 55 Millionen Dollar ein - was ihn zu einem extrem profitablen Kassenschlager machte. Die Handlung orientiert sich an dem tragischen Schicksal des amerikanischen Ehepaares Tom und Eileen Lonegan, das am 25. Januar 1998 bei einem Tauchgang am australischen Great Barrier Reef von ihrem Boot vergessen wurde. Ihr Verschwinden wurde erst ein Tag später entdeckt, aber die Beiden wurden nicht mehr gefunden.
Im Film heißen sie Daniel Kintner (Daniel Travis)  und Susan Watkins (Blanchard Ryan), die ihren ersten gemeinsamen Urlaub in der Karibik verbringen. Daniel ist passionierter Taucher und freut sich auf diesen Tauchausflug mit dem Boot. Durch eine falsche Zahl beim Erfassen der Teilnehmer - der Kaptain zählt 20 Mitreisende, dabei vergisst er Daniel und Susan - nimmt das Schicksal seinen Lauf. Als Daniel und Susan nach der vereinbarten Zeit wieder auftauchen ist zu ihrem großen Erstaunen und zum noch größeren Entsetzen das Boot nicht mehr zu sehen. Sie schwimmen alleine inmitten des Ozeans. Allmählich werden sie ihrer hoffnungslosen Lage bewusst und bemerken bald, dass es nun um Leben und Tod geht. Um gerettet werden zu können, müssten sie aber vermisst werden und dies wird erst am anderen Tag der Fall der sein. Ein Kampf zwischen Kälte, Durst, Sturm und vor allem den Haien beginnt...

 "Open Water" ist effektives und realistisches, aber nie überzogenes Survival Horrorspektakel, dabei bezieht der Film vor allem deshalb seine gute Spannung, weil alles richtig authentisch dargestellt ist. Die Aufnahmen entstanden in der Karibik, dort leben sehr viele Haiarten. Man fragt sich als Zuschauer sehr schnell was man selbst in dieser misslichen Lage tun würde. Das schafft schon eine hohe Identifikation. Dieses Konzept wurde später in anderen Filmen wieder verwendet - es entstand eine deutschproduzierte Art Fortsetzung und mit "The Reef" des Australiers Andrew Traucki (Black Water) gelang noch einmal ein ähnlich aufreibendes Drama im alles verschlingenden Ozean. 

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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