Freitag, 25. September 2015

Mad Max Fury Road

























Regie: George Miller

Flucht ins grüne Land....

1979 entstand unter der Regie des Australiers George Miller mit dem Film "Mad Max" einer der besten Rache- und Endzeitthriller überhaupt. Erzählt wurde die Geschichte des jungen Polizisten Max Rockatansky, gespielt von Mel Gibson, der in einer nicht näher bezeichneten Zukunft gegen motorisierte Motorradbanden kämpft, die seine Frau und sein Kind getötet haben. Der Film war so erfolgreich, dass 2 Jahre später mit "Mad Max - Der Vollstrecker" eine sehr geglückte Fortsetzung in die Kinos kam und 1985 mit "Jenseits der Donnerkuppel" das Trio seinen Abschluß fand - in diesem 3. und schwächsten Teil, der leider überzeichnet war und daher immer wieder schon unfreiwillig komisch wirkte, spielte nicht nur Tina Turner eine Hauptrolle, sondern steuerte noch den Filmsong "We dont need another hero" bei, der zum großen Welthit avancierte. 30 Jahre ist das nun schon her und 2015 war es endlich soweit: Mad Max wurde von seinem Macher George Miller als Filmstoff für das junge Kinopublikum von Heute wieder ausgegraben und kann somit neu entdeckt werden.
Dabei setzt der Regisseur fast ausschließlich auf die postapokalyptische Atmosphäre seiner Story, eine richtige Geschichte wird nicht erzählt. In stark bebilderten 120 Minuten präsentiert uns George Miller die Flucht aus einer Festung ins sagenumwobene grüne Land und wieder zurück zur Festung...alles mittels eines Lastwagens. Held der Story ist der Einzelgänger Max (Tom Hardy), dessen einzige Triebfeder das Überleben in einer feindlischen Umgebung ist. Diese Feinde sind vor allem die Warboys, eine Armee von glatzköpfigen Kriegern des Tyrannen Immortan Joe (Hugh Keays Byrne). Max wird im Ödland von den Warboys gefangengenommen und dient nun als menschliches Blutreservoir für den jungen Warboy Nux (Nicholas Hoult), der glaubt durch seinen Mut im Kampf und dem vollzogenene Heldentod unbedingt in "Walhalla" einziehen zu dürfen. Doch vorerst flüchten fünf junge Frauen (Zoe Kravitz, Rosie Huntington-Whiteley, Riley Keough, Abbey Lee, Courteney Eaton) gemeinsam mit ihrer Führerin Imperator Furiosa (Charlize Theron).  Eine der Frauen ist hochschwanger und erwartet das Kind des verrückten Immortan Joe. Der veranlasst natürlich sofort die Verfolgung. Seine Armee ist haushoch überlegen. Auf dem Weg dorthin bekommen die Frauen aber unerwartet Hilfe von Nux und von Max. Der ungleiche Kampf kann beginnen...


 Wenn man "Mad Max Fury Road" mit dem ersten genialen Mad Max Film vergleicht, dann darf man schon sehr enttäuscht sein. Obwohl ja der Film optisch ein Hingucker ist und tolle Bilder zeigt. Aber sie wirken leider manchmal zu aufgesetzt, zu sehr will man mit diesen Bildern den Geist der beiden ersten Mad Max Filme beschwören und zu sehr wirkt das Szenario zu aufgedrängt - es ist von allem ein bissel zu viel des Guten. Die Kritiken fielen zwar überwiegend positiv aus, einige Kritiker fühlten sich sogar an "Stagecoach" von John Ford erinnert und fanden es toll, dass dieser Westernstoff aus dem Jahr 1939 endlich auch wieder im Kino des Jahres 2015 angekommen ist.
Ich wollte ich könnte es ähnlich sehen, denn ich habe mich im Vorfeld sehr auf diese Neuverfilmung gefreut und hatte sehr hohe Erwartungen. Nun sah ich einen Film, der zwar ein sehr hohes Tempo hatte, viel gute Bilder brachte, mit Stunts und Maschinen überzeugend war - aber keine einzige Filmfigur bieten konnte, die für mich authentisch und interessant war. So wirkt der Film wie auch seine Bilder zu künstlich, fast wie ein PC-Spiel. Immerhin gibt es aber motorradfahrende Omas zu sehen.



Bewertung: 5 von 10 Punkten. 

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