Samstag, 22. Juli 2023

Crimes of the Future


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: David Cronenberg

Beschleunigte Evolution....

Mit seinem 2022 entstandenen Science-Fiction Horrorfilm "Crimes of the Future" ist der kanadische Filmregisseur David Cronenberg wieder zu seinen filmischen Wurzeln zurückgekehrt. Seit dem 1999 entstandenen "Existenz" hat er vornehmlich Thriller, Literaturverfilmungen und Dramen gedreht. Seine frühen Filme brachten ihm den Ruf als Meister des "Body Horror" ein - eine Zuordnung, der er selbst nicht ganz zustimmt.
In "Crimes of the Future" geht es um eine nahe Zukunft unserer Welt, in der die Menschheit unter einer Art beschleunigtem Evolutionssydrom leidet.
Zu diesem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft führten bedeutende Forschritte in der Biotechnologie zur Erfindungen von Maschinen und analogen Computern, die direkt mit den Körperfunktionen interagieren und dies auch steuern können. Dieses "Phänomen" ist zur Norm geworden. Gleichzeitig hat die Menschheit aus noch ungeklärten Gründen Infektionskrankheiten und körperliche Schmerzen überwunden. Daraus resultiert, dass Operationen ohne Betäubung, im wachen Zustand, vorgenommen werden können. In der ersten Szene lernt der Zuschauer einen achtjährigen Jungen names Brecken (Sozos Sotris) kennen. Das Kind wird von seiner Mutter als Mutant und Monster angesehen, weil er Kunststoff als Nahrung zu sich nimmt und diese auch verdauen kann. Als er einen Plastikeimer isst und sich ins Bett zum Schlafen legt, erstickt ihn die Mutter mit einem Kissen. Sie überlässt den Leichnam ihrem Mann Lang Dotrice (Scott Speedman).
Saul Tenzer (Viggo Mortensen) und seine Partnerin Caprice (Lea Seydoux) sind ein weltbekanntes Performancekünstlerpaar. Sie machen sich Tensers absonderliche Fähigkeit bzw. Störung seines Körpers zunutze, die ihn ständig zwingt neue Organe zu entwickeln. Caprice hat die Aufgabe diese Organe öffentlich zu entfernen. Dieses Syndrom verursacht jedoch Schmerzen und schwere Atem- und Verdauungsbeschwerden. Er ist daher auf diverse spezielle biomechanische Geräte angewiesen: Ein Bett, eine Operationsmaschine und ein Stuhl, der das Essen erleichtert. Tenser und Caprice treffen sich mit den Bürokraten Timlin (Kristen Stewart) und Wippet (Don McKellar), die für das National Organ Registry verantwortlich sind, eine Regierungsbehörde, deren Aufgabe es ist, die staatlichen Beschränkungen der menschlichen Evolution durch die Katalogisierung und Lagerung neu entwickelter Organe aufrechtzuerhalten. Timlin ist von Tensers künstlerischen Zielen fasziniert. Bei einer erfolgreichen Show von Tenser erzählt sie ihm, dass "Chirurgie das neue Geschlecht ist“, ein Gefühl, das Tenser und viele andere Charaktere offenbar annehmen, da wiederholtes Beschneiden traditionellen Sex und Masturbation als bevorzugtes Mittel der sexuellen Befriedigung zu ersetzen scheint. Eine staatliche Polizeieinheit, darunter Detective Cope (Welket Bungue) versucht, Tenser zu nutzen, um eine Gruppe radikaler Evolutionisten zu infiltrieren....




Klingt alles kompliziert und ist es natürlich auch. Aber die Geschichte eines Mannes, in dem ständig neue Organe wachsen, ist natürlich sehr interessant und Cronenberg ist ganz im Element, wenn es darum geht, dass der Mensch sich mit Maschinen vermischt. Ein Film für die Masse ist "Crimes of the future" natürlich nicht, denn er besitzt eine inhaltliche Schwere mit der sicherlich nicht jeder Filmfan klar kommt. Was bleibt ist jedoch eine interessante Idee wie sich menschliche Evolution weiter entwickeln könnte.






 Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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