Regie: Scott Derrickson
Übernatürliche Fähigkeiten und lebendige Tote...
Scott Derrickson ist der Regisseur von Filmen wie "Erlöse uns von dem Bösen", "Hellraiser V" oder "Der Exorzismus von Emily Rose" - seine bisher besten Arbeiten sind jedoch "Sinister" und "Black Phone". In beiden Filmen spielt Ethan Hawke die Hauptrolle. Mit 162 Millionen Dollar Umsatz war "Black Phone" ein riesiger Erfolg im Kino. Es war daher nur eine Frage der Zeit, wann ein filmischer Nachschlag realisiert wurde. "Black Phone 2" spielte immerhin 132 Millionen Dollar ein und hat einige gute Momente. Vor allem ist die winterliche Location sehr stimmungsvoll und passt gut zum Horror. Es war aber vielleicht ein zu absurder Drehbuch-Spagat, aus dem in Teil 1 erdrosselten Serienkiller "Greifer" ein Horrormonster zu machen, der aus dem Jenseits agiert. Dieses Mal ist neben Schüler Finn Blake, der den Killer zur Strecke brachte, vor allem auch seine jüngere Schwester Gwen viel mehr im Mittelpunkt des Geschehens, denn sie hat zweifelsohne übernatürliche Fähigkeiten, die sie von ihrer toten Mom geerbt hat. Die Geschwister Finney und Gwen fahren in dem eher verschachtelten Film zusammen mit ihrem Freund Ernesto in ein Wintercamp, um das Geheimnis um die ersten Opfer des "Greifers“ zu lüften, dessen geisterhafte Präsenz aber bald auftaucht. 1982, vier Jahre nachdem Finney Blake (Mason Thames) den Greifer getötet hatte, plagen Finneys Schwester Gwen (Madeleine McGraw) Träume, in denen sie Morde sieht, die 1957 im Alpine Lake Camp geschahen. In einem dieser Träume erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter Hope, die zur Zeit der Morde ähnliche Träume hatte. Gwen überredet Finney und Ernesto (Miguel Mora), den Bruder des verstorbenen Robin Arellano, zum Alpine Lake Camp zu fahren. Ein heftiger Schneesturm schließt sie dort ein, zusammen mit dem Camp-Leiter Armando (Demian Bichir), seiner Nichte Mustang (Ariana Rivas) und zwei Angestellten, Kenneth (Graham Abbey) und Barbara (Maev Beaty). Die drei Kinder beginnen zu erforschen, was Gwens Träume bedeuten könnten. In der zweiten Nacht erhält Finney einen Anruf auf der defekten Telefonzelle des Camps, diesmal vom Greifer Aus dem Tod schwört der Grabber Rache und gibt Finney die Schuld, ihn gezwungen zu haben, seinen eigenen Bruder zu töten und sein Leben beendet zu haben. Kurz darauf wird Gwen in ihrem Traum vom Greifer brutal angegriffen, doch Finney, Ernesto und Mustang können sie retten. Die erschütterte Gruppe versammelt sich in der Kapelle des Lagers, wo Armando und die anderen erkennen, dass sie die Leichen der Opfer des Greifers aus dem Alpine Lake Camp finden müssen, um seine Macht über die Traumwelt zu brechen. Die Gruppe schlussfolgert, dass die Leichen unter dem Maru-See liegen...
Felix, Cal, and Spike, diese ersten drei Opfer im camp und als Geister nun keine Ruhe mehr finden, werden von Simon Webster, Shepherd Munroe, and Chase B. Robertson gespielt. Immerhin ist die Inszenierung besser als das eher absurde Drehbuch - die Traumszenen wirken hypnotisch und in seinen besten Momenten erinnert der Film ein bisschen an den Kult-Horrorfilm "Phantasm", weil dort auch vieles nicht ganz greifbar ist. Die Rolle des Greifers spielte natürlich Ethan Hawke, der auch schon geäussert hat, dass er bei einem dritten Teil erneut zur Verfügung stehen würde, vorausgesetzt das Drehbuch ist überzeugend.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.















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