Samstag, 25. Oktober 2025

Better watch out


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Chris Peckover 

Fiese mörderische Weihnachten... 

Der australisch-amerikanische Horrorfilm "Better watch out" des Regisseurs Chris Peckover war so beeindruckend und effektiv, dass er bei den Saturn Awards 2018 in der Kategorie "Bester Horrorfilm" eine Nominierung bekam. Die Macher schufen eine sadistische Horrorgeschichte, die nur schwer zu kategorisieren ist - eine Art Mischung aus Michael Hanekes "Funny Games" und "Kevin - allein zu Haus".  Zur Weihnachtszeit passt die 17-jährige Ashley (Olivia deJonge) auf den frühreifen 12-jährigen Luke Lerner (Levi Miller) auf. Luke hegt romantische Gefühle für Ashley und versucht erfolglos, sie zu verführen, während er einen Horrorfilm sieht. Seltsame Vorkommnisse draußen machen Ashley nervös, doch letztendlich scheint es nur Lukes bester Freund Garrett (Ed Oxenbould) zu sein, der zu Besuch gekommen ist. Als das Trio oben ein Fenster zerbrechen hört, findet es einen Ziegelstein mit der Aufschrift "Du gehst und stirbst“. Garrett gerät in Panik und rennt durch die Hintertür hinaus, wird aber offenbar von einem unbekannten Schützen getötet. Geschockt rennen Ashley und Luke nach oben und verstecken sich auf dem Dachboden. Ashley bricht sich bei einem Sturz fast das Genick, doch Luke fängt sie auf. Nachdem sie in Lukes Zimmer gerannt sind und sich in seinem Schrank versteckt haben, betritt ein maskierter Eindringling mit einer Schrotflinte das Zimmer. Ashley erkennt die Maske als die von Luke und fordert den Eindringling auf, sie abzunehmen. Garrett kommt zum Vorschein. Ashley erkennt, dass Luke sie verführen wollte, indem er ihr Angst einjagte und eine Rettung inszenierte. Doch der Terror ist noch lange nicht vorbei... 








Vor allem weil Ashleys Freund Ricky (Aleks Mikic) und auch EXfreund Jeremy (Dacre Montgomery) noch eine wichtige Rolle spielen. Getragen von seiner charismatischen jungen Besetzung ist Better Watch Out ein hinreißend finsterer Weihnachtshorrorfilm. Peckovers Film ist vor allem ein Fest für Fans von abgedrehtem, verrückten Horror und bietet einige Wendungen. Der Erfolg an der Kinokasse blieb jedoch dem Film versagt. 











Bewertung: 8 von 10 Pu nkten 

Monster Summer


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: David Henrie

Die Hexe des Sommers...

Der Horrorabenteuerfilm "Monster Summer" von David Henrie ist eine Hommage an die in den 80er Jahren sehr beliebten Kinohits, in denen Jugendliche ein Abenteuer bestehen müssen oder aber mit einer Horrorgeschichte konfrontiert werden. Nicht umsonst wird "Monster Summer" als eine Mischung aus "The Goonies" und "Stand by me" beworben. Für Nostalgiker bietet der Film eine perfekte Unterhaltung, für das heutige Kinopublikum ist die Geschichte vermutlich zu wenig interessant. Leider muss man sagen, der Film war alles andere als ein Kassenhit. "Monster Summer" ist der zweite Langfilm des US-amerikanischen Fernsehschauspielers David Henrie und entstand nach einem Drehbuch von Cornelius Uliano und Bryan Schulz. Der Nostalgiefaktor ist natürlich beträchtlich: mehr oder weniger harmonisches Kleinstadtleben in idyllischer Umgebung; Baseball spielende Freunde, die gemeinsam durch dick und dünn gehen; ein Baumhaus, in dem Pläne geschmiedet werden; Milch und Kekse auf dem Nachttisch.Wenn da nur nicht das Grauen in dem Städtchen Einzug halten würde. Im Sommer des Jahres 1997 gehen auf der eigentlich so beschaulichen Touristeninsel Martha's Vineyard seltsame Dinge vor sich: Teenager geraten in unterschiedliche Schlamassel und bleiben apathisch und paralysiert zurück. Eines der Opfer ist Ben Driskel (Noah Cottrell), dessen bester Freund Noah Reed (Mason Thames) dem bedrohlichen Phänomen zusammen mit seinen Freunden Sammy (Abby James Witherspoon“) und Eugene (Julian Lerner)) auf den Grund gehen möchte. Zudem hegt Noah journalistische Ambitionen, weil er in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters treten möchte – wenngleich Edgar Palmer (Kevin James), Chef der Lokalzeitung, ob Noahs an den Haaren herbeigezogener Themenwahl und reißerischen Schreibstils nur mit Kopf schütteln kann, wenn dieser ihm wieder einmal einen Probeartikel vorlegt. Doch Noah ist furchtlos genug, den Kontakt zum eremitisch lebenden Eigenbrötler und Ex-Polizisten Gene Carruthers (Mel Gibson) zu suchen, von dem es auf der Insel heißt, er habe womöglich seine Frau und sein Kind umgebracht. Nach anfänglichem Zögern beginnen Noah und Gene zusammenzuarbeiten. Noahs schrecklicher Verdacht: Eine Hexe treibt ihr Unwesen – und wohnt als Miss Halverson (Lorraine Bracco) zu allem Überfluss im Gästezimmer des Hauses, das er zusammen mit seiner Mutter (Nora Zehetner) und kleinen Schwester bewohnt…








Nachwuchsdarsteller Mason Thames feierte schon Erfolge mit „Drachenzähmen leicht gemacht“. Der Prolog zeigt die Konfrontation eines Teenagers mit einer Hexe, die erst auf dem Höhepunkt des Films enttarnt wird.  Noah und seine Freunde spielen Baseball im Verein und bewegen sich auf ihren BMX-Fahrrändern über das Küstenstädtchen.  
Henries Film handelt aber auch von zwei ungleichen und altersmäßig weit auseinanderliegenden Menschen, die Traumata erlitten haben und durch die Freundschaft, die sie zueinander entwickeln, neue Kraft schöpfen. Mel Gibson spielt seinen Gene Carruthers weit weniger verbittert und verstörend, als es zunächst durch die auf der Insel kursierenden Gerüchte den Anschein haben könnte. Zwar hat er es sich in seiner Einsamkeit gemütlich gemacht, meidet Menschen und neigt zu Sarkasmus, entpuppt sich aber nicht etwa als griesgrämiger Misanthrop. Gegen Ende scheint er gar als eine Art Ersatzvater für Noah zu taugen. Das Rätselraten um die Hexe (und ob sie überhaupt wirklich existiert) sorgt für ein angemessenes Maß an Spannung und macht ebenso Spaß wie dem spielfreudigen Ensemble zuzusehen.











Bewertung: 8 von 10 Punkten.  

Puppet Master


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: David Schmoeller

Lebendige Puppen...

Der 1989 entstandene US-Horrorfilm "Puppet Master" von David Schnoeller und nach dem Drehbuch von Charles Band und Kenneth J. Hall erfeut sich großer Beliebtheit, obwohl der Film nie einen Kinostart hatte. Die Produzenten glaubten, dass die Geschichte mit den Horrorpuppen auf Video finanziell viel lukrativer wäre. Inzwischen hat "Puppet Master" mehr als ein Dutzend Fortsetzungen, eine große Kultanhängerschaft und ein umfangreiches Franchise. Er ist durch die lebendigen Puppen, die gerne morden verwandt mit Filmen wie "Chucky", "Joey", "Magic" oder "Tourist Trap", der ebenfalls von David Schmoeller inszeniert wurde. 1939 legt der betagte Puppenspieler André Toulon (William Hickey) im Bodega Bay Inn in Kalifornien letzte Hand an seine neueste Puppe, Jester, bevor er sie zum Leben erweckt. Zwei Nazi-Spione nähern sich Toulons Zimmer, während Kahn, eine weitere lebende Puppe, ihn warnt. Toulon legt seelenruhig alle lebendigen Puppen in eine Truhe und versteckt sie in einem Wandfach. Als die Nazis die Tür aufbrechen, begeht Toulon Selbstmord. 50 Jahre später werden vier übersinnliche Bekannte von Neil Gallagher (Jimmie F. Skaggs), der im Bodega Bay Inn wohnt, telepathisch kontaktiert. Professor Alex Whitaker (Paul LeMat) hat einen Albtraum mit Neil und Blutegeln, Dana Hadley (Irene Miracle) hat eine Vorahnung ihres eigenen Todes, und die übersinnlichen Forscher Frank Forrester (Matt Roe) und Carissa Stamford (Katryn O´Reilly) werden auf unbekannte Weise kontaktiert. Dana, die Toulons Geheimfach gefunden hat, arrangiert ein Treffen im Inn. Bei ihrer Ankunft treffen sie Neils Frau Megan (Robin Frares) zum ersten Mal und erfahren, dass Neil Selbstmord begangen und Megan Anweisungen hinterlassen hat. Während sie ihm die letzte Ehre erweist, sticht Dana eine lange Nadel in Neils Leiche, um seinen Tod zu bestätigen. Die Hellseher erleben verschiedene verwirrende Visionen von Neil. Eine weitere animierte Figur, Pinhead, kriecht aus Neils Sarg. Beim Abendessen verärgert Dana Megan und zwingt sie, den Tisch zu verlassen. Alex folgt Megan und erzählt ihre gemeinsame Vergangenheit mit ihrem Mann: Carissa ist Psychometristin, Dana eine hellseherische Wahrsagerin und Alex erlebt Vorahnungen durch Träume. Neil forschte in der Alchemie und entdeckte mit Franks Hilfe, dass die alten Ägypter eine Methode entwickelt hatten, Figuren zu beleben – eine Kraft, die zuvor von Toulon entdeckt worden war. Da Neil sich eine Weile nicht gemeldet hatte, dachten die vier Gefährten, er hätte einen Durchbruch erzielt, und ließen sie im Stich. Nun wollen sie alles, was Neil entdeckt hat. In dieser Nacht tötet Pinhead, wie von Dana vorhergesehen, Teresa (Mews Small), die Haushälterin der Gallaghers, mit einem Schürhaken, während sie sich um den Kamin kümmert. Megan findet Gallaghers Leiche aufrecht auf einem Stuhl und fällt in Ohnmacht. Alex kümmert sich um sie, während die anderen die Leiche in den Sarg zurücklegen. Eine weitere Zeichentrickfigur, Blade, wird durch Schutzzauber auf Alex und Danas Zimmer vereitelt....











"Puppet Master" erweist sich als sehr originell und er ordnet einige exzessive Gewaltdarstellungen der suggestiven Wirkung unter. Dabei sind nicht nur die Puppen gruselig, es sind einige Szenen eingebaut, die den Horror in dem leerstehenden Hotel noch verstärken. 









Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.