Mittwoch, 19. November 2025

Smile 2


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Parker Finn

Sky Riley verliert den Verstand...

Parker Finns Horrrofilm "Smile - siehst du es nicht " aus dem Jahr 2022 erwies sich mit einem Umsatz von ca. 217 Millionen Dollar als ausgesprochen erfolgreicher Horror-Blockbuster. Eine Fortsetzung war die logische Schlußfolgerung, die ebenfalls von Parker Finn inszeniert wurde. "Smile 2" kam 2024 in die Kinos und mit 139 Millionen Dollar Einspielergebnis konnten die Macher ebenfalls sehr zufrieden sein. Hauptattraktion des zweiten Teils ist Naomi Scott, die in der Darstellung als Popikone und Sängerin Skye Riley alle schauspielerischen Register zieht.  Nach dem kommerziellen Erfolg von Smile unterzeichnete Finn im März 2023 einen Exklusivvertrag mit Paramount Pictures für zukünftige Horrorprojekte.  Die Dreharbeiten fanden Anfang 2024 im US-Bundesstaat New York statt. Smile 2 kam am 18. Oktober 2024 in die US-amerikanischen Kinos. Wie sein Vorgänger erhielt auch dieser Film überwiegend positive Kritiken. Der Film wurde unter anderem bei den 52. Saturn Awards mit vier Nominierungen ausgezeichnet (darunter als Bester Horrorfilm und für Scott als Beste Hauptdarstellerin) sowie bei den 8. Astra Film Awards und den 5. Critics' Choice Super Awards als Beste Hauptdarstellerin. Sechs Tage nach Rose Cotters Tod versucht der nun verfluchte Joel, die "Lächeln-Entität“ weiterzugeben, indem er einen Mörder vor den Augen eines anderen tötet. Bei einer Schießerei tötet er versehentlich einen Zeugen, und der Drogendealer Lewis Fregoli (Lukas Gage), den Joel zuvor nicht bemerkt hatte, erbt als Unbeteiligter den Fluch. Als weitere Kriminelle eintreffen, versucht Joel zu fliehen, wird aber von einem herannahenden Pickup überfahren und getötet. Unterdessen tritt die New Yorker Pop-Sängerin Skye Riley (Naomi Scott) in der "Drew Barrymore Show“ auf, während sie sich auf ihre Comeback-Tour vorbereitet, nachdem sie öffentlich gegen Drogenmissbrauch gekämpft und einen Autounfall erlitten hat, bei dem ihr Freund, der Schauspieler Paul Hudson (Ray Nicholson), ums Leben kam. Trotz ständiger Aufsicht durch ihre Mutter und Managerin Elizabeth (Rosemarie DeWitt) sowie ihren Assistenten Joshua (Miles Gutierrez-Riley) schleicht sich Skye heimlich davon, um sich von ihrem Highschool-Freund Lewis Vicodin zu kaufen, nachdem sie sich bei den Proben am Rücken verletzt hat. In seiner Wohnung bedroht der paranoide Lewis Skye, die er für die Entität hält, mit einem Schwert, bevor er sich beruhigt. Nachdem er das von Skye verlangte Vicodin geholt hat, schreit er panisch auf und wird von der Entität besessen. Skye, die sie nicht sehen kann, glaubt, Lewis habe eine Überdosis genommen. Der besessene Lewis erhebt sich schließlich lächelnd und schlägt sich mit einer Hantelscheibe tödlich ins Gesicht. Skye wird dadurch traumatisiert und der Fluch auf sie übertragen. Aus Angst, mit Lewis' Leiche und einem Zimmer voller Drogen erwischt zu werden, verlässt Skye die Wohnung, ohne die Behörden zu alarmieren. Später in der Nacht manifestiert sich der Fluch, als Skye Lewis' Leiche in ihrem Schlafzimmer sieht. Am nächsten Tag wird Skye von wirren Halluzinationen geplagt, in denen sie von Menschen angelächelt wird. Ihr psychischer Zustand verschlechtert sich rapide. Da sie Unterstützung braucht, versöhnt sie sich mit ihrer entfremdeten Freundin Gemma (Dylan Gelula). Skye erhält eine SMS von einer unbekannten Nummer. Der Absender behauptet, zu wissen, dass sie in Lewis' Wohnung war und dass sie in Gefahr ist. Während eines Auftritts bei einer Spendenveranstaltung des Musikmanagers Darius (Raul Castillo) halluziniert Skye, dass der Teleprompter stehen bleibt, und hält eine spontane Wutrede darüber, wie der Erfolg ihr Leben nur noch schlimmer gemacht hat. Sie sieht den lächelnden Paul aus dem Publikum auf sich zukommen, bricht in Tränen aus, schreit ihn wütend an und gerät in Panik. Beim Wegrennen von der Bühne verletzt sie versehentlich die ältere Gastgeberin . In einer Bar trifft Skye Morris (Peter Jacobson), den Mann, der ihr geschrieben hat. Er erzählt ihr, dass er die Entität verfolgt, seit sie seinen Bruder getötet hat. Er erklärt, dass der Fluch auf jeden übergeht, der den Tod eines Opfers miterlebt. Da er vermutet, dass die Entität parasitär ist und ohne Wirt sterben könnte, schlägt er vor, Skyes Herz anzuhalten und sie dann wiederzubeleben, um den Fluch zu brechen. Doch sie weigert sich und verlässt die Bar, nachdem sie von anderen Gästen erkannt wurde. Nach einem langen, wütenden Nervenzusammenbruch in ihrer Wohnung wird Skye von der Entität in die Enge getrieben, die die Gestalt ihrer Tänzerinnen annimmt. Skye versucht zu fliehen, wird aber brutal durch die Wohnung geschleudert und festgehalten, als sich ein riesiger Arm in ihren Hals bohrt und sie das Bewusstsein verliert....








 "Smile 2" braucht eine gewisse Zeit um richtig in Fahrt zu kommen. Die Grundidee "Alptraum um den Popstar Status" wird mit fies lächelnden Gesichtern kombiniert und ist sogar Teil 1 überlegen.  Anstatt einfach nur das Original aufzuwärmen, treibt Parker Finn seine clevere Prämisse auf die Spitze und kreiert dazu einige unglaublich gruselige Szenen. Tatsächlich endet Smile 2 an einem Punkt, der sich wie der perfekte Abschluss der Reihe anfühlt – und der perfekte Startpunkt für die Karriere eines der aufregendsten Horrorregisseure seiner Generation. Es gibt lange Passagen, in denen man tatsächlich vergisst, dass man einen Smile-Film sieht, und man fühlt sich beinahe wie in einem Alptraum gefangen. Ein Horrorfilm über den Verlust des Verstandes. 








Bewertung: 8 von 10 Punkten.  

The last House on the Left (1972)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Wes Craven

Gewalt, Folter, Rache... 

Im Jahr 2009 lief im Kino mit "The Last House on the Left" von Dennis Iladis ein Remake des gleichnamigen Rape and Revenge Klassikers von Wes Craven aus dem Jahr 1972, der im Laufe der Jahre zu einem wegweisenden Film reifte. Das Remake wurde von Stephen King sehr gelobt, er fand es um Klassen besser als das Original. Cravens Film wurde 1972 mit einem niedrigen Budget von 90.000 Dollar und unbekannten Darstellern realisiert. Der Film konnte aber immerhin mit 2,2 Millionen Dollar ein Vielfaches der Kosten wieder einspielen. Bis heute ist der Splatterfilm aus den frühen 70s umstritten, doch er revolutionierte die Art und Weise wie Horrorfilme konzipiert wurden und gab dem Genre durch seinen kritischen Bezug auf den Vietnamkrieg fast noch eine politische Botschaft dazu, vor allem was die Darstellung von Gewalt und Folter angelangt.  Craven setzten diesen gradlinigen und verstörenden Stil auch beim Nachfolgefilm "Hügel der blutigen Augen" fort. Produziert wurde "The Last House on the Left" von Sean S. Cunningham, der 1980 Regie bei "Freitag, der 13te" führte. Craven orientierte sich dabei an dem schwedischen Film „Die Jungfrauenquelle“ von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1960, der wiederum eine Adaption der schwedischen Ballade „Töres döttrar i Wänge“ ist.  Craven schnitt den Film mehrfach, um von der Motion Picture Association of America (MPAA) eine R-Freigabe zu erhalten.  Mari Collingwood (Sandra Cassel)  plant, zu ihrem 17. Geburtstag mit ihrer Freundin Phyllis Stone (Lucy Grantham) ein Konzert zu besuchen. Maris Eltern, Estelle (Cynthia Carr) und John (Gaylord St. James), sind besorgt über ihre Freundschaft zu Phyllis, erlauben ihr aber dennoch zu gehen und schenken ihr eine Kette mit einem Friedenssymbol. Phyllis und Mari fahren in die Stadt und hören unterwegs einen Nachrichtenbericht über einen Gefängnisausbruch. Beteiligt sind die Kriminellen Krug Stillo (David Hess), ein sadistischer Vergewaltiger und Serienmörder; sein heroinabhängiger Sohn Junior (Marc Sheffler) ; Sadie (Jeramie Rain), eine promiskuitive Psychopathin und Sadistin; und Fred „Weasel“ Podowski (Fred J. Lincoln), ein Kinderschänder, Spanner und Mörder. Vor dem Konzert treffen Mari und Phyllis auf Junior, als sie versuchen, Marihuana zu kaufen. Er führt sie zu einer Wohnung, wo die Kriminellen sie einsperren. Phyllis versucht zu fliehen und mit ihnen zu reden, scheitert aber und wird von mehreren Männern vergewaltigt. Währenddessen bereiten Maris ahnungslose Eltern eine Überraschungsparty für sie vor. Am nächsten Tag werden Mari und Phyllis gefesselt, geknebelt und in den Kofferraum von Krugs Auto gesperrt und in den Wald gebracht. Mari erkennt, dass die Straße in der Nähe ihres Zuhauses ist. Phyllis wird gezwungen, in ihre Jeans zu urinieren, und Mari und Phyllis werden gezwungen, sexuelle Handlungen aneinander vorzunehmen. Phyllis lenkt die Entführer ab, damit Mari fliehen kann, wird aber von Sadie und Weasel verfolgt, während Junior zurückbleibt, um Mari zu bewachen. Mari versucht, Juniors Vertrauen zu gewinnen, indem sie ihm ihre Halskette gibt und ihn "Willow“ nennt. Phyllis stolpert über einen Friedhof, wo sie von Weasel in die Enge getrieben und auf sie eingestochen wird. Sie kriecht zu einem nahegelegenen Baum und wird dort endgültig mehrfach erstochen. Mari überzeugt Junior, sie freizulassen, doch Krug vereitelt ihre Flucht. Krug ritzt seinen Namen in ihre Brust und vergewaltigt sie anschließend. Mari erbricht sich, spricht leise ein Gebet und geht zu einem nahegelegenen See, wo Krug sie mit einer Kugel tödlich verletzt. Nachdem sie ihre blutbefleckte Kleidung gewechselt haben, geht die Bande, als Handelsreisende verkleidet, zum Haus der Collingwoods. Maris Eltern erlauben ihnen, dort zu übernachten. Die Bande findet Fotos von Mari und erkennt, dass es ihr Haus ist....









Für eine seltsame Ablenkung sorgen der Sheriff, gespielt von Martin Anker sowie sein wenig heller Deputy (Martin Kove). Craven stellte sich einen Film vor, in dem die Gewalt detailliert auf der Leinwand gezeigt werden sollte, da er der Ansicht war, dass viele populäre Filme jener Zeit, wie etwa Western, Gewalt und den „Selbstjustiz-Helden“ verherrlichten und der Öffentlichkeit ein irreführendes Bild vom Tod nach dem Vietnamkrieg vermittelten. Doch diese Freiheit wurde ihm in dieser Zeit nicht gestattet. Selbst die dann gedrehte entschärfte Version stand bei der Veröffentlichung durch die Gewaltdarstellung im Fokus. Enstanden ist eine verstörende vulgäre Version von Bergmans "Jungfrauenquelle", allerdings ohne den hohen Anspruch des schwedischen Klassikers. Man warf dem Film Verherrlichung von Gewalt vor, was allerdings absurd ist. Denn die Gewaltszenen sind sehr abstoßend und zeigen menschlichen Sadismus, wie auch die Qualen der Opfer. Damas schrieb ein Kritiker "Wenn Sie auf Körperverletzung, Mord, Verstümmelung, Rache und Gewalt stehen, ist der Film genau das Richtige für Sie" - ich widerspreche, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Craven zeigt auf wie sehr der Mensch Böses tut, ohne einen Hauch von Gewissen. Die Gewalt wirkt hier m.E. extrem abschreckend. 










Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Frankenstein (2025)


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Regie: Guillermo del Toro

Schöpfer und Geschöpf... 

Mary Shelleys Geschichte von "Frankenstein" war schon seit Anfang des Kinos ein Thema für die Filmemacher. In den 30er Jahren wurde Boris Karloff als Frankensteins Monster in den Filmen von James Whale weltberühmt. In den 50er Jahren setzten die Hammer Studios "Frankenstein" erfolgreich fort - Peter Cushing spielte den Wissenschaftler, Christopher Lee das Monster. in Kenneth Branaghs Version von 1991 ist sogar Robert de Niro als Monster zu sehen. Guillermo del Toro hat sich nach seinem Animationsfilm "Pinoccio" für eine weitere Version entschieden. Sein Gothic Drama wurde sehr effektiv von Dan Laustsen bebildert.  Guillermo del Toros Frankenstein, der die Menschlichkeit in einem der ikonischsten Monster der Filmgeschichte entdeckt, ist ein opulentes Epos, dessen mitreißendste Momente Jacob Elordis herausragender Leistung zu verdanken sind. Stilistisch erinnert sein "Frankenstein an Filme wie "Interview mit einem Vampir" oder "Bram Stokers Dracula“ Frankenstein ist kein Mainstream-Horror, kein Effektspektakel, sondern ein visuell überbordendes, düster-romantisches Werk, das Arthouse und Gothic Horror miteinander verschmilzt. Del Toro taucht tief in die Ästhetik des 19. Jahrhunderts ein, kombiniert opulente Sets mit morbider Schönheit und Bildern, die man eher in einem Museum als in einem Multiplex erwarten würde. Das Ergebnis spaltet: Für viele ist der Film ein Meisterwerk. Eine kompromisslose Vision voller Detailverliebtheit, Atmosphäre und Tragik. Für andere ist er schlicht zu viel – zu lang, zu langsam, zu selbstverliebt in seine eigene Optik. 1857 gerät die „Horisont“, ein Expeditionsschiff der Königlich Dänischen Marine auf dem Weg zum Nordpol, in Eis. Nachdem der schwer verletzte Baron Victor Frankenstein (Oscar Isaac) an Bord genommen wurde, wird die Besatzung von einem Wesen angegriffen, das Victors Kapitulation fordert. Victor erklärt Kapitän Anderson (Lars Mikkelsen), dass er der Schöpfer des Wesens sei und erzählt die Ereignisse, die zu dessen Entstehung führten. Victors Mutter (Mia Goth) starb bei der Geburt seines jüngeren Bruders William, der zum Liebling ihres aristokratischen Vaters, eines renommierten Arztes, wurde. Desillusioniert von seinem gewalttätigen Vater und in Trauer um seine Mutter beschloss Victor (Christian Convery als Kind Viktor Frankenstein), den Tod zu überwinden und wird ein brillanter, arroganter Chirurg. 1855 wurde er aus dem Royal College of Surgeons of Edinburgh ausgeschlossen, nachdem er vor einem Disziplinarausschuss seine Forschung zur Wiederbelebung von Leichen präsentiert hatte. Der Waffenhändler Henrich Harlander (Christoph Waltz) bietet Victor unbegrenzte finanzielle Mittel und einen verlassenen Turm für seine Experimente an. Victor bittet William (Felix Kammerer) um Hilfe beim Aufbau seines Labors und verliebt sich in Elizabeth (Mia Goth), Harlanders Nichte, die mit William verlobt ist. Victor ist fasziniert von Elizabeths Intelligenz, ihrer offenen Kritik am Krieg, ihrem Widerstand gegen dominante Männer, ihrer angeborenen Beobachtungsgabe und ihrer Leidenschaft für Insekten. Obwohl Elizabeth mit Victor flirtet, weist sie seine Annäherungsversuche zurück. Als der ungeduldige Harlander Ergebnisse fordert, entnimmt Victor Leichenteile von gehängten Verbrechern und im Krimkrieg gefallenen Soldaten, um daraus einen Körper zusammenzusetzen und ihn wiederzubeleben. Er bereitet sich darauf vor, Blitze während eines Gewitters zu nutzen, um elektrische Ströme durch das Lymphsystem zu leiten und so Energie für Herz und Gehirn zu erzeugen. Victor entdeckt, dass Harlander an Syphilis stirbt, und Harlander verlangt, in den neuen Körper übertragen zu werden. Victor weigert sich, da Harlanders lebenswichtige Organe bereits von der Krankheit befallen sind. Bei dem Versuch, das Experiment zu sabotieren, stürzt Harlander in den Tod. Victor gelingt es, die Kreatur mit Stromschlägen zu töten, doch sie erwacht nicht wieder zum Leben. Am nächsten Morgen erwacht Victor und findet die Kreatur (Jacob Elordi) lebend vor. Er bringt ihr bei, seinen Namen zu rufen, bevor er sie zu seinem eigenen Schutz im Inneren des Turms ankettet, da die Kreatur über immense Stärke und eine schnelle Heilungsfähigkeit verfügt. Victor wendet auch die brutalen Erziehungsmethoden seines Vaters an, um die Kreatur zu trainieren, doch diese scheitern und machen sie nur wütend. William und Elizabeth entdecken Victors Schöpfung während ihres Besuchs im Turm, da Elizabeth nichts von ihrem Onkel gehört hat. Elizabeth schließt sie ins Herz und hinterfragt Victors Behandlung, indem sie ihr beibringt, ihren Namen zu rufen. Der eifersüchtige Victor lügt William an, die Kreatur habe Harlander getötet. Aus Bosheit zündet Victor später sein Labor mit der Kreatur darin an. Doch nachdem er die Kreatur seinen Namen rufen hört, ändert Victor seine Meinung. Beim Versuch, in den Turm zurückzukehren, trennt Victor sich bei der Explosion das rechte Bein ab und stürzt gegen einen Felsen. Während Victor Kapitän Anderson seine Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt erzählte, betritt die Kreatur das Schiff und dringt in die Kapitänskajüte ein, um Victor zu holen und erzählt seine Geschichte:  Die Kreatur befreite sich während der Explosion und irrte in den Wald. Auf der Flucht vor Jägern suchte sie Zuflucht in einer Bauernhütte, wo sie einen alten, blinden Mann beobachtete, der seiner Enkelin das Lesen beibrachte. Heimlich half die Kreatur dem Mann und seiner Familie, die ihrem unsichtbaren Wohltäter als „Geist des Waldes“ dankten. Nachdem der Rest der Familie für den Winter abgereist war, freundete sich die Kreatur mit dem Mann an, der ihr fließend Lesen und Sprechen beibrachte. Sie kehrte zu Victors Labor zurück und fand dort Aufzeichnungen, die die Natur ihrer Schöpfung und die Adresse von Victors Anwesen bestätigten. Als das Geschöpf zum Hof ​​zurückkehrt, findet es den Mann von Wölfen angegriffen vor. Es kämpft gegen sie, tötet einige und tröstet seinen sterbenden Freund, bevor es von den zurückkehrenden Jägern vertrieben wird. Da es erkennt, dass es nicht sterben kann und die Ewigkeit allein verbringen wird, konfrontiert es Victor in der Hochzeitsnacht von William und Elizabeth und fordert von ihm, einen Gefährtin zu erschaffen. Victor weigert sich und beteuert seinen Ekel und sein Bedauern darüber, das Geschöpf erschaffen zu haben. Das Geschöpf greift Victor an, wird aber von Elizabeth gefunden und umarmt, die bei dem Versuch, das Geschöpf vor Victors Angriff zu schützen, angeschossen wird. William wird tödlich verwundet, als das Geschöpf die Gäste abwehrt. Im Sterben gesteht William, dass er Victor immer gefürchtet hat und nennt ihn das "Monster“. Das Geschöpf bringt Elizabeth in eine Höhle und tröstet sie in ihren letzten Stunden. In der Höhle schwört die Kreatur, von diesem Tag an Herr über ihren Schöpfer zu sein, Victor zu verletzen und zu entstellen. Victor ist gezwungen, sie durch die Arktis zu jagen, bis er einen Weg findet, ihre Unsterblichkeit aufzuheben. Er verfolgt die Kreatur bis in die nördliche Arktis, wo es ihm jedoch nicht gelingt, sie zu töten... 










In der Gegenwart, nachdem Victor durch die Geschichte der Kreatur seine Verfehlungen erkannt hat, entschuldigt er sich bei ihr für den Missbrauch, nennt ihn seinen "Sohn“ und bittet ihn zu leben. Die Kreatur vergibt Victor, der daraufhin seinen Verletzungen erliegt, während die Kreatur ihn "Vater“ nennt. Die Kreatur klettert vom Schiff und schiebt es aus dem Eis ins offene Meer. Anderson gibt seine waghalsige Verfolgung auf und verkündet seiner Mannschaft die Heimkehr. Die Kreatur sieht dem Schiff nach, wie es dem Sonnenuntergang entgegenfährt, und streckt die Hand nach dem Sonnenlicht aus, so wie Victor es einst gelehrt hatte.










Bewertung. 8 von 10 Punkten.