Dienstag, 24. Dezember 2024

Godzilla Minus One


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Takashi Yamazaki

Der Krieg ist aus, der Drache kommt...

Das Budget des Monsterfilms "Godzilla Minus One" war mit etwas mehr als 10 Millionen Dollar sehr überschaubar - an der Kasse spielte der japanische mit 116 Millionen Dollar ein Vielfaches ein. Der Film von Takashi Yamazaki behandelt viele Themen, die sich aus seiner Nachkriegskulisse ergeben, darunter auch die Atomkraft und Atomangst, die Nachwirkungen des verheerenden Krieges, die Hoffnung auf die Zukunft und auch Schuld und Erlösung.  Laut Yamazaki symbolisiert Godzilla die japanische Perspektive des nuklearen Holocausts während dieser Zeit, ähnlich dem ursprünglichen Godzilla-Film von 1954. Er bemerkte auch in Bezug auf die Darstellung des Monsters: "In Japan gibt es ein Konzept namens Tatari-gami; es gibt gute Götter und es gibt böse Götter. Godzilla ist halb Monster, aber auch halb Gott. Es ist der 37. Film der Godzilla-Reihe, Tohos 33. Godzilla-Film und der fünfte Teil der Reiwa-Ära.  Der Film spielt im Nachkriegsjapan und Ryunosuke Kamiki spielt einen ehemaligen Kamikaze-Piloten, der an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, nachdem er einem riesigen Monster namens "Godzilla“ begegnet ist. Shirogumis Chōfu-Studio verbrachte acht Monate damit, die visuellen Effekte zu erstellen. Im November 2022 wurde bekannt gegeben, dass der Film ein Teil der Godzilla-Reihe ist. Viele westliche Kritiker lobten ihn als einen der besten Filme des Jahres 2023 und als einen der besten der Godzilla-Reihe.  Er erhielt außerdem zahlreiche Auszeichnungen, darunter 12 Nominierungen für den 47. Japan Academy Film Prize (achtmaliger Gewinner) und den Preis für die besten visuellen Effekte bei der 96. Oscarverleihung. Ein weiterer Godzilla-Film unter der Regie von Yamazaki ist in Planung.  1945, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, landet der Kamikazepilot Kōichi Shikishima (Ryonosuke Kamini) mit seiner Mitsubishi A6M Zero zur Reparatur auf der japanischen Basis auf der Insel Odo. Der leitende Mechaniker Sōsaku Tachibana (Munktaka Aoki) schlussfolgert, dass Shikishima technische Probleme vortäuscht, um seiner Pflicht zu entgehen. In dieser Nacht greift Godzilla, ein großes, dinosaurierähnliches Wesen, die Garnison an. Tachibana fordert Shikishima auf, von seinem Flugzeug aus auf das Monster zu schießen, doch er gerät in Panik, kann nicht schießen und wird bewusstlos geschlagen. Als er am nächsten Tag aufwacht, stellt er fest, dass Tachibana der einzige andere Überlebende ist, der wütend auf ihn ist, weil er nichts unternommen hat. Shikishima kehrt nach Hause zurück und muss feststellen, dass seine Eltern bei der Bombardierung Tokios getötet wurden. Von Überlebensschuld geplagt, beginnt er, eine Frau, Noriko Ōishi (Minami Hamabe), zu unterstützen, deren Eltern ebenfalls bei der Bombardierung ums Leben kamen, und ein verwaistes Baby, Akiko, das Noriko gerettet hat. Er findet eine Anstellung an Bord eines Minensuchboots, das Seeminen aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigen soll. Unterdessen wird Godzilla durch die Atomtests der USA im Bikini-Atoll mutiert und stärker; er versenkt die USS Redfish und zerstört mehrere andere Schiffe auf dem Weg nach Japan. Aufgrund der Spannungen mit der Sowjetunion bieten die USA keine Hilfe an, abgesehen von einigen stillgelegten Schiffen der Kaiserlich Japanischen Marine, die von General Douglas MacArthur genehmigt wurden. Die japanische Regierung, die Panik auslösen möchte, informiert die Öffentlichkeit nicht über die Gefahr. Im Mai 1947 reisen Shikishima und seine Minensuchboot-Crew (Yuki Yamada, Hidetaka Yoshioka, Kuranosuke Sasaki) zu den Ogasawara-Inseln und werden damit beauftragt, Godzillas Annäherung an Japan aufzuhalten. Sie werfen eine Mine in Godzillas Maul und zünden sie, was erheblichen Schaden anrichtet, sich jedoch schnell regeneriert. Der Schwere Kreuzer Takao greift Godzilla dann an, wird jedoch zerstört, als das Monster seinen Hitzestrahl freisetzt. Nach seiner Rückkehr nach Tokio erzählt Shikishima Noriko von seinen Begegnungen mit Godzilla. Tage später landet Godzilla in Japan und greift Ginza an, wo Noriko arbeitet. Sie überlebt den ersten Angriff nur knapp und trifft sich wieder mit Shikishima. Wütend über den Panzerbeschuss vernichtet Godzilla mit seinem Hitzestrahl einen Großteil des Viertels und tötet Zehntausende. Noriko bringt Shikishima in Sicherheit, wird jedoch von der Explosion erfasst....












Eine sehr gute Idee des Regisseurs war "Godzilla Minus One" im Nachkriegsjapan anzusiedeln, nachdem er diese Zeit in einigen seiner früheren Filme ebenfalls gezeigt hat. Er nutzte dabei die Gelegenheit die Militärgeschichte seines Landes und die damaligen Zerstörer Yukikaze und Hibiki, den Shinden Jäger und auch den Kreuzer Takao mit einzubauen. So erhält der Monsterfilm eine ungeahnte Authentizität. Auch das Monster ist gut gelungen, ein fast unzersörbarer "Rachegott", der die Menschen mit seiner Kraft konfrontiert und den Menschen ihre Unzulänglichkeit widerspiegelt. Es ist ein richtig guter Monsterfilm hier entstanden, der auch den Geist der alten Godzilla Filme atmet.













Bewertung: 9 von 10 Punkten.
 

Godzilla x Kong: The New Empire


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Adam Wingart

Gemeinsam sind sie noch stärker...

 Mit seinen beiden Horrorfillmen "You´re next" und "The Guest" fand Regisseur Adam Wingart große Beachtung. Daher war es keineswegs überraschend, dass man dem 1982 in Oak Ridge, Tennessee geborenen Filmemacher die beiden Blockbuster Großprojekte "Godzilla vs. King Kong" und "Godzilla x Kong: The New Empire als Regisseur anvertraute. Das erste Zusammentreffen der beiden Monster-Titanen brachte einen Umsatz an der Kasse von 470 Millionen Dollar, was ihn zum 8. erfolgreichsten Film des Jahres 2021 machte. "Godzilla x Kong"The New Empire" konnte sogar ein finanziell noch besseres Ergebnis landen. Er spielte insgesamt 571 Millionen Dollar ein, was Platz 7 in der Jahresbestenliste bedeutet. Er wurde allerdings von dern Kritikern auch mit dem japanischen Film "Godzilla Minus One" verglichen, der qualitativ deutlich besser abschnitt. Produziert von Legendary Pictures und vertrieben von Warner Bros. Pictures ist er die Fortsetzung von Godzilla vs. Kong (2021) und der fünfte Film der Monsterverse-Reihe, zugleich der 38. Film der Godzilla-Reihe und der 14. der King-Kong-Reihe. Im Film begegnet Kong in der Hohlerde weiteren seiner Artgenossen und muss sich erneut mit Godzilla vereinen, um den tyrannischen Skar-König und den mächtigen, frostatmenden Shimo davon abzuhalten, die Erdoberfläche zu erobern.
Drei Jahre nach dem Sieg über Mechagodzilla hat Kong sein neues Territorium in der Hohlerde errichtet und sucht nach weiteren seiner Art. Auf der Erdoberfläche sorgt Godzilla weiterhin für Ordnung zwischen der Menschheit und riesigen Monstern, den sogenannten "Titanen“ – er tötet Titanus Scylla in Rom und ruht sich anschließend im Kolosseum aus. Ein Monarch-Beobachtungsposten in der Hohlerde empfängt ein nicht identifiziertes Signal. Auf der Oberfläche verursacht das Signal Halluzinationen und Visionen bei Jia (Kaylee Hottle), der letzten bekannten Überlebenden des Iwi-Stammes von Skull Island, was ihre Adoptivmutter und Kong-Expertin Dr. Ilene Andrews (Rebecca Hall) beunruhigt. Godzilla, der das Signal ebenfalls wahrnimmt, verlässt Rom und greift ein Atomkraftwerk in Frankreich an, um Strahlung zu absorbieren. Dann begibt er sich zum Versteck des Titanen Tiamat in der Arktis. Monarch glaubt, dass Godzilla sich für eine bevorstehende Bedrohung stärkt. Als sich in der Nähe seines Hauses ein Erdloch öffnet, entdeckt Kong ein unerforschtes Reich, in dem ein Stamm seiner Art überlebt hat, darunter ein Jungtier namens Suko. Nach einer kurzen ersten Konfrontation überzeugt Kong Suko, ihn zum Versteck des Stammes zu führen, und die beiden kommen sich auf ihrer Reise langsam näher. Andrews und Jia reisen zusammen mit dem Titan-Tierarzt Trapper (Dan Stevens)und dem Verschwörungs-Podcaster Bernie Hayes (Brian Tyree Henry) zur Hohlerde, um die Quelle des Signals zu finden. Sie finden den Monarch-Außenposten zerstört vor. Als die Gruppe dem Signal folgt, entdecken sie einen Tempel, der sie zu einem unterirdischen Abschnitt führt, in dem ein überlebender Iwi-Stamm lebt, der telepathisch miteinander kommuniziert und unter Portalen zur Oberfläche lebt. Bei der Untersuchung des Tempels stellen sie fest, dass das Signal ein telepathischer Notruf der Iwi war. Während sie beobachtet, wie Jia mit den Iwi verkehrt, äußert Andrews gegenüber Trapper ihre Befürchtungen, dass Jia sich entscheiden könnte, bei ihrem Volk zu bleiben, und dass Andrews dies akzeptieren müsste. In einem Tempel entdeckt Andrews Hieroglyphen, die Vergangenheit und Zukunft darstellen: Ein tyrannischer Riesenaffe, bekannt als der Scar-König, versuchte einst, die Oberflächenwelt zu erobern und führte Krieg gegen Godzillas Spezies, was eine Eiszeit auslöste, aber Godzilla besiegte ihn, indem er ihn und seinen Stamm tief in der Hohlerde gefangen hielt. Die Prophezeiung besagt auch, dass Jia der Schlüssel zur Wiedererweckung Mothras ist. Kong begegnet dem Affenstamm und konfrontiert den Scar-König, der gegen Kong kämpft, wobei dieser ihn überwältigt und ihn dazu zwingt, seinen versklavten, eisatmenden Titanen Shimo zu beschwören. Dazu verwendet er einen Kristall, der ihr Schmerzen zufügt, die sie zwingt, sich ihm zu unterwerfen. Shimos eiserner Atem verletzt Kongs rechten Arm und verursacht Erfrierungen. Mit Sukos Hilfe gelingt aber erstmal Kongs Flucht...









Optisch ist der Film klasse, aber am Ende will die Special Effekte Orgie kaum mehr ein Ende nehmen. Ein Problem, dass natürlich zu lasten der Stimmung und Atmosphäre geht. Aber scheinbar setzen die Macher von Monster- und Superheldenfilmen auf die absolute Überdosis. Schade eigentlich, denn die Species in der Hohlerde sind trotz CGI gut gelungen und sorgen auch für Nervenkitzel. Am besten gefällt mir aber das Affenkind Suko.








Bewrtung: 7 von 10 Punkten. 
 

Planet der Affen: A new Empire


 

 

 

 

 

 

Regie: Wess Ball

Caesars Erben

Inzwischen gibt es vier Teile der Rebot-Filmreihe von "Planet der Affen". Der beste ist sicherlich der 2011 unter der Regie von Rupert Wyatt entstandene "Rise of the planet of the Apes", der 481 Millionen Dollar einspielte. Kommerziell noch erfolgreicher war die Fortsetzung von Matt Reeves "Dawn of the planet of the Apes" aus dem Jahr 2014 mit 710 Millionen Dollar Einspielergebnis. Der dritte Film - ebenfalls inszeniert von Matt Reeves - mit Woody Harrelson als Zugpferd "War of the Planet of the Apes" machte einen Umsatz von 490 Millionen Dollar. "Kingdom of the Planet of the Apes" wurde von Wess Ball gedreht und ist eine eher eigenständige Fortsetzung von Teil 3. Die Hauptrollen spielen Owen Teague und Kevin Durand. Das Einspielergebnis mit 397 Millionen Dollar fiel etwas geringer aus als die vorherigen Teile. Viele Generationen nach Caesars Tod sind die Affen die dominierende Spezies auf der Erde geworden und haben zahlreiche Clans gegründet, während die überlebenden Menschen verwildert sind. Noa (Owen Teague), ein junger Schimpansenjäger aus einem Falknerei-Clan, bereitet sich auf eine Zeremonie zur Volljährigkeit vor, indem er mit seinen Freunden Anaya (Travis Jeffery) und Soona (Lydia Peckham) wilde Adlereier sammelt. Ein menschlicher Aasfresser folgt Noa jedoch nach Hause und zerbricht bei einer Rauferei versehentlich sein Ei, bevor er flieht. Auf seiner Suche nach einem Ersatzei begegnet Noa einer Gruppe von Affenräubern, die elektrische Waffen einsetzen. Während Noa sich vor ihnen versteckt, folgen die Affen seinem Pferd zurück zu seinem Clan. Noa eilt nach Hause und findet sein Dorf brennend vor; der Gorillageneral Sylva (Eka Darville) tötet Noas Vater Koro (Neil Sandilands), bevor er Noa von einer hohen Plattform stößt. Noa erwacht und stellt fest, dass sein Clan entführt wurde. Er begräbt Koro und macht sich auf, seinen Clan zu retten. Noa wird von Raka (Peter Macon) begleitet, einem Orang-Utan, der Noa von Caesars Lehren erzählt. Die Affen bemerken, dass sie von dem menschlichen Aasfresser verfolgt werden. Raka bietet ihr Essen und eine Decke an und nennt sie Nova (Freya Allen). Als das Trio auf eine Gruppe wilder Menschen trifft, werden sie plötzlich von Sylvas Räubern angegriffen. Noa und Raka retten Nova, die zu ihrer Überraschung intelligent ist und sprechen kann. Sie enthüllt, dass sie Mae heißt und dass die Räuber Noas Clan zu einer Siedlung am Strand außerhalb einer alten menschlichen Gruft gebracht haben. Als sie auf dem Weg zur Siedlung eine Brücke überqueren, werden sie von Sylva überfallen. Im darauffolgenden Kampf rettet Raka Mae vor dem Ertrinken, wird jedoch von den Stromschnellen mitgerissen. Noa und Mae werden gefangen genommen und zur Affensiedlung gebracht. Noa trifft wieder auf seinen Clan und wird dem Affenkönig Proximus Caesar (Kevin Durand) vorgestellt. Proximus hat andere Clans versklavt und sie gezwungen, an der Öffnung des Tresors zu arbeiten, damit er auf die darin eingeschlossene menschliche Technologie zugreifen kann...







Die Story ist ganz gut, denn sie hat einige Widerhaken parat und wirkt dadurch auch nicht wie schon 100x gekannt. Auch Kameramann Gyula Pados aus Ungarn, bekannt durch seine hervorragende Arbeit in "Kontroll", hat den Film optisch sehr aufgepeppt und bietet Bilder, die die Atmosphäre verstärken. Insgesamt hat die Geschichte einen ausserordentlich nachdenklichen Unterton und die Computergenerierten Primaten wirken echt und lebendig. 








 Bewertung: 7 von 10 Punkten.