Regie: Parker Finn
Sky Riley verliert den Verstand...
Parker
Finns Horrrofilm "Smile - siehst du es nicht " aus dem Jahr 2022 erwies
sich mit einem Umsatz von ca. 217 Millionen Dollar als ausgesprochen
erfolgreicher Horror-Blockbuster. Eine Fortsetzung war die logische
Schlußfolgerung, die ebenfalls von Parker Finn inszeniert wurde. "Smile
2" kam 2024 in die Kinos und mit 139 Millionen Dollar Einspielergebnis
konnten die Macher ebenfalls sehr zufrieden sein. Hauptattraktion des
zweiten Teils ist Naomi Scott, die in der Darstellung als Popikone und
Sängerin Skye Riley alle schauspielerischen Register zieht. Nach dem
kommerziellen Erfolg von Smile unterzeichnete Finn im März 2023 einen
Exklusivvertrag mit Paramount Pictures für zukünftige Horrorprojekte. Die Dreharbeiten fanden Anfang 2024 im US-Bundesstaat New York statt.
Smile 2 kam am 18. Oktober 2024 in die US-amerikanischen Kinos. Wie
sein Vorgänger erhielt auch dieser Film überwiegend positive Kritiken. Der
Film wurde unter anderem bei den 52. Saturn Awards mit vier
Nominierungen ausgezeichnet (darunter als Bester Horrorfilm und für
Scott als Beste Hauptdarstellerin) sowie bei den 8. Astra Film Awards
und den 5. Critics' Choice Super Awards als Beste Hauptdarstellerin. Sechs
Tage nach Rose Cotters Tod versucht der nun verfluchte Joel, die
"Lächeln-Entität“ weiterzugeben, indem er einen Mörder vor den Augen
eines anderen tötet. Bei einer Schießerei
tötet er versehentlich einen Zeugen, und der Drogendealer Lewis Fregoli
(Lukas Gage), den Joel zuvor nicht bemerkt hatte, erbt als Unbeteiligter
den Fluch. Als weitere Kriminelle eintreffen, versucht Joel zu fliehen, wird aber von einem herannahenden Pickup überfahren und getötet.
Unterdessen tritt die New Yorker Pop-Sängerin Skye Riley (Naomi Scott)
in der "Drew Barrymore Show“ auf, während sie sich auf ihre
Comeback-Tour vorbereitet, nachdem sie öffentlich gegen Drogenmissbrauch
gekämpft und einen Autounfall erlitten hat, bei dem ihr Freund, der
Schauspieler Paul Hudson (Ray Nicholson), ums Leben kam. Trotz
ständiger Aufsicht durch ihre Mutter und Managerin Elizabeth (Rosemarie
DeWitt) sowie ihren Assistenten Joshua (Miles Gutierrez-Riley)
schleicht sich Skye heimlich davon, um sich von ihrem Highschool-Freund
Lewis Vicodin zu kaufen, nachdem sie sich bei den Proben am Rücken
verletzt hat. In seiner Wohnung bedroht der paranoide Lewis Skye, die er für die Entität hält, mit einem Schwert, bevor er sich beruhigt. Nachdem
er das von Skye verlangte Vicodin geholt hat, schreit er panisch auf
und wird von der Entität besessen. Skye, die sie nicht sehen kann,
glaubt, Lewis habe eine Überdosis genommen. Der
besessene Lewis erhebt sich schließlich lächelnd und schlägt sich mit
einer Hantelscheibe tödlich ins Gesicht. Skye wird dadurch traumatisiert
und der Fluch auf sie übertragen. Aus
Angst, mit Lewis' Leiche und einem Zimmer voller Drogen erwischt zu
werden, verlässt Skye die Wohnung, ohne die Behörden zu alarmieren. Später in der Nacht manifestiert sich der Fluch, als Skye Lewis' Leiche in ihrem Schlafzimmer sieht.
Am nächsten Tag wird Skye von wirren Halluzinationen geplagt, in denen
sie von Menschen angelächelt wird. Ihr psychischer Zustand
verschlechtert sich rapide. Da sie Unterstützung braucht, versöhnt sie sich mit ihrer entfremdeten Freundin Gemma (Dylan Gelula). Skye
erhält eine SMS von einer unbekannten Nummer. Der Absender behauptet,
zu wissen, dass sie in Lewis' Wohnung war und dass sie in Gefahr ist. Während
eines Auftritts bei einer Spendenveranstaltung des Musikmanagers Darius
(Raul Castillo) halluziniert Skye, dass der Teleprompter stehen bleibt,
und hält eine spontane Wutrede darüber, wie der Erfolg ihr Leben nur
noch schlimmer gemacht hat. Sie sieht den
lächelnden Paul aus dem Publikum auf sich zukommen, bricht in Tränen
aus, schreit ihn wütend an und gerät in Panik. Beim Wegrennen von der
Bühne verletzt sie versehentlich die ältere Gastgeberin . In einer Bar trifft Skye Morris (Peter Jacobson), den Mann, der ihr geschrieben hat. Er erzählt ihr, dass er die Entität verfolgt, seit sie seinen Bruder getötet hat. Er erklärt, dass der Fluch auf jeden übergeht, der den Tod eines Opfers miterlebt. Da
er vermutet, dass die Entität parasitär ist und ohne Wirt sterben
könnte, schlägt er vor, Skyes Herz anzuhalten und sie dann
wiederzubeleben, um den Fluch zu brechen. Doch sie weigert sich und
verlässt die Bar, nachdem sie von anderen Gästen erkannt wurde. Nach
einem langen, wütenden Nervenzusammenbruch in ihrer Wohnung wird Skye
von der Entität in die Enge getrieben, die die Gestalt ihrer Tänzerinnen
annimmt. Skye versucht zu fliehen, wird
aber brutal durch die Wohnung geschleudert und festgehalten, als sich
ein riesiger Arm in ihren Hals bohrt und sie das Bewusstsein
verliert....








"Smile
2" braucht eine gewisse Zeit um richtig in Fahrt zu kommen. Die
Grundidee "Alptraum um den Popstar Status" wird mit fies lächelnden
Gesichtern kombiniert und ist sogar Teil 1 überlegen. Anstatt
einfach nur das Original aufzuwärmen, treibt Parker Finn seine clevere
Prämisse auf die Spitze und kreiert dazu einige unglaublich gruselige
Szenen. Tatsächlich endet Smile 2 an einem Punkt, der sich wie der
perfekte Abschluss der Reihe anfühlt – und der perfekte Startpunkt für
die Karriere eines der aufregendsten Horrorregisseure seiner Generation. Es
gibt lange Passagen, in denen man tatsächlich vergisst, dass man einen
Smile-Film sieht, und man fühlt sich beinahe wie in einem Alptraum
gefangen. Ein Horrorfilm über den Verlust des Verstandes.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.