Sonntag, 8. Februar 2026

It feeds















Regie: Chad Archibald 

Der Dämon im Körper...

Der kanadische Gruselfilm "It feeds" fängt sehr interessant an, doch irgendwann nimmt das Drehbuch eher obskure Verläufe, die leider nicht zum Vorteil sind. Regie führte Chad Archibald, der auch das Skript verfasste. Immerhin bleibt der Film bis zum Ende unterhaltsam, auch wenn er hinter seinen Möglichkeiten bleibt und die Erwartungen, die er weckte nicht mehr erfüllen konnte. Die Handlung dreht sich um eine Psychiaterin, die die Gabe hat in die Gedanken ihrer Patienten zu sehen, also ähnliche Begabung wie Tarsem Singhs "The Cell" oder "The Gift - die dunkle Gabe". In der Rolle der Hellsichtigen Hauptfigur agiert aber statt Jennifer Lopez oder Cate Blanchett die US-Schauspielerin Ashley Greene Khoury. Cynthia (Ashley Greene) ist Psychiaterin, die im Rahmen von Hypnose-ähnlichen Zuständen buchstäblich in die Psyche ihrer Patienten eintauchen. Dabei hat sie die Fähigkeit sich in diesen meist düster-ungemütlichen „Dreamscapes“ umherzubewegen und so den mitunter verdrängten Belastungen und Leiden ihrer Patienten auf die Spur kommen. Es ist ein für sie stets zehrendes, potentiell gar gefährliches Unterfangen – weshalb sie solche Sessions bloß begrenzt durchführt. Ihr Ehemann besaß diese Fähigkeit ebenfalls – doch war der irgendwann "zu tief hineingeraten“ und hatte infolge dessen Suizid begangen. Nicht nur daraus resultierend legt Cynthia großen Wert auf Vernunft und Obacht… Aufgrund von Vorurteilen und Anfeindungen tragen sie und ihre Tochter Jordan (Ellie O’Brien) dahingehend inzwischen kaum mehr was nach aussen. Jordan unterstützt ihre Mom als Assistentin und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Auch Jordan hat diese Gaben geerbt. Ansonsten muss sich Cynthia daran gewöhnen, dass ihr Kind zu einem recht selbständigen Teenager heranwächst und einen eigenen Kopf hat.  Eines Tages platzt eine Jugendliche unangemeldet bei ihnen herein – verzweifelt um Hilfe fleht und erschreckenderweise diverse fiese Narben aufweisend: Riley (Shayelin Martin) hatte von Cynthias ehemaliger Patientin Agatha (Juno Rinaldi) erfahren, dass sie auf Fälle spezialisiert ist, die weit über das Knowhow von regulären Medizinern und Psychologen hinausgehen. Doch ehe Riley ihr Problem schildern kann, taucht ihr Vater Randall (Shawn Ashmore) während des Anamnesegesprächs mit Jordan auf und nimmt sie (nur eingeschränkt einvernehmlich) wieder mit, noch bevor man sich näher mit ihrem Fall beschäftigen kann. Doch Cynthia hat trotz ihrer nur flüchtigen Anwesenheit eine grässliche Kreatur hinter dem verzweifelten Mädchen erblicken können, ein böses Wesen, dass in gewisser Form mit Riley verbunden zu sein scheint…Was sie in dem Moment empfand, war dermaßen intensiv und beängstigend, dass sie Jordan deutlich zu verstehen gibt, dass sie aufgrund der Gefährlichkeit nicht helfen möchte. Enttäuscht und verärgert über diese Ansicht ihrer Mutter, entschedidet Jordanam nächsten Tag Rileys Adresse herauszufinden, um das Mädchen noch einmal aufzusuchen...







Bis zu diesem Zeitpunkt fesselt die Geschichte, doch danach seztzen die Macher auf seltsame Überraschungen, die alle damit zusammenhängen, dass ein bösartiges Wesen sich an das Mädchen angeheftet hat, das nur dann seinen Wirt verlässt, wenn dieser stirbt. Es ist aber auch wahrscheinlich, dass während des Sterbens das Wesen sich in den Körper einnistet, der dem Sterbenden am nächsten ist. Irgendwie scheinen die Drehbucheinfälle überfrachtet und so wirkt dann vieles sehr konstruiert und manchmal auch unlogisch. 





Bewertung: 5,5 von 10 Punkten. 

Black Phone 2










Regie: Scott Derrickson

Übernatürliche Fähigkeiten und lebendige Tote...

Scott Derrickson ist der Regisseur von Filmen wie "Erlöse uns von dem Bösen", "Hellraiser V" oder "Der Exorzismus von Emily Rose" - seine bisher besten Arbeiten sind jedoch "Sinister" und "Black Phone". In beiden Filmen spielt Ethan Hawke die Hauptrolle. Mit 162 Millionen Dollar Umsatz war "Black Phone" ein riesiger Erfolg im Kino. Es war daher nur eine Frage der Zeit, wann ein filmischer Nachschlag realisiert wurde. "Black Phone 2" spielte immerhin 132 Millionen Dollar ein und hat einige gute Momente. Vor allem ist die winterliche Location sehr stimmungsvoll und passt gut zum Horror. Es war aber vielleicht ein zu absurder Drehbuch-Spagat, aus dem in Teil 1 erdrosselten Serienkiller "Greifer" ein Horrormonster zu machen, der aus dem Jenseits agiert. Dieses Mal ist neben Schüler Finn Blake, der den Killer zur Strecke brachte, vor allem auch seine jüngere Schwester Gwen viel mehr im Mittelpunkt des Geschehens, denn sie hat zweifelsohne übernatürliche Fähigkeiten, die sie von ihrer toten Mom geerbt hat.  Die Geschwister Finney und Gwen fahren in dem eher verschachtelten Film zusammen mit ihrem Freund Ernesto in ein Wintercamp, um das Geheimnis um die ersten Opfer des "Greifers“ zu lüften, dessen geisterhafte Präsenz aber bald auftaucht.  1982, vier Jahre nachdem Finney Blake (Mason Thames) den Greifer getötet hatte, plagen Finneys Schwester Gwen (Madeleine McGraw) Träume, in denen sie Morde sieht, die 1957 im Alpine Lake Camp geschahen. In einem dieser Träume erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter Hope, die zur Zeit der Morde ähnliche Träume hatte. Gwen überredet Finney und Ernesto (Miguel Mora), den Bruder des verstorbenen Robin Arellano, zum Alpine Lake Camp zu fahren. Ein heftiger Schneesturm schließt sie dort ein, zusammen mit dem Camp-Leiter Armando (Demian Bichir), seiner Nichte Mustang (Ariana Rivas) und zwei Angestellten, Kenneth (Graham Abbey) und Barbara (Maev Beaty). Die drei Kinder beginnen zu erforschen, was Gwens Träume bedeuten könnten. In der zweiten Nacht erhält Finney einen Anruf auf der defekten Telefonzelle des Camps, diesmal vom Greifer Aus dem Tod schwört der Grabber Rache und gibt Finney die Schuld, ihn gezwungen zu haben, seinen eigenen Bruder zu töten und sein Leben beendet zu haben. Kurz darauf wird Gwen in ihrem Traum vom Greifer brutal angegriffen, doch Finney, Ernesto und Mustang können sie retten. Die erschütterte Gruppe versammelt sich in der Kapelle des Lagers, wo Armando und die anderen erkennen, dass sie die Leichen der Opfer des Greifers aus dem Alpine Lake Camp finden müssen, um seine Macht über die Traumwelt zu brechen. Die Gruppe schlussfolgert, dass die Leichen unter dem Maru-See liegen...








Felix, Cal, and Spike, diese ersten drei Opfer im camp und als Geister nun keine Ruhe mehr finden, werden von Simon Webster, Shepherd Munroe, and Chase B. Robertson gespielt. Immerhin ist die Inszenierung besser als das eher absurde Drehbuch - die Traumszenen wirken hypnotisch und in seinen besten Momenten erinnert der Film ein bisschen an den Kult-Horrorfilm "Phantasm", weil dort auch vieles nicht ganz greifbar ist. Die Rolle des Greifers spielte natürlich Ethan Hawke, der auch schon geäussert hat, dass er bei einem dritten Teil erneut zur Verfügung stehen würde, vorausgesetzt das Drehbuch ist überzeugend. 







Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Upgrade











Regie: Leigh Whannell

Chip im Körper...

Leigh Whannell ist der Regisseur der Filme "Insidious 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang", "Upgrade", "Der Unsichtbare" und "Wolf Man". Ausserdem ist er als Drehbuchautor und Darsteller sehr aktiv und gefragt. Er schrieb das Drehbuch zu James Wans Thriller "Saw", in dem er auch dier Rolle des Adam, eines der Hauptcharaktere des Films, übernahm. Er erdachte auch mit John Kramer alias Jigsaw den zentralen Bösewicht der Filmserie. Auch die Drehbücher zu den Filmen Dead Silence" und "Insidious" stammen aus seiner Feder.  Der 2018 realisierte "Upgrade" ist ein Cyberpunk-Action-Horrorfilm, er handelt von einem Mann, dem nach einem Überfall, der ihn lähmte, ein Chip implantiert wird, der es ihm ermöglicht, seinen Körper zu kontrollieren. Der Film spielte bei einem Budget von 3 Millionen US-Dollar 17 Millionen US-Dollar ein und erhielt positive Kritiken. Kritiker bezeichneten ihn als eine Mischung aus "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" und Death Wish-Rachefant. Im Jahr 2046 lebt der Automechaniker Grey Trace (Logan Marshall-Green) mit seiner Frau Asha (Melanie Vallejo) zusammen, die für Cobalt arbeitet, eines der Unternehmen, die an der Entwicklung von Mensch-Computer-Schnittstellen mitwirken. Grey bittet Asha, ihm zu helfen, einen generalüberholten Wagen zu seinem Kunden Eron Keen (Harrison Gilbertson), einem renommierten Technologieinnovator, zurückzubringen. Bei einem Besuch in Erons Haus enthüllt dieser seine neueste Entwicklung: einen Chip namens STAMM, der die motorischen Funktionen eines Menschen steuern kann. Auf dem Rückweg nach Hause hat Greys und Ashas selbstfahrendes Auto eine Fehlfunktion und verunglückt. Vier Männer töten Asha und schießen Grey in den Hals, wodurch sein Rückenmark durchtrennt wird. Monate später kehrt Grey als querschnittsgelähmter Rollstuhlfahrer nach Hause zurück, betreut von seiner Mutter Pamela (Linda Cropper). Ashas Tod und die Tatsache, dass Detective Cortez (Betty Gabriel) die Angreifer nicht identifizieren kann, stürzen Grey in eine tiefe Depression. Nach einem Selbstmordversuch wird er von Eron besucht, der ihn überzeugt, sich ein STAMM-Implantat einsetzen zu lassen. Grey erlangt die Kontrolle über seine Gliedmaßen zurück, und Eron lässt ihn eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen, die ihn verpflichtet, seine Lähmung vorzutäuschen. Während er sich die Drohnenaufnahmen des Mordes an seiner Frau ansieht, hört Grey STAMM in seinem Kopf sprechen. STAMM verspricht ihm Rache und identifiziert anhand des Videos schnell einen der Angreifer, Serk Brantner (Richard Cawthorne). Grey bricht in Serks Haus ein und findet Beweise dafür, dass Serk durch ein geheimes Militärexperiment "aufgerüstet“ wurde. Außerdem entdeckt er Verbindungen zu einer Bar namens "Old Bones“. Serk taucht auf und greift Grey an, doch STAMM überzeugt ihn, die Kontrolle über seinen Körper vorübergehend abzugeben. So kann STAMM Grey in eine tödlich effiziente Kampfmaschine verwandeln und Serk mühelos töten. Später sieht Cortez Drohnenaufnahmen von Greys Rollstuhl, der sich Serks Haus nähert. Greys vermeintliche Lähmung schließt ihn jedoch als Verdächtigen aus. Eron hat STAMMs Bewegungen verfolgt und tadelt Grey für seine Selbstjustiz. Grey enthüllt, dass STAMM mit ihm spricht, was Eron überrascht. Dieser fordert Grey daraufhin auf, seine Ermittlungen einzustellen. Grey begibt sich zum Old Bones und findet dort Tolan (Christopher Kirby), einen weiteren der Angreifer. Er lässt sich von STAMM zu Tode foltern und erfährt dabei den Namen des Anführers der Angreifer, Fisk (Benedikt Hardie)....








Im Grunde ein schmuddeliger Science Fiction Trash Movie, wie sie heute nicht mehr gedreht werden, aber wie sie in den 80er Jahren sehr beliebt waren und Klassiker wie "Robocop" oder "Terminator" hervorbrachte. Versehen mit einem satirischen Unterton, die der Realität aber vielleicht sogar gefährlich nahe kommt. Harrison Gilbertson spielt den Technologieunternehmer, der den Traum lebt die ganze Welt beherrschen zu können. 









Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Conjuring 4 - Das letzte Kapitel


Regie: Michael Chaves

Dämonen in Pennsylvania...

Optisch ist "Conjuring - Last Rites" aus dem Jahr 2025 sehr gelungen. Die Bildkompositionen von Kameramann Eli Born wirken etwas nostalgisch, Regie führte Michael Chaves, somit kein Unbekannter im "Conjuring" Kosmos, denn er inszenierte zuvor "Lloronas Fluch", "Conjuring 3 - Im Bann des Teufels" und "The Nun 2". Das Einspielergebnis von 494,7 Millionen Dollar war das bisher beste aller Filme der Serie. Und auch wenn der Titel" Das letzte Kapitel" ein Ende der Reihe suggeriert ist das Prequel "The Conjuring: The First Communion" bereits für 2027 geplant. Alles begann 2013 als "The Conjuring" ein riesiger Hit an den Kinokassen wurde - Regisseur des Erstlings war James Wan. Teil 1 und auch Teil 2 spielten mit ca. 321 Millionen Dollar in etwa gleich viel Geld ein. Lediglich Teil 3 liegt mit 206 Millionen Dollar etwas darunter.  1964 untersuchen Ed Warren(Orion Smith, später Patrick Wilson) und seine schwangere Frau Lorraine (Madison Lawlor, später Vera Farmiga) einen Spukfall um einen antiken Spiegel in einem Kuriositätenladen. Lorraine bricht zusammen, als sie eine Vision von einem Wesen und ihrem ungeborenen Kind hat, und die Wehen setzen ein. Ed bringt Lorraine eilig ins Krankenhaus, doch das Baby ist tot. Lorraines Gebete erwecken das Kind nach einer Minute, die ewig dauert, jedoch wieder zum Leben. Die Warren nennen sie Judy. Zweiundzwanzig Jahre später zieht die Familie Smurl nach West Pittston, Pennsylvania. Jack (Elliot Cowan) und Janet Smurl (Rebecca Calder) leben dort mit Jacks Eltern Mary und John sowie deren vier Töchtern: Dawn, Heather und den Zwillingen Carin und Shannon und ihrem Hund Simon. Zur Konfirmation schenkt John Heather (Kila Lord Cassidy) den antiken Spiegel. Während des Abendessens stürzt plötzlich eine Küchenlampe von der Decke und verfehlt Heather nur knapp. Aufgrund von Eds sich verschlechterndem Herzleiden geben die Warrens ihre Ermittlungen auf, halten aber weiterhin Vorträge, die nur noch spärlich besucht werden. Beim Abendessen erleidet Judy (Mia Tomlinson, als kleines Mädchen wird sie von Emmy Nolan gespielt), die zunehmend paranormale Visionen hat, einen Anfall und gerät in Panik. Lorraine beruhigt sie mit einem Reim aus Judys Kindheit und erinnert sie daran, sich stets vom Übernatürlichen abzuschotten. Dawn und Heather versuchen, den Spiegel zu beseitigen, doch die Familie wird weiterhin von drei Wesen terrorisiert: einer älteren Frau, einer jüngeren Frau und einem Mann mit einer Axt. Erschöpft wendet sich die Familie an die Presse, in der Hoffnung, Hilfe zu finden, was das Interesse von Pater Gordon (Steve Coulter) weckt. Judys Freund Tony (Ben Hardy) macht ihr auf Eds Geburtstagsfeier einen Heiratsantrag, den sie annimmt. Da Pater Gordon die Hilfe der Warrens nicht erhält, wendet er sich an das Bistum Scranton, um Hilfe für die Smurls zu suchen. Dort greift ihn der Dämon an und treibt ihn in den Selbstmord. Auf Pater Gordons Beerdigung erfährt Judy in einer Vision, dass er bei den Ermittlungen zum Spuk der Smurls ums Leben kam. Sie reist heimlich nach Pennsylvania, um Nachforschungen anzustellen, und Lorraine hat eine Vision, die sie vor Judy warnt. Ed, Lorraine und Tony gelangen zu den Smurls, und Judy überzeugt ihre widerwilligen Eltern der gestressten Familie zu helfen. Lorraine entdeckt, dass die drei Geister von einem Ehemann stammen, der seine Frau und deren Mutter getötet hat, aber übergeordnet von einem Dämon kontrolliert werden. Der Dämon lockt Judy auf den Dachboden, wo sie angegriffen wird und die Treppe hinunterstürzt. Ed und Lorraine entdecken den Spiegel und erkennen, dass es sich um den Dämon aus ihrer ersten Untersuchung im Jahr 1964 handelt. Überzeugt, dass der Dämon Jagd auf Judy macht, beschließen sie, den Spiegel mit nach Hause zu nehmen, um ihn einzusperren. Judy wird plötzlich krank, als Ed, Jack und Tony versuchen, den Spiegel aus dem Haus zu entfernen, doch der Dämon ist sehr stark...








Optisch und ästhetisch ist dieser vierte Teil eine gewisse Rückkehr zu Wans ersten Conjuring Grusler.  Leider setzten die Macher aber zu sehr auf das vorhersehbare Gruselchaos mit abgestandenen Schreckmomenten, in denen dem Regisseur nicht so sehr gelingt etwas Frische oder Abwechslung in die Handlung zu bringen.









Bewertung: 6 von 10 Punkten.