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Sonntag, 2. Februar 2025

Godzilla Mothra und King Ghidorah


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Shusuke Kaneko

Godzilla gegen die Schutzgötter...

 Der japanische Monsterfilm "Godzilla Mothra and King Ghidorah aus dem Jahr 2001 wurde von Shusuke Kaneko inszeniert und zählt bei den Fans zu den besten Filmen der Godzilla Filmreihe. Es ist der 26. Film der Reihe und der dritte der s.g. Millenium Ära, sozusagen eine direkte Fortsetzung des legendären Erstlings aus dem Jahr 1945 von Ishiro Honda. Der Film ignorniert auch alle anderen Teile der Serie (auch wenn er kurz auf den nicht sehr beliebten Emmerich Film von 1998 verweist).  Chiharu Niiyama spielt eine Reporter,in die über die Geschichte von Mothra, King Ghidorah und Baragon berichtet, die Japan vor der Aggression von Godzilla verteidigen, einer Kreatur, die von den Seelen der im Pazifikkrieg Gefallenen besessen ist. Kaneko hatte ursprünglich geplant, dass Godzilla gegen eine überarbeitete Version von Kamacuras antritt, entschied sich jedoch letztendlich dafür, Godzilla gegen drei Monster antreten zu lassen, die die Elemente der Erde repräsentieren. Die ersten drei Monster, die er ins Spiel brachte, waren Varan, Baragon und Anguirus, doch Toho überzeugte ihn später, Varan und Anguirus durch King Ghidorah und Mothra zu ersetzen, um mehr öffentliches Interesse zu wecken. Das Projekt wurde mit einem Budget von 7–9 Millionen Dollar in den Toho Studios begonnen und wurden am 9. August abgeschlossen.  Er spielte international 20 Millionen Dollar ein und war in Japan der dritterfolgreichste einheimische Film des Jahres 2002. Während einer Besprechung mit den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften (JSDF) über Godzillas ersten Angriff wird Admiral Taizo Tachibana (Ryudo Uzaki) über ein vor Guam verschwundenes amerikanisches Atom-U-Boot informiert. Such- und Rettungseinheiten finden das zerstörte U-Boot und filmen in der Nähe die Flossen einer riesigen Kreatur. Tachibanas Tochter Yuri (Chiharu Niiyama) dreht mit ihrem Produktionsteam am Berg Myōkō ein Dokudrama, wo kurzzeitig ein mysteriöses Erdbeben auftritt. Später in der Nacht wiederholt sich das Erdbeben, wobei eine Biker-Gang begraben wird und ein Trucker überlebt, der das Monster Baragon sieht, das er fälschlicherweise für Godzilla hält. Am nächsten Tag unterstützt Yuris Kollege Teruaki Takeda (Masahiro Kobayashi) ihre Theorie, dass ein Monster die Ursache für die mysteriösen Erdbeben gewesen sein könnte, und gibt ihr ein Buch mit dem Titel "Die Wächtermonster“. Am Ikeda-See greift Mothra in ihrer Larvengestalt eine Gruppe Teenager an, die ihren Schrein stören, während in Aokigahara ein selbstmordgefährdeter Mann versehentlich auf einen gefrorenen, 3.000 Jahre alten Drachen namens King Ghidorah trifft. Yuri interviewt Hirotoshi Isayama (Hideyo Amamoto), einen älteren Mann, der die Legende der Schutzmonster erklärt: Baragon, Mothra und Ghidorah. Er wiederholt, dass sie erweckt werden müssen, bevor Godzilla Japan zerstört. Yuri und ihr Team besuchen den Schrein der Schutzmonster, wo sie einen seltsamen Stein findet, bevor sie zurückkehrt, um Isayama zu interviewen. Dabei entdeckt sie, dass die Seelen von Soldaten und Zivilisten, die im Pazifikkrieg getötet wurden, in Godzilla eingebettet sind und um sich schlagen, weil das moderne Japan seine vergangenen Verbrechen leugnet. Godzilla und Baragon tauchen auf und kämpfen in Hakone, aus dem Ersterer siegreich hervorgeht. Yuri wird während des Kampfes verletzt und macht sich allein auf den Weg, nachdem Takeda sich weigert, sie zu Godzillas Aufenthaltsort zu bringen. Mothras Kokon wird im Ikeda-See entdeckt. Nachdem die Jets Godzilla nicht aufhalten können, errichtet Tachibana in Yokohama eine Verteidigungslinie. Eine imago Mothra und ein junger Ghidorah erwachen und kämpfen in Yokohama gegen Godzilla. Mothra opfert sich und überträgt ihren Geist auf Ghidorah, wodurch dieser stärker wird. Ghidorah gelingt es, Godzilla zu verletzen und unter Wasser zu ziehen. Tachibana und sein Kollege besteigen Miniatur-U-Boote, um Raketen auf Godzillas Wunde abzufeuern. Yuri und Takeda berichten von dem Kampf von der Yokohama Bay Bridge, die später durch Godzillas atomaren Atem einstürzt. Der Schreinstein fällt aus Takedas Tasche und belebt Ghidorah wieder, der Yuri und Takeda vor ihrem Sturz rettet, bevor sie an Land schwimmen, während die Monster weiterkämpfen. Godzilla zerstört Ghidorah und entfesselt die Geister der Schutzmonster, die Godzilla ins Meer ziehen. Nachdem Tachibana durch den Mund in Godzillas Körper eingedrungen ist, feuert er eine Rakete auf die Wunde ab. Godzilla versucht, Yuri und Takeda zu töten, aber Tachibanas Rakete explodiert, wodurch sein atomarer Atem durch die klaffende Wunde entweicht und Druck in seinem Körper aufbaut. Tachibana entkommt, als Godzilla sinkt und explodiert, nachdem er versucht hat, Tachibana mit seinem atomaren Atem zu töten. Japan freut sich über seinen Sieg, während Tachibana seinen Kollegen und den Schutzmonstern salutiert. Auf dem Meeresboden schlägt Godzillas körperloses Herz weiter...










Er ist besiegt worden, aber er lebt weiter. Das muss Japans beliebtestes Monster auch. Die Fans waren von diesem Godzilla Film begeistert und er taucht regelmässig sehr weit oben in den Godzilla Film-Rankings auf. Die Geschichte ist düster und degradiert die Menschen beinahe zu Statisten, nur der todesmutige Held von Admiral und seine ebenso couragierte Tochter, die als Reporterin "live" von der Katastrophe und den Kämpfen der Monstern berichtet, zeugen von der menschlichen Fähigkeit über sich hinauszuwachsen. Natürlich schwingt bei den Monstern auch immer ein bisschen Kitsch mit, aber gerade dies macht auch den Charme dieses Genres aus. 












Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Samstag, 18. Januar 2025

Godzilla 2: King of Monsters


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Michael Dougherty

Die Armee der Titanen... 

Der 2019 entstandene "Godzilla: King of the Monsters" wurde von Michael Dougherty gedreht, der bereits durch seine Regiearbeiten für "Trick´r Treat" und "Krampus" auf sich aufmerksam machte. Der Film ist der 3. Monster Verse Film. Dieses Francise wird von Legendary Pictures produziert, von Warner Brothers koproduziert und vertrieben. Zusammen mit den vier anderen Filmen "Godzilla" (Regie: Gareth Edwards, 2014), "Kong Skull Island" (Jordan Vogt-Roberts, 2017), "Godzilla vs. Kong" (Adam Wingard, 2021) und "Godzilla x Kong: A New Empire" (ebenfalls Adam Wingard, 2024) erreichten die Macher einen Gesamtunsatz von über 2,14 Milliarden US-Dollar. Dennoch ist der Monsterfilm "Godzilla: King of the Monsters", der 35ste Film im Godzilla Universum gemessen an seinen Kosten (Produktionkosten 170 Millionen Dollar sowie Marketingkosten über 100 Millionen Dollar) und einem weltweiten Einspielergebnis von 387 Millionen Dollar eine Enttäuschung in Kommerzieller Hinsicht. Man kann durchaus von einen Reinfall an der Kasse sprechen, obwohl der Film neben Godzilla einige weitere Titanen wie Mothra, Rodan, King Gidorah und Muto auch ihre zerstörischen Kräfte ausunfernd beweisen können. Fünf Jahre nach der Enthüllung der riesigen Monster, genannt "Titanen“, werden Dr. Emma Russell (Vera Farmiga), eine Paläobiologin, die für die Titanen erforschende Organisation Monarch arbeitet, und ihre Tochter Madison (Millie Bobby Brown)  Zeugin der Geburt einer Larve namens Mothra. Emma beruhigt Mothra mit dem "Orca“, einem Gerät, das Frequenzen aussendet, um Titanen anzuziehen oder ihr Verhalten zu verändern. Eine Gruppe von Ökoterroristen unter der Führung des ehemaligen britischen Armeeoberst Alan Jonah(Charles Dance) greift die Basis an und entführt Emma und Madison. Zur gleichen Zeit flieht Mothra und verpuppt sich unter einem nahe gelegenen Wasserfall. Die Monarch-Wissenschaftler Dr. Ishirō Serizawa (Ken Watanabe) und Vivienne Graham (Sally Hawkins) wenden sich an den ehemaligen Mitarbeiter Dr. Mark Russell (Kyle Chandler), Emmas Ex-Mann und Madisons Vater, um Hilfe bei der Suche nach ihnen zu erhalten. Mark ist zunächst zurückhaltend aufgrund seines Hasses auf Godzilla, den er für den Tod seines Sohnes Andrew während der Ereignisse in San Francisco verantwortlich macht, willigt aber schließlich ein. Das Monarch-Team folgt Godzilla in die Antarktis, wo Jonah einen dreiköpfigen Titan mit dem Codenamen "Monster Zero“ befreien will. Emma befreit und weckt Monster Zero, der sich als feindselig erweist; er tötet Monarchs G-Team und kämpft gegen Godzilla. Später wird dem Team klar, dass Emma mit den Terroristen zusammenarbeitet. Von einem Monarch-Bunker aus kontaktiert Emma Monarch und argumentiert, dass die Titanen geweckt werden müssen, um die Erde von den menschlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu heilen, und verweist auf Monarch-Forschungen, die darauf hindeuten, dass Titanen Ökosysteme terraformen und wiederherstellen können. Hin- und hergerissen bittet Madison ihre Mutter, es sich noch einmal zu überlegen, aber Emma weckt Rodan in Mexiko und das Monarch-Team lockt ihn zu Monster Zero. Nachdem Monster Zero Rodan besiegt hat, überfällt Godzilla Monster Zero und trennt ihm den linken Kopf ab. Während des Kampfes setzt das US-Militär einen Waffenprototyp namens "Oxygen Destroyer“ ein, der Godzilla scheinbar tötet. Monster Zero ist davon jedoch nicht betroffen und lässt seinen verlorenen Kopf nachwachsen, bevor es die anderen schlafenden Titanen weltweit erweckt, wobei Rodan sich seiner Herrschaft unterwirft; Serizawa tadelt Mark, dass sein Wunsch erfüllt wurde. Entsetzt und desillusioniert verleugnet Madison Emma. Durch die Analyse der Fähigkeiten von Monster Zero und mythologischer Texte kommt Monarch zu dem Schluss, dass es sich um King Ghidorah handelt, einen äußerst zerstörerischen Alien, der wahrscheinlich versucht, die Erde für sich selbst zu terraformieren. Eine vollständig verwandelte Mothra fliegt zu Monarchs Basis auf den Bermudas, um mit Godzilla zu kommunizieren, der sich in einer alten Unterwasserstadt in der Hohlen Erde erholt. Das Team nutzt ein U-Boot, um Godzillas hochradioaktive Höhle zu finden. Serizawa schlussfolgert, dass Godzillas Heilung zu lange dauern wird, und opfert sich, indem er manuell einen Atomsprengkopf zündet, um den Prozess von Godzillas Heilung zu beschleunigen. Dadurch wird Godzilla wiederbelebt und seine Macht wird größer. Emma erkennt, dass Ghidorahs Herrschaft über die anderen Titanen eine weitaus schlimmere Zerstörung bringt, als Menschen anrichten könnten, aber Jonah ignoriert ihre Bitten, zu versuchen, dies zu verhindern...









Der Film bietet effektive und spektakuläre Monster, die jedoch einmal mehr - typisch für die US-Godzilla Filme - viel zu viel an Budenzauber präsentieren müssen. Das führt bei einem Film mit einer Lauflänge von 2 1/4 Stunden doch irgendwann zu einer gewissen Langeweile. Die Rollen sind natürlich mit Ken Watanabe, Sally Hawkins, Charles Dance, Zang Ziyi und Vera Farmiga attraktiv besetzt.  Im April 2019 veröffentlichte WaterTower Music zwei Titel aus dem Soundtrack „Old Rivals“, komponiert von McCreary, und ein Cover von „Godzilla“ des Blue Öyster Cult Songs von Serj Tankian.






Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.

Sonntag, 12. Januar 2025

Godzilla (1998)


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Roland Emmerich

Godzillas hungrige Kinder...

Viele Jahre später nach seinem Blockbuster "Godzilla" aus dem Jahr 1998 meinte Regisseur Emmerich, dass er den Film zunächst gar nicht machen wollte, er war ja sowieso kein Fan des japanischen Kultmonsters. Aber TriStar machte ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen konnte. Es war der erste Godzilla Film, der ausserhalb von Japan produziert wurde. Von einem großen Teil der Godzilla Anhängerschaft wird sein Erfolgsfilm aber bis heute abgelehnt und gar nicht als echten "Godzilla" Film anerkannt. Sie nennen Emmerichs Riesensaurier "GINO", eine Abkürzung für "Godzilla in Name only" (Godzilla, nur dem Namen nach).  Und die traditionellen Fans haben da sicherlich nicht ganz unrecht, denn ursprünglich ist Godzilla ein kolossales prähistorisches Reptilienmonster, das amphibisch ist und aus dem Ozean kommt und nach vielen Jahren durch die Einwirkung von nuklearer Strahlung und Atomtests erwacht und gestärkt wird.  Als die Filmreihe erweitert wurde, nahmen einige Handlungsstränge weniger ernste Untertöne an und stellten Godzilla als Antihelden oder geringere Bedrohung dar, die die Menschheit verteidigt. Spätere Filme behandeln unterschiedliche Themen und Kommentare, darunter Japans Apathie, Vernachlässigung und Ignoranz gegenüber seiner imperialen Vergangenheit, Naturkatastrophen und die Situation der Menschheit. Die Kreuzung aus Riesenechse, Märchendrachen und T. Rex ist ausserdem eine Mischung aus Monster und Gottheit und beinahe unbesiegbar.  Emmerichs Film ist  der 23. Film der Reihe und der erste Godzilla-Film, der vollständig von einem Hollywood-Studio produziert wurde.  In den Hauptrollen sind Matthew Broderick, Jean Reno, Maria Pitillo, Hank Azaria, Kevin Dunn, Michael Lerner und Harry Shearer zu sehen. Der Film ist Tomoyuki Tanaka gewidmet, dem Mitschöpfer und Produzenten verschiedener Godzilla-Filme, der im April 1997 starb. Im Film untersuchen und bekämpfen die Behörden ein riesiges Monster, das nach New York City zieht, um dort seine Jungen auszubrüten. Im Oktober 1992 kündigte TriStar Pläne an, eine Trilogie von Godzilla-Filmen zu produzieren. Emmerich wurde im Mai 1996 beauftragt, Regie zu führen und gemeinsam mit Produzent Dean Devlin ein Drehbuch zu schreiben.Doch viel Mühe hat man sich mit dem Drehbuch nicht gemacht, denn der Film wird von Special Effekten beherrscht. Der Geist der besten "Godzilla" Filme kann Emmerichs Film nie einfangen. Gleichwohl sind ihm einige Szenen gelungen, die sehr spannend sind. Etwa die Sequenz als Dutzende von Eiern des Monsters im Untergrund von New York gefunden werden und die Babys (so groß wie Velociraptoren) bereits ausschlüpfen und gleich zu Beginn einen Riesenappetit haben. Hier ist Emmerichs Faible für Spielberg zu erkennen. "Godzilla" kam am 20. Mai 1998 in die Kinos, erhielt negative Kritiken und spielte weltweit 379 Millionen US-Dollar ein, bei einem Produktionsbudget von 130–150 Millionen US-Dollar. Damit wurde er der dritterfolgreichste Film des Jahres 1998. Obwohl er Gewinn abwarf, galt er als Enttäuschung an den Kinokassen.  Geplante Fortsetzungen wurden abgesagt, stattdessen wurde jedoch eine Zeichentrickserie produziert. Ein Leguannest ist dem radioaktiven Niederschlag eines militärischen Atomtests in Französisch-Polynesien ausgesetzt. Einige Zeit später wird ein japanisches Konservenschiff im Südpazifik plötzlich von einer riesigen Kreatur angegriffen, wobei nur ein Fischer überlebt. Während er in einem Krankenhaus in Tahiti liegt, bekommt der traumatisierte Überlebende Besuch von einem geheimnisvollen Franzosen (Jean Reno), der ihn zu dem befragt, was er gesehen hat, worauf er wiederholt mit "Gojira“ antwortet. Unterdessen erforscht der NRC-Wissenschaftler Dr. Niko „Nick“ Tatopoulos (Matthew Broderick) die Auswirkungen von Strahlung auf die Tierwelt in der Sperrzone von Tschernobyl, als er von einem Beamten des US-Außenministeriums unterbrochen wird, der ihn für einen Sonderauftrag abholen will. Nick wird nach Panama und Jamaika geschickt, um eine Spur von Trümmern zu untersuchen, die zu einem anderen Konservenschiff mit riesigen Kratzspuren führt. Nick identifiziert Hautproben, die er im Schiffswrack entdeckt hat, als zu einer unbekannten Spezies gehörend. Er weist die Theorie des Militärs zurück, dass es sich bei der Kreatur um einen lebenden Dinosaurier handelt, und folgert stattdessen, dass es sich um einen durch Atomtests entstandenen Mutanten handelt. Die Kreatur reist nach New York City und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Die Stadt wird evakuiert, bevor das US-Militär auf Nicks Rat hin die Kreatur mit einem großen Haufen Fische anlockt. Ihr Versuch, sie zu töten, schlägt jedoch fehl und verursacht nur weiteren Schaden, bevor sie entkommt. Nick entnimmt eine Blutprobe und findet durch einen Schwangerschaftstest heraus, dass sich die Kreatur ungeschlechtlich fortpflanzt und Nahrung für ihren Nachwuchs sammelt. Nick trifft sich auch mit seiner Ex-Freundin Audrey Timmonds (Maria Pitillo), einer jungen aufstrebenden Nachrichtenreporterin. Während sie ihn besucht, entdeckt sie in seinem provisorischen Militärzelt ein geheimes Band über die Herkunft des Monsters und übergibt es den Medien. Sie hofft, dass ihr Bericht im Fernsehen gezeigt wird, um ihre Karriere anzukurbeln, was allerdings nicht förderlich ist für das neue Aufleben der Liebe zwischen den beiden...







Dieser Drehbucheinfall ist eher etwas absurd und hätte auch weggelassen werden können. Aber 133 Minuten Laufzeit müssen gefüllt werden. Aber dadurch wird das Ganze auch etwas plump und mindert die Spannung. Gut gelungen ist die Optik des Monsters. Emmerich ist zwar ein deutscher Regisseur in den USA, aber vielleicht sogar der amerikanischste Regisseur seiner Wahlheimat. Der Film ist in technischer Hinsicht gut gelungen, ist jedoch irgendwie seelenlos und ein weiterer negativer Unterschied zu den japanischen Verwandten ist die Art der Bekämpfung des Monsters. Während in den japanischen Filmen etwas mehr Realismus herrscht, auch Evakuierungen und bürokratische Hürden und Verantwortung zu thematisieren, wird bei Emmerich einfach drauf los geballert: Torpedos im HudsonRiver und Raketen werden wahllos auf Manhattan abgeworfen "Oops...war das nicht gerade noch das Crysler Gebäude ?" Die Frage lautet am Ende: Sind die ehrfurchtgebietenden Kreatureneffekte und tosenden Schlachtszenen beeindruckend genug, um die naive Story, die ungenaue Wissenschaft und die grundlegende Unglaubwürdigkeit vergessen zu lassen? Inspirierend und wegweisend war jedoch diese Produktion, denn die Optik ersetzt weitestgehend den Dialog. Beinahe wieder eine Hinwendung an den Stummfilm, wenn nicht die lauten und nicht enden wollenden Geräusche wären, die die katastrophe begleiten. Die später folgenden Marvel Comics sind jedenfalls mit dem Emmerich Film verwandt. In Deutschland besuchten 3 Millionen Zuschauer das Kino im Jahr 1998, womit er ganz knapp die Top 10 des Jahres verpasste. Er erhielt aber den Publikumspreis beim Europäischen Filmpreis. 








Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.