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Donnerstag, 26. März 2026

Hexen hexen










Regie: Nicholas Roeg

Die Hexen sind unter uns..

Die Horror-Fantasykomödie "Hexen hexen" (Originaltitel: The Witches) aus dem Jahr 1990 bescherte dem Regisseur Nicholas Roeg ein überraschendes Comeback. Roeg wurde in den 70er Jahren international durch die Filme "Walkabout", "Wenn die Gondeln Trauer tragen" und "Der Mann, der vom Himmel fiel" bekannt und hatte danach eine längere Durststrecke, die Erfolge konnte er nicht mehr wiederholen. "Hexen Hexen" spielte immerhin fast 16 Millionen Dollar ein und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Roald Ahl aus dem Jahr 1983.  Die Handlung dreht sich um böse Hexen, die sich als gewöhnliche Frauen tarnen, und folgt einem Jungen und seiner Großmutter, die einen Weg finden müssen, ihre Pläne zu vereiteln, Kinder in Mäuse zu verwandeln. Es ist das letzte Filmprojekt, an dem der ausführende Produzent Jim Henson vor seinem Tod mitwirkte. Jim Henson Productions war Koproduzent des Films, und Jim Hensons Creature Shop entwarf und baute die Prothesen für die Hexen sowie die animatronischen Ratten und Mäuse, die anstelle von echten Mäusen verwendet wurden. Die Dreharbeiten fanden von April bis August 1988 in Norwegen und England statt. Während eines Urlaubs bei seiner Großmutter Helga (Mai Zetterling) in Norwegen wird der achtjährige amerikanische Junge Luke Eveshim (Jasen Fisher) von Ihr vor Hexen gewarnt, weiblichen Dämonen, die Kinder hassen und sie mit verschiedenen Methoden zerstören oder verwandeln. Helga erzählt Luke, dass echte Hexen, anders als gewöhnliche Frauen, Krallen statt Fingernägel haben, die sie unter Handschuhen verbergen, kahle Köpfe, die sie mit Perücken bedecken, die ihnen Hautausschläge verursachen, quadratische Füße ohne Zehen, die sie unter bequemen Schuhen verstecken, violette Pupillen und einen ausgeprägten Geruchssinn, mit dem sie Kinder aufspüren. Für eine Hexe riechen saubere Kinder nach Hundekot; je schmutziger die Kinder, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie sie riecht. Helga erzählt die Geschichte ihrer Freundin Erica (Elsie Eide) aus Kindertagen, die einer Hexe zum Opfer fiel, die ihr gegenüber wohnte, und verflucht wurde, den Rest ihres Lebens in einem Gemälde gefangen zu verbringen, allmählich zu altern und ihre Position auf der Leinwand zu verändern, bis sie schließlich einige Jahre früher verschwand. Nachdem Lukes Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen, wird Helga seine Vormundin und sie ziehen nach England. Als Luke draußen in einem Baumhaus spielt, wird er von einer Frau (Anne Lambton) angesprochen, die er für eine Hexe hält. Sie versucht, ihn mit einer Schlange und einem Schokoriegel anzulocken. Er sucht Schutz im Baumhaus, und die Hexe verschwindet. Er hatte zuvor von einem Freund gehört, der kürzlich eine Frau mit violetten Augen gesehen hatte. An Lukes neuntem Geburtstag erkrankt Helga an Diabetes. Ihr Arzt rät ihnen, den Sommer am Meer zu verbringen. Im Hotel Excelsior in Bournemouth lernt Luke den verfressenen, aber freundlichen Jungen Bruno Jenkins (Charlie Potter) kennen und freundet sich mit ihm an. Luke verärgert unbeabsichtigt den Hotelmanager, Mr. Stringer (Rowan Atkinson) nachdem seine Hausmäuse dessen Freundin, das Zimmermädchen, erschreckt haben. Im Hotel findet außerdem ein Hexentreffen statt, bei dem sich die Mitglieder der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Children (RSPCC) tarnen. Die Oberhexe (Anjelica Huston9,  die allmächtige Anführerin der Hexen der Welt, nimmt unter dem Namen Eva Ernst teil. Luke versteckt sich im Ballsaal und belauscht das Treffen der Hexen. Die Oberhexe enthüllt ihre neueste Kreation: einen Zaubertrank, der alle Kinder der Welt in Mäuse verwandelt. Dieser soll in Süßwarenläden und Konditoreien verwendet werden, die mit Geld der Oberhexe verkauft werden können. Bruno, dem der Trank zuvor verabreicht wurde, wird in den Saal gelockt, verwandelt sich in eine Maus und flieht. Luke wird entdeckt und rennt nach einer Verfolgungsjagd zu Helga in ihr Zimmer, findet sie aber in einem durch Diabetes verursachten Schwindelanfall vor. Die Oberhexe fängt Luke und bringt ihn zurück in den Ballsaal, wo er gezwungen wird, den Trank zu trinken und sich in eine Maus zu verwandeln, bevor er fliehen kann. Er findet Bruno und trifft Helga wieder, die sich inzwischen erholt hat. Luke, nun eine Maus, schmiedet einen Plan, um die Hexen zu besiegen. Er schleicht sich in das Zimmer der Oberhexe, um eine Flasche des Zaubertranks zu stehlen und ihn in die Kressesuppe für die besondere RSPCC-Feier zu mischen. Luke und Helga versuchen, Bruno zu seinen Eltern (Bill Paterson und Brenda Blethyn) zu bringen, doch diese glauben ihm nicht und fürchten sich vor der Maus.Luke gelingt es gerade noch so, die Formel zu ergattern, und er schleicht sich in die Küche, wo er sie in die Kressesuppe fallen lässt. Als die Hexen das Bankett betreten, kündigt Miss Susan Irvine (Jane Horrocks), die langjährige und schlecht behandelte Assistentin der Oberhexe, nachdem sie von der Feier ausgeschlossen wurde. Beim Abendessen bestellt Mr. Jenkins die Suppe, doch Helga hält ihn davon ab, sie zu essen. Mr. und Mrs. Jenkins erkennen schließlich, was die Hexen mit Bruno gemacht haben, als er sich zu Wort meldet. Die Formel verwandelt alle Hexen in Mäuse, und die Angestellten und Hotelgäste helfen mit, sie zu töten. So wird England unwissentlich von seinen Hexen befreit – bis auf Miss Irvine, die später völlig schockiert auftaucht.Helga fängt die Oberhexe unter einem Wasserkrug ein und überlässt es Mr. Stringer, sie mit einem Hackbeil zu töten. Anschließend bringt sie Bruno zu seinen verdutzten Eltern zurück. Luke und Helga kehren nach Hause zurück, wo der Koffer der Oberhexe mit Geld und einem Adressbuch aller Hexen der Vereinigten Staaten angeliefert wird. So können sie eine Operation planen, um alle Hexen in den USA auszulöschen.In der Nacht fährt Miss Irvine, die sich nun zu einer guten Hexe gewandelt hat, zu Luke und Helga und verwandelt Luke zurück in einen Menschen. Auch seine Haustiere, die zwei Mäuse und seine Brille, gibt sie ihm zurück. Sie fährt los, um Bruno zu besuchen, während Luke und Helga zum Abschied winken....









Unvergesslich bleibt Anjelica Huston mit irher herrlich boshaften Darstellung der Oberhexe. 
Der Film ist witzig, trotz eines düsteren Einschlags. Autor Dahl selbst fand zwar die Darstellung von Anjelica Huston tadellos, aber er war verärgert, weil die Filmleute sich für einen Schluß entschieden, der im Buch ganz anders war. 












Bewertung: 8von 10 Punkten. 

Sonntag, 12. Oktober 2025

Der Todesschrei der Hexe


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Gordon Hessler

Der Fluch der Hexensekte...

Gordon Hessler ist der Regisseur des 1970 entstandenen Horrorfilms "Todesschrei der Hexen" (Original: Cry of the Banshee) Er wurde von American International Pictures veröffentlicht. Das Drehbuch stammt von Tim Kelly und Christopher Wicking. Trotz des Slogans „EDGAR Allan Poe erkundet neue Tiefen des Terrors!“ hat der Film keinerlei Bezug zu Poes Werk, abgesehen von einem fünf Zeilen umfassenden Zitat aus seinem Gedicht „Die Glocken“ von 1849 vor dem Vorspann. Der Vorspann wurde von Terry Gilliam animiert. "Todesschrei der Hexen" gehört neben "Im Todesgriff der roten Maske", "Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse" und "Mord in der Rue Morgue" zu Gordon Hesslers Horrorfilmquartett, dass er in der Zeit von 1969 und 1971 inszenierte.Die Geschichte spielt im elisabethanischen England. Lord Edward Whitman (der unvergleichliche Vincent Price), ein bösartiger Richter, leitet den Prozess gegen eine junge Frau. Er befindet, dass sie eine Hexe ist, lässt sie brandmarken, durch die Straßen peitschen und anschließend in den Dorfblock stecken. In dieser Nacht gibt Whitman ein Festmahl in seinem Haus, während seine Schergen die Gegend nach Schafsmördern absuchen. Zwei arme Teenager werden in die Halle gezerrt. Ein wolfsähnliches Heulen von außerhalb der Mauern warnt, dass sie möglicherweise "vom Teufel gezeichnet“ seien. Beide werden in einem darauffolgenden Kampf getötet. Whitmans Frau, Lady Patricia (Essy Person), beschimpft Whitman dafür als Mörder. Als Whitmans ältester Sohn Sean (Stephen Chase) Lady Patricia vergewaltigt, beschließt Whitman, die Hexen in der Gegend "auszumerzen“. Mit Seans Hilfe macht sich Whitman in den Bergen auf Hexenjagd. Seine bewaffnete Truppe löst einen offenbar als Hexen-Schwarzer Sabbath geplanten Festakt auf. Er tötet mehrere von ihnen und befiehlt den übrigen, sich in die Berge zu zerstreuen und nie wieder zurückzukehren. Dies erzürnt die Anführerin des Zirkels, Oona (Elisabeth Bergner). Um sich an der Familie Whitman zu rächen, beschwört Oona einen dämonischen Geist, um die Familie zu vernichten. Unglücklicherweise ergreift der Geist Besitz von dem treuen Diener Roderick (Patrick Mower(, in den Whitmans Tochter  Maureen (Hilary Heath) seit Jahren verliebt ist. Roderick beginnt, systematisch Mitglieder der Familie Whitman zu töten, darunter Sean und Lady Patricia. Schließlich finden Harry (Carl Rigg), Whitmans Sohn aus Cambridge, und ein Priester namens Pater Tom (Marshall Jones) Oona und ihren Zirkel, die den Tod von Maureen heraufbeschwören. Sie töten Oona und ihren Zirkel, und Roderick, der Maureen angegriffen hatte, bricht ab und lässt sie zurück. Er kehrt jedoch bald zurück und greift Whitman an. Maureen schießt dem Dämon in den Kopf und tötet ihn scheinbar. Hocherfreut darüber, dass der Fluch vorüber ist, plant Whitman, das Haus mit seinen verbliebenen Kindern mit der Kutsche zu verlassen. Unterwegs hält er am Friedhof, um sich zu vergewissern, dass Roderick tot ist. Zu seinem Entsetzen findet er den Sarg leer vor. Schockiert eilt Whitman zurück zur Kutsche. Im Inneren findet er Maureen und Harry tot vor. Es stellt sich heraus, dass sein Kutscher, Bully Boy (Andrew McCulloch), von Roderick, der jetzt die Kutsche fährt, getötet wurde. Der Film endet damit, dass Whitman entsetzt den Namen seines Kutschers schreit, während die Kutsche in unbekannte Richtung fährt....









Als Leichenbestatter ist Oscarpreisträger Hugh Griffith zu sehen. Hexerei gegen das Establishment im England des 16. Jahrhunderts heißt das interessante Thema des Films, dass vielleicht in einigen Szenen zu reißerisch und vielleicht zu plump dargeboten wird. Die Kameraarbeit des Kanadiers John Coquillon, der nach der Zusammenarbeit mit Gordon Hessler auch an mehreren Filmen von Sam Peckinpah beteiligt war, wirkt rastlos und energiegeladen. Ruhe kehrt nicht wirklich ein. Viele unheimliche Szenen und eine adäquate Besetzung machen diesen Film zu einer höchst akzeptablen Horrorunterhaltung. Die Verlegung der Geschichte in die dunkleren Zeitalter bietet den Vorteil authentischer Kostüme und natürlich einer möglichst glaubwürdigen, abergläubischen Atmosphäre. Die satanischen Eskapaden sind mitunter sehr wirkungsvoll inszeniert, und das anschließende grausame "Massaker“ der Familie Wickham erhält durch die wirklich sehr fiese Art und Weise, wie mindestens zwei Familienmitglieder mutmaßliche Hexer mit Feuer und Folter verfolgen – und es offensichtlich genießen –, den Anschein eines gerechten Schicksals. Die Handlung ist leicht zu verfolgen, bewegt sich in einem guten Tempo und verteilt ihren Horror gut. Elisabeth Bergner war in der Stummfilmzeit eine gefragte Schauspielerin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialistin floh sie aus dem deutschen Reichsgebiet. Für ihre Darstellung in dem Film "Verlass mich niemals wieder" erhielt sie im Jahr 1936 sogar eine Oscar-Nominierung. 








 

 Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Samstag, 25. Dezember 2021

The Reckoning


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regie: Neil Marshall
 
Hexenjagd...
 
Der britische Filmregisseur Neil Marshall debütierte aussichtsreich mit dem Werworf-Film "Dog Soldiers" und bereits sein zweiter Film bestätigte diese Hoffnungen. "The Descent", die klaustrophobische Reise einer Höhlenexpedion einiger Extremsportlerinnen, wurde sehr schnell zu einem Klassiker des neuen Horrorfilms. Auch seine Verbeugung an den Sandalenfilm "Centurion" war durchweg gelungen. Leider wurde es nach diesen Filmen sehr still um ihn, Marshall war aber nicht untätig, sondern arbeitete fürs Fernsehen. Erst 2019 meldete er sich mit "Hellboy - Call of Darkness" beim Kinopublikum zurück. Ein Jahr später entstand "The Reckoning" - eine Art Auferstehung des Hexenjägerfilms, der in den 60er und 70er Jahre sehr beliebt war. Filme wie "Hexen bis aufs Blut gequält" von Adrian Hoven, "Die Hexenjagd" von Otokar Vavra oder "In den Krallen des Hexenjägers" von Piers Haggard liefen damals in den Kinos. Die beste Arbeit dieser Gattung lieferte der Brite Michael Reeves mit "Der Hexenjäger" ab. In diesem Horrorklassiker aus dem Jahr 1971 brilliert Vincent Price als Inquisitor Matthew Hopkins, der tatsächlich (von 1620 bis 1647) lebte.
"Reckoning" erinnert an diese Filme. Die Geschichte spielt im Jahr 1965. England wird von der Pest heimgesucht und die Hexenverfolgungen sind in vollem Gange. Der junge Farmer Joe (Joe Anderson) lebt mit seiner Frau Grace (Charlotte Kirk) auf einer gepachteten Farm. Die beiden haben eine kleine Tochter und das Landleben erfüllt das Paar mit einer großen Zufriedenheit. Doch es ist sehr schwer in diesen Zeiten das Geld für die jährliche Pacht aufzubringen. Squire Pendleton (Steven Waddington) begeht die schöne Grace und er würde dem Paar auch finanziell entgegenkommen, wenn Grace ihm gewisse Wünsche erfüllt. Bei einem Ritt in die Stadt infiziert sich Joe im Wirtshaus bei einem Pestkranken. Die ersten Anzeichen der tödlichen Ansteckung machen sich bereits zuhause bemerkbar. Da Joe Frau und Tochter nicht anstecken möchte, wählt er den Freitot und erhängt sich. Grace findet ihren toten Mann und begräbt ihn auf der Farm. Sein Tod wird zum Tagesgespräch im Ort und Pendleton wittert nun seine Chance bei Grace zu landen. Doch diese gibt ihm nicht nur einen Korb, sondern verjagt ihm mit Waffengewalt von der Farm, als er versucht sie zu vergewaltigen. Doch Pendleton schwört Rache und schwärzt Grace als Hexe an. Es dauert nicht lange und der berüchtigte Hexenjäger Moorcroft (Sean Pertwee) und dessen Foltergehilfin Ursula (Suzanne Magowan) sind vor Ort...




In Visionen wird Grace von Lucifer, gespielt von Ian Whyte, versucht. Aber immerhin findet die Frau einige Gehilfen wie den jungen Edwin (Callum Golden) und auch ihre beste Freundin Kate (Sarah Lambie) hält fest zu ihr. Marshall zeigt drastische Folterszenen und einige unappetitliche Tote. Zum einen blutspuckende Pestopfer, aber auch zertrümmerte Menschenschädel nach einem Unfall mit der Kutsche. Insgesamt ist "Reckoning" ein pessimistischer Film, der seinen Vorbildern sehr nahe kommt.



Bewertung: 7 von 10 Punkten.