Regie: Richard Kelly
Mein Freund Frank...
2001 startete Richard Kellys Mysteryfilm "Donnie Darko" in den US-Kinos & floppte - zumindest war das Einspielergebnis von ca. 7,5 Millionen Dollar im Vergleich zum hohen Budget von über 4 Millionen Dollar sehr enttäuschend. Doch rasend schnell wurde „Donnie Darko“ als Klassiker gehandelt und dies völliig verdient. Jake Gyllenhaal war gerade mal 20 Jahre alt und feierte mit der Rolle des Donnie den ersten großen Erfolg. Dieser Junge ist in psychiatrischer Behandlung und nimmt Psychopharmaka. Im Verlaufe des Films erlebt er immer bizarrer und furchterregender werdende Wahrnehmungen. So taucht wiederholt ein unbekannter, sehr stiller "Freund" namens Frank auf, der ihm im Hasenkostüm und mit einer Art Totenkopfmaske zerstörerische Aufträge erteilt. Am 2. Oktober 1988 wandelt der verstörte Teenager Donald „Donnie“ Darko (Jake Gyllenhaal), von einer mysteriösen Stimme geleitet, im Schlaf nach draußen. Dort trifft er auf eine Gestalt namens Frank (James Duval) in einem monströsen Hasenkostüm - da werden gleich Erinnerungen an Henry Kosters "Mein Freund Harvey" wach . aber dieser Frank ist viel düsterer als James Stewarts damaliger Riesenpookah . Frank prophezeit Donnie, dass die Welt in genau 28 Tagen untergehen wird. Am nächsten Morgen erwacht Donnie auf einem nahegelegenen Golfplatz und kehrt nach Hause zurück, wo er feststellt, dass ein Triebwerk eines Flugzeugs in sein Schlafzimmer gestürzt ist. Seine ältere Schwester Elizabeth (Maggie Gyllenhaal) teilt ihm mit, dass die FAA-Ermittler dessen Herkunft nicht kennen. In den folgenden Tagen hat Donnie immer wieder Visionen von Frank, und seine Eltern, Eddie (Holmes Osborne) und Rose (Mary McDonell) schicken ihn zu dem Psychotherapeuten Dr. Thurman (Katherine Ross). Thurman glaubt, Donnie sei von der Realität abgekoppelt und seine Visionen von Frank seien „Tageslichthalluzinationen“, Symptome einer paranoiden Schizophrenie. Frank fragt Donnie, ob er an Zeitreisen glaube, woraufhin Donnie seinen Physiklehrer, Dr. Kenneth Monnitoff (Noah Wyle) befragt. Monnitoff schenkt Donnie „Die Philosophie der Zeitreise“, ein Buch von Roberta Sparrow (Patience Cleveland), einer ehemaligen Naturwissenschaftslehrerin der Schule, die nun als scheinbar senile alte Frau außerhalb der Stadt lebt und von den Jugendlichen nur „Oma Tod“ genannt wird. Frank beginnt, Donnies Handlungen durch seine Schlafwandel-Episoden zu beeinflussen. So bringt er ihn beispielsweise dazu, seine Highschool zu überfluten, indem er eine Wasserleitung bricht – eine Tat, bei der Donnie beinahe erwischt wird. Später beginnt Donnie eine Beziehung mit Gretchen Ross (Jena Malone), die kürzlich mit ihrer Mutter unter neuer Identität in die Stadt gezogen ist, um ihrem gewalttätigen Stiefvater zu entkommen. Sportlehrerin Kitty Farmer (Beth Grant) beginnt, „Motivationslektionen“ nach dem Vorbild des lokalen Motivationstrainers Jim Cunningham (Patrick Swayzee) zu unterrichten. Donnie rebelliert dagegen, was zu Spannungen zwischen Kitty und Rose führt. Kitty organisiert einen Auftritt von Cunningham bei einer Schulversammlung, wo Donnie ihn beleidigt. Später findet er Cunninghams Brieftasche und Adresse. Gretchen und Donnie gehen ins Kino, wo Gretchen einschläft und Frank sich als Teenager mit einem blutenden, eingefallenen rechten Auge entpuppt. Frank überredet Donnie, Cunninghams Haus niederzubrennen, was dieser tut, während Gretchen im Theater ist. Die Feuerwehr entdeckt in den verkohlten Überresten eine große Menge Kinderpornografie. Cunningham wird verhaftet, und Kitty, die zu seinen Gunsten aussagen möchte, bittet Rose, sie als Begleitperson für die Tanzgruppe ihrer Töchter auf deren Reise nach Los Angeles zu vertreten. Während Rose in Los Angeles ist und Eddie geschäftlich unterwegs ist, veranstalten Donnie und Elizabeth eine Halloween-Kostümparty, um Elizabeths Zulassung zu Harvard zu feiern. Auf der Party taucht Gretchen auf, völlig aufgelöst, da ihre Mutter verschwunden ist. Sie und Donnie haben zum ersten Mal Sex. Als Donnie erkennt, dass Franks prophezeites Ende der Welt nur noch wenige Stunden entfernt ist, nimmt er Gretchen und zwei weitere Freunde mit zu der alten Frau Mrs. Sparrow...
War Donnie schizophren? Ist er womöglich ein übernatürlich begabter Avatar, auserwählt von unbekannten Mächten? Haben die Ereignisse des Films überhaupt stattgefunden? Solche Fragen trieben die Leute in die Kneipe, um darüber zu diskutieren, was zum Teufel sich Regisseur Richard Kelly dabei gedacht hatte. Die Geschichte eines Teenagers, der von einem fast zwei Meter großen, sprechenden Kaninchen vor dem Weltuntergang gewarnt wird, nachdem ein Triebwerk auf sein Haus gestürzt ist. Teils übernatürlicher Grusel, teils Teenagerdrama der 80er und teils philosophische Betrachtung der Wurmlochtheorie und der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. „Donnie Darko“ lässt sich nicht einfach kategorisieren, und da der damals 27-jährige Autor und Regisseur Richard Kelly seine komplexe Vision nicht dem Geschmack der Studios opfern wollte, hätte er sein Debüt beinahe im Kabelfernsehen veröffentlichen müssen. Zum Glück wurde dieses exquisite Stück Science-Fiction-Surrealismus vor dem Untergang im Direct-to-Video-Bereich bewahrt und entwickelte sich zu einem Kultfilm, der Jake Gyllenhaal gleichzeitig den Weg zum Starruhm ebnete. Zweifellos eine bizarre Mischung, aber Donnie Darko setzte neue Maßstäbe für unabhängiges Denken und revolutionierte das Teenager-Genre für das neue Jahrtausend. Ein absolutes Meisterwerk, wie ich finde. Drew Barrymore, die ebenfalls als die moderne Lehrerin Miss Pomery mitspielt, war eine der Produzenten dieses Films.


























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