Montag, 1. Juni 2026

Der Astronaut (Project Hail Mary)










Regie: Phil Lord und Christopher Miller

Das Projekt "Hail Mary"...

Der US-Science Fiction Film "Project Hail Mary" von Phil Lord und Christopher Miller inszeniert wurde, bekam in Deutschland den Kinotitel "Der Astronaut". Mehr als 1,5 Millionen Zuschauer hatte der Film in den deutschen Kinos und mit einem Einspielergebnis von 676 Millionen Dollar ist er (Stand Ende Mai 2026) nach "Super Mario Galaxy Movie" und "Michael" der bislang dritterfolgreichste Film des Jahres. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir, Drew Goddard schrieb das Drehbuch. Der Film erzählt die Geschichte von Ryland Grace, einem Lehrer, der an Bord eines interstellaren Raumschiffs erwacht und sich nicht erinnern kann, wie er dorthin gelangt ist.Die Vorproduktion begann bereits 2020, noch vor der Veröffentlichung von Weirs Roman. Goddard, der schon das Drehbuch für die Verfilmung von Weirs vorherigem Roman „Der Marsianer“ (2015) verfasst hatte, kehrte für diesen Film zurück. Die Dreharbeiten fanden im Laufe des Jahres 2024 in Großbritannien statt, sowohl an Originalschauplätzen als auch in eigens für den Film errichteten Kulissen. Alle Szenen an Bord des Raumschiffs Hail Mary wurden in einem eigens für den Film gebauten Set gedreht.Im Jahr 2032 erwacht Ryland Grace (Ryan Gosling, der den Film auch mit produzierte) auf einem interstellaren Raumschiff aus einem künstlichen Koma und leidet unter Amnesie. Er erfährt, dass er der einzige Überlebende der dreiköpfigen Besatzung eines Raumschiffs ist, das zum Tau-Ceti-System, 11,9 Lichtjahre von der Erde entfernt, gestartet war.In einer Reihe von Rückblenden kehren Graces Erinnerungen zurück. Er erinnert sich, dass er ein amerikanischer Mittelschullehrer für Naturwissenschaften und ehemaliger Molekularbiologe ist. Vor dem Start seines Raumschiffs beobachteten Wissenschaftler eine Infrarotlichtspur, die sogenannte „Petrova-Linie“, die sich von der Sonne bis zur Venus erstreckte, und entdeckten eine Substanz namens „Astrophage“, die sich auf der Sonnenoberfläche ausbreitete. Die Verdunkelung der Sonne wird innerhalb von dreißig Jahren eine katastrophale globale Abkühlung auf der Erde verursachen. Eine Probe wurde zur Erde gebracht. Grace erinnert sich, dass er von der Leiterin der Petrova-Taskforce, Eva Stratt (Sandra Hüller), für die Untersuchung der Probe rekrutiert wurde. Er erfährt, dass Astrophagen aus einzelligen Organismen bestehen, elektromagnetische Strahlung der Sonne absorbieren und diese zur Fortbewegung wieder abgeben können. Obwohl sie sich auf der Venus mithilfe des dortigen atmosphärischen Kohlendioxids vermehren könnten, lernt Grace, wie man sie auf der Erde züchtet.Grace erinnert sich auch an seine Teilnahme an Stratts Projekt Hail Mary, einer internationalen, risikoreichen bemannten Mission, die ein Raumschiff zu Tau Ceti schicken sollte, dem einzigen Stern in der Erdumgebung, der nicht von Astrophagen verdeckt wird. Grace hilft dabei, Astrophagen als Treibstoff für das Raumschiff zu züchten und die Forschungsaufgaben der Crew zu planen. Da ihr Raumschiff nur genug Treibstoff für eine einfache Reise mitführen konnte, sollte die Crew ihre Forschungsergebnisse mit Raumsonden zur Erde zurücksenden und dann im Weltraum sterben.Bei der Annäherung an Tau Ceti begegnet Grace einem außerirdischen Raumschiff, das an die Hail Mary andockt. Es besteht aus einer festen Form von Xenon, die Grace Xenonit nennt. Der Insasse des Raumschiffs ist ein felsenartiger, fünfbeiniger Außerirdischer von einem Planeten im 40-Eridani-A-System; Grace nennt ihn Rocky (im Original die Stimme von James Ortiz). Er schlussfolgert, dass Eridianer per Echoortung „sehen“ und entwickelt ein maschinelles Übersetzungssystem, um Rockys musikalische Sprache zu entschlüsseln. Rocky ist Maschinenbauingenieur und der einzige Überlebende einer Mission zur Eindämmung der Astrophyten. Da keiner von beiden in der Atmosphäre des anderen überleben kann, betritt Rocky die Hail Mary in einer unter Druck stehenden Xenonitkugel. Während Grace und Rocky zusammenarbeiten, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.Grace und Rocky entdecken, dass der Planet Tau Ceti e, den Grace „Adrian“ nennt, einen Organismus namens „Taumoeba“ beherbergt, der sich von Astrophyten ernährt und so dessen Population stark dezimiert. Als Rocky erfährt, dass Grace nicht zur Erde zurückkehren kann, lobt er ihren Mut und bietet ihr genug Astrophyten an, um die Hail Mary für die Rückkehr zur Erde aufzutanken. Der langlebige Rocky wird sechs Jahre später als geplant zur Erde zurückkehren. Grace erinnert sich, dass eine Astrogasexplosion den Wissenschaftler der ursprünglichen Crew und den Ersatzwissenschaftler getötet hat. Da keine Zeit blieb, einen Ersatz auszubilden, bat Stratt Grace, an der Selbstmordmission teilzunehmen. Grace lehnte ängstlich ab und argumentierte, er sei kein Astronaut.Während eines riskanten Manövers zur Gewinnung von Taumoeba aus der Atmosphäre von Adrian führt ein Treibstoffleck dazu, dass die Hail Mary unkontrolliert rotiert und Grace bewusstlos wird. Rocky befreit sich aus seiner Druckkugel und rettet Grace, wird dabei aber schwer verletzt. Während Rocky sich erholt, lernt Grace, wie man Taumoeba selektiv züchtet, um im Stickstoff der Venusatmosphäre zu überleben. Grace erinnert sich, dass Stratt ihn betäubt und an Bord des Raumschiffs gebracht hatte, und erkennt, dass er nicht mutig genug war, sich freiwillig zu melden. Rocky kommt wieder zu sich, und die beiden Freunde brechen zu ihren Heimatplaneten auf.Auf dem Weg zur Erde entdeckt Grace, dass sich die Taumoeba so entwickelt haben, dass sie aus ihren Xenonitbehältern entkommen und den Astrogastreibstoff der Hail Mary verbrauchen. Grace hält sie auf seinem Schiff unter Kontrolle, erkennt aber, dass Rockys aus Xenonit gefertigtes Schiff den Taumoeben erlauben würde, seinen gesamten Treibstoff zu verbrauchen, was ihn stranden und seine Welt dem Untergang weihen würde - Rocky würde auch qualvoll sterben. Grace beschließt, Rocky und die Eridianer zu retten, anstatt zur Erde zurückzukehren, und schickt Taumoeben mithilfe der Sonden zur Erde.Stratt empfängt die Taumoeben, um sich zu vermehren und die Astroplage aufzuhalten. Auf Erid, Rockys Heimatplaneten, trifft Rocky frühzeitig in Graces künstlichem Biodom ein und berichtet ihm, dass die eridischen Wissenschaftler alles daransetzen, dass Grace zur Erde zurückzukehren kann. Grace sagt, er werde darüber nachdenken. Er beginnt seinen Tag damit, wissbegierigen eridischen Kindern Naturwissenschaften beizubringen...








Ein schöner Science Fiction Film mit einer guten Botschaft. Freunde lässt man nicht im Stich - es ist eine wunderbare Verschmelzung von intelligenter Story und viel Herz. Ryan Goslings Darstellung ist sehr liebenswert, genauso wie der hilfsbereite Ausserirdische. Natürlich ist vieles in der Geschichte durch andere Genreverwandte nicht ganz neu, aber dieses Potpourri bekannter Versatzstücke ist perfekt zusammengesetzt, dass man sich dem Sog, den die Geschichte entwickelt, bald nicht mehr entziehen kann. 








Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

The Creator















Regie: Gareth Edwards

Jagd auf KI...

Gareth Edwards hat seit seinem Kinodebüt "Monsters" im Jahr 2010 weitere interessante und auch erfolgreiche Filme gedreht. 2014 kam sein "Godzilla" in die Kinos - es folgten die Blockbuster "Rogue One:  A Star Wars Story" und "Jurassic World: Die Wiedergeburt". Zwischen diesen beiden Erfolgsfilmen realisierte er mit einem Budget von ca. 80 Millionen Dollar den Science Fiction Film "The Creator". Das hohe Budget sieht man dem Film auch an, die Optik und die visuellen Effekte sind sehr gut gelungen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass "The Creator" für zwei Oscars (bester Ton, Beste Visuelle Effekte) nominiert wurde. Im Jahr 2055 zündet eine von der US-Regierung entwickelte künstliche Intelligenz einen Atomsprengkopf über Los Angeles, Kalifornien. Daraufhin gelobt der Großteil der westlichen Welt, KI zu eliminieren, um das Aussterben der Menschheit zu verhindern. Ihr Vorhaben stößt auf Widerstand in Neuasien, einer Region, die Ost-, Süd- und Südostasien umfasst und deren Bevölkerung weiterhin KI nutzt. Das US-Militär plant, „Nirmata“, die Hauptarchitektin hinter den KI-Fortschritten Neuasiens, mithilfe der USS NOMAD (North American Orbital Mobile Aerospace Defense), einer Raumstation, die zerstörerische Angriffe aus dem Orbit starten kann, zu eliminieren.Ein Jahrzehnt nach Los Angeles ist der US-Army-Sergeant Joshua Taylor (John David Washington) mit seiner schwangeren Frau Maya (Gemma Chan), die vermutlich Nirmatas Tochter ist, undercover in Neuasien im Einsatz. Taylor wird enttarnt, als ihr Haus von US-Streitkräften angegriffen wird, und Maya wird nach einem NOMAD-Angriff für tot gehalten. Fünf Jahre später wird Taylor, inzwischen Teil des Aufräumteams am Ground Zero, von General Andrews (Ralph Ineson) und Colonel Howell (Alison Janney) für eine Mission gegen „Alpha O“ rekrutiert, eine neue Waffe von Nirmata, die NOMAD zerstören könnte. Nachdem ihm Beweise für Mayas Überleben gezeigt wurden, willigt Taylor ein. Er infiltriert eine Anlage in Neu-Asia und entdeckt, dass die Waffe ein robotischer „Simulant“ in Gestalt eines jungen Mädchens (Madeleine Yuna Voyles) ist, das Technologie kontrollieren kann. Er gibt ihr den Namen „Alphie“, widersetzt sich Howell und sucht dessen ehemaligen Kommandanten Drew (Sturgil Simpson) auf.Drew erklärt, Alphie könnte die mächtigste Waffe der Menschheit sein. Bei einem Angriff der Polizei von Neu-Asia, die versucht, Alphie zu bergen, stirbt Drews Simulant-Freundin und Drew wird tödlich verwundet. Bevor er stirbt, gesteht Drew Taylor, dass der Grund für den Angriff des Militärs auf Taylors Haus vor fünf Jahren darin lag, dass sie herausgefunden hatten, dass Maya Nirmata ist, und dass sie ihm dies seither verschwiegen haben. Taylor und Alphie werden von den Streitkräften Neu-Asiatischer Armee unter der Führung von Harun (Ken Watanabe) gefangen genommen, einem Simulanten und ehemaligen Verbündeten Taylors aus dessen Zeit im Undercover-Einsatz. Harun behauptet, die Detonation in Los Angeles sei ein menschliches Versagen gewesen, das der KI angelastet werde, die lediglich friedlich mit der Menschheit zusammenleben wolle. Nachdem Taylor seinen Entführern entkommen ist, rettet er Alphie, während Howell das Dorf angreift....







"The Creator" ist etwas unkonventionell inszeniert, vielleicht weil das Drehbuch von ein paar Mängel aufweist.
Visuell beeindruckend und mit spektakulären Szenen gespickt, bietet „The Creator“ in seinen besten Szenen jedoch zeitgemäße, gut gespielte Science-Fiction, die im Moment überzeugt, auch wenn es ihr an Tiefgang mangelt. Natürlich ist KI auch das Thema der Stunde. Die Bilder sind beeindruckend und die Detailtiefe des Designs ist hervorragend gelungen. 
Die Roboter, deren Stil von logischen Weiterentwicklungen heutiger Modelle von Firmen wie Boston Dynamics bis hin zu den nicht ganz perfekten menschlichen Nachbildungen von A.I. (Artificial Intelligence) reicht, wirken nicht nur plausibel, sondern auch physisch präsent. "The Creator" erinnert teilweise an Alfonso Cuarons Klassiker "Children of Men". 







Bewertung:7 von 10 Punkten. 

Flucht in die Zukunft












Regie: Nicholas Meyer

Jagd auf Jack the Ripper...

Bis heute ist der 1960 entstandene Science Fiction Film "Die Zeitmaschine" von George Pal unvergeßlich. Er entstand nach dem Roman von H. G. Wells aus dem Jahr 1895. Der Film hielt sich zwar nicht ganz genau an die Vorlage, aber diese herrliche Zeitmaschine, dazu das viktorianisch Dekor...alles war so sehr detailverlievvt, dass es auch 1961 einen Oscar für die besten Spezialeffekte gab. Der 1979 von Nicholas Meyer (Zorn des Khan, Day After, Star Trek: Das unentdeckte Land) inszenierte Zeitreisefilm "Flucht in die Zukunft" (Originaltitel: Time after Time) übernahm dieses schöne Szenenbild und beginnt im London des Jahres 1893. Dort hat der populäre Schriftsteller H. G. Wells, gespielt von Malcolm McDowell, einige Gäste in sein Haus eingeladen und stellt diesen Dinnergästen eine neu erfundene Zeitmaschine vor, erklärt den Skeptikern ihre Funktionsweise - aber ihm wird genauso wenig geglaubt wie Rod Taylor als Wissenschaftler George im bereits zitierten Klassiker "Die Zeitmaschine".  Die Maschine in "Flucht in die Zukunft" sieht etwas anders aus und ihr zugehörig ist ein Rückkehrschlüssel, der die Maschine am Zielort des Reisenden hält. Wells Freund und Schachpartner John Leslie Stevenson (David Warner) hat sich verspätet. Wenig später tirfft auch noch die Scotland Yard ein, die das Haus durchsuchen wollen. Grund ist ein weiterer Mord von Jack the Ripper, der sich in irgendeines der Häuser geflüchtet hat. In Stevensons Tasche wird auch ein blutverschmierter Handschuh gefunden und er selbst ist aber verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Chirurg Stevenson der Serienkiller von Whitechapel ist. Später bemerkt Wells, dass auch seine Zeitmaschine verschwunden ist. Entstetzt schließt er daraus, dass der Mörder mit der Maschine in die Zukunft geflohen ist, wo er weiter morden kann. Stevenson entkam also  in die Zukunft, jedoch ohne den „Rückkehrschlüssel“, wodurch die Maschine automatisch im Jahr 1893 wieder auftaucht. Wells verfolgt Stevenson daraufhin bis zum 5. November 1979, wo die Maschine nun in einem Museum in San Francisco ausgestellt ist. Wells ist zutiefst schockiert von der Geschichte des 20. Jahrhunderts, geprägt von Krieg, Gier und Gewalt. Er war in die Zukunft gereist, in der Überzeugung, die Menschheit sei zu einer aufgeklärten, sozialistischen Utopie fähig. Zudem erfährt er von einer Reihe ungelöster Morde an Frauen.Da er mit seiner veralteten britischen Währung nicht mehr umgehen kann, tauscht Wells sie in US-Dollar um. Hungrig betritt er einen McDonald’s und ist gleichermaßen überrascht wie erfreut über das moderne Speiseangebot. In der Annahme, Stevenson müsse ebenfalls britisches Geld umtauschen, sucht Wells verschiedene Banken auf. Bei der Chartered Bank of London trifft er die Angestellte Amy Robbins (Mary Steenburgen), die Stevenson zum Hyatt Regency Hotel schickt. Von Wells angetan, gibt sie ihm ihre Karte mit den Worten, er solle sie anrufen.Als Wells Stevenson im Hotel aufsucht und zur Rede stellt, gesteht dieser, die moderne Gesellschaft sei angenehm gewalttätig: "Vor neunzig Jahren war ich ein Sonderling. Heute bin ich ein Amateur.“ Wells versucht Stevenson davon zu überzeugen, dass sie nicht ins Jahr 1979 gehören, doch dieser greift ihn an und versucht, den Schlüssel zu stehlen. Ein Dienstmädchen unterbricht den Kampf, und Stevenson flieht, wird aber bei der Verfolgungsjagd von einem Auto angefahren. Wells folgt ihm in die Notaufnahme, doch Stevenson kann verletzt entkommen. Das Krankenhaus, das keinen Ärger will, lügt Wells an und behauptet, er sei tot.Wells trifft Amy wieder, und sie beginnt eine Romanze. Stevenson kehrt zur Bank zurück und vermutet, dass Amy ihn zu ihm geführt hat. Er zwingt sie, ihm eine Nachricht zu geben, und findet später ihre Adresse heraus. Um die äußerst skeptische Amy von seiner Geschichte zu überzeugen, nimmt Wells sie drei Tage in die Zukunft mit. Amy ist entsetzt, als sie in einer Zeitungsschlagzeile liest, dass sie das fünfte Opfer des „San Francisco Rippers“ ist.Wells überzeugt sie, dass sie zurückreisen müssen, um den Mord am vierten Opfer und anschließend auch an Amy zu verhindern. Nach ihrer Rückkehr werden sie aufgehalten und können nur die Polizei verständigen. Als das vierte Opfer tot aufgefunden wird, wird Wells verhaftet und des Verbrechens angeklagt. Amy ist allein und Stevenson schutzlos ausgeliefert....








Meyers Film ist eine amüsante Zeitreise - allerdings hat sie in der Mitte einige Längen. Ddnnoch ist der Unterhaltungswert dieses kleinen und entzückenden Science Fiction Märchen recht hoch. 
Nicholas Meyer hat das viktorianische England und das zeitgenössische Amerika in einer cleveren Geschichte gekonnt gegenübergestellt, die dank der Kompetenz ihrer Darsteller unwiderstehlich ist.






Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Montag, 13. April 2026

Schlacht um den Planet der Affen











Regie: J. Lee Thompson

Von Affen und Menschen...

Ursprünglich wurde der Drehbuchautor Paul Dehn, der bereits die Drehbücher für alle vorherigen Fortsetzungen verfasst hatte, mit der Erstellung eines Treatments für den fünften Film der "Planet of the Apes" Reihe beauftragt. Aus gesundheitlichen Gründen zog sich Dehn jedoch vor Fertigstellung des Drehbuchs aus dem Projekt zurück. Die Drehbuchautoren John William Corrington und Joyce Hooper Corrington wurden nach dem Erfolg ihres Films "Der Omega-Mann“ engagiert. Auch Regisseur J. Lee Thompson war beim fünften Teil "Schlacht um den Planet der Affen" wieder dabei. Mit einem Einspielergebnis von fast 9 Millionen Dollar konnte man zufrieden sein - mit dem Ergebnis eher nicht, es ist einer der schwächsten "Planet der Affen" Filme überhaupt. Der Orang-Utan-Gesetzgeber (John Huston) erklärt in „Nordamerika – 2670 n. Chr.“ einem unsichtbaren Publikum einige Schlüsselereignisse der Geschichte von Affen und Menschen im späten 20. Jahrhundert und springt dann zur Geschichte des Schimpansen Caesar (Roddy McDowall)  im frühen 21. Jahrhundert, Jahre nachdem ein globaler Atomkrieg die menschliche Zivilisation zerstört hat. Caesar lebt mit seiner Frau Lisa (Natalie Trundy) und seinem Sohn Cornelius (Bobby Porter) zusammen und gründet eine neue Gesellschaft, während er versucht, Frieden zwischen den Affen und den verbliebenen Menschen zu stiften. Caesar steht im Konflikt mit einem aggressiven Gorilla-General namens Aldo (Claude Akins), der die Menschen, die frei in der Affenstadt umherstreifen und niedere Arbeiten verrichten, einsperren will. Nachdem Caesar Aldos Anhänger besänftigt hat, die den menschlichen Lehrer Abe (Noah Keen) angegriffen hatten, weil dieser „Nein“ zu den Affen gesagt hatte, fragt er sich, ob seine eigenen Eltern ihm hätten beibringen können, wie man die Dinge zum Besseren wendet. MacDonald (Austin Stoker), Caesars menschlicher Assistent, enthüllt Caesar, dass sein älterer Bruder ihm von Archivaufnahmen von Cornelius und Zira in den unterirdischen, nun radioaktiven Ruinen der sogenannten Verbotenen Stadt aus dem letzten Film erzählt hat. Caesar reist mit MacDonald und seinem Orang-Utan-Berater Virgil (Paul Willliams) in die Verbotene Stadt, um die Archive zu finden.Es stellt sich heraus, dass mutierte und strahlengeschädigte Menschen in der Stadt unter dem Kommando von Gouverneur Kolp (Severn Darden) leben, dem Mann, der Caesar einst gefangen genommen hatte. Caesar und seine Begleiter sehen sich die Aufnahmen seiner Eltern an und erfahren so von der Zukunft und der bevorstehenden Zerstörung der Erde, bevor sie zur Flucht gezwungen werden, als Kolps Soldaten Jagd auf sie machen. Aus Angst, die mutierten Menschen könnten die Affenstadt angreifen, berichtet Caesar von seinen Entdeckungen....






Ohne brillante Ideen und visuell lediglich durchschnittlich wird "Die Schlacht um den Planeten der Affen" zum vorläufigen Ende der erfolgreichen Kinoserie. Erst Tim Burton hatte einige Jahrzehnte später den Mut eine Neuverfilmung zu schaffen.
Immerhin bekam der vor allem ab den 50ern vielbeschäftigte Nebendarsteller Claude Akins mit seiner Rolle als Gorilla Aldo die Chance einen sehr guten Bösewicht darzustellen. 







Bewertung: 5,5 von 10 Punkten.