Donnerstag, 29. Januar 2026

Upgrade











Regie: Leigh Whannell

Chip im Körper...

Leigh Whannell ist der Regisseur der Filme "Insidious 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang", "Upgrade", "Der Unsichtbare" und "Wolf Man". Ausserdem ist er als Drehbuchautor und Darsteller sehr aktiv und gefragt. Er schrieb das Drehbuch zu James Wans Thriller "Saw", in dem er auch dier Rolle des Adam, eines der Hauptcharaktere des Films, übernahm. Er erdachte auch mit John Kramer alias Jigsaw den zentralen Bösewicht der Filmserie. Auch die Drehbücher zu den Filmen Dead Silence" und "Insidious" stammen aus seiner Feder.  Der 2018 realisierte "Upgrade" ist ein Cyberpunk-Action-Horrorfilm, er handelt von einem Mann, dem nach einem Überfall, der ihn lähmte, ein Chip implantiert wird, der es ihm ermöglicht, seinen Körper zu kontrollieren. Der Film spielte bei einem Budget von 3 Millionen US-Dollar 17 Millionen US-Dollar ein und erhielt positive Kritiken. Kritiker bezeichneten ihn als eine Mischung aus "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" und Death Wish-Rachefant. Im Jahr 2046 lebt der Automechaniker Grey Trace (Logan Marshall-Green) mit seiner Frau Asha (Melanie Vallejo) zusammen, die für Cobalt arbeitet, eines der Unternehmen, die an der Entwicklung von Mensch-Computer-Schnittstellen mitwirken. Grey bittet Asha, ihm zu helfen, einen generalüberholten Wagen zu seinem Kunden Eron Keen (Harrison Gilbertson), einem renommierten Technologieinnovator, zurückzubringen. Bei einem Besuch in Erons Haus enthüllt dieser seine neueste Entwicklung: einen Chip namens STAMM, der die motorischen Funktionen eines Menschen steuern kann. Auf dem Rückweg nach Hause hat Greys und Ashas selbstfahrendes Auto eine Fehlfunktion und verunglückt. Vier Männer töten Asha und schießen Grey in den Hals, wodurch sein Rückenmark durchtrennt wird. Monate später kehrt Grey als querschnittsgelähmter Rollstuhlfahrer nach Hause zurück, betreut von seiner Mutter Pamela (Linda Cropper). Ashas Tod und die Tatsache, dass Detective Cortez (Betty Gabriel) die Angreifer nicht identifizieren kann, stürzen Grey in eine tiefe Depression. Nach einem Selbstmordversuch wird er von Eron besucht, der ihn überzeugt, sich ein STAMM-Implantat einsetzen zu lassen. Grey erlangt die Kontrolle über seine Gliedmaßen zurück, und Eron lässt ihn eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen, die ihn verpflichtet, seine Lähmung vorzutäuschen. Während er sich die Drohnenaufnahmen des Mordes an seiner Frau ansieht, hört Grey STAMM in seinem Kopf sprechen. STAMM verspricht ihm Rache und identifiziert anhand des Videos schnell einen der Angreifer, Serk Brantner (Richard Cawthorne). Grey bricht in Serks Haus ein und findet Beweise dafür, dass Serk durch ein geheimes Militärexperiment "aufgerüstet“ wurde. Außerdem entdeckt er Verbindungen zu einer Bar namens "Old Bones“. Serk taucht auf und greift Grey an, doch STAMM überzeugt ihn, die Kontrolle über seinen Körper vorübergehend abzugeben. So kann STAMM Grey in eine tödlich effiziente Kampfmaschine verwandeln und Serk mühelos töten. Später sieht Cortez Drohnenaufnahmen von Greys Rollstuhl, der sich Serks Haus nähert. Greys vermeintliche Lähmung schließt ihn jedoch als Verdächtigen aus. Eron hat STAMMs Bewegungen verfolgt und tadelt Grey für seine Selbstjustiz. Grey enthüllt, dass STAMM mit ihm spricht, was Eron überrascht. Dieser fordert Grey daraufhin auf, seine Ermittlungen einzustellen. Grey begibt sich zum Old Bones und findet dort Tolan (Christopher Kirby), einen weiteren der Angreifer. Er lässt sich von STAMM zu Tode foltern und erfährt dabei den Namen des Anführers der Angreifer, Fisk (Benedikt Hardie)....








Im Grunde ein schmuddeliger Science Fiction Trash Movie, wie sie heute nicht mehr gedreht werden, aber wie sie in den 80er Jahren sehr beliebt waren und Klassiker wie "Robocop" oder "Terminator" hervorbrachte. Versehen mit einem satirischen Unterton, die der Realität aber vielleicht sogar gefährlich nahe kommt. Harrison Gilbertson spielt den Technologieunternehmer, der den Traum lebt die ganze Welt beherrschen zu können. 









Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Conjuring 4 - Das letzte Kapitel


Regie: Michael Chaves

Dämonen in Pennsylvania...

Optisch ist "Conjuring - Last Rites" aus dem Jahr 2025 sehr gelungen. Die Bildkompositionen von Kameramann Eli Born wirken etwas nostalgisch, Regie führte Michael Chaves, somit kein Unbekannter im "Conjuring" Kosmos, denn er inszenierte zuvor "Lloronas Fluch", "Conjuring 3 - Im Bann des Teufels" und "The Nun 2". Das Einspielergebnis von 494,7 Millionen Dollar war das bisher beste aller Filme der Serie. Und auch wenn der Titel" Das letzte Kapitel" ein Ende der Reihe suggeriert ist das Prequel "The Conjuring: The First Communion" bereits für 2027 geplant. Alles begann 2013 als "The Conjuring" ein riesiger Hit an den Kinokassen wurde - Regisseur des Erstlings war James Wan. Teil 1 und auch Teil 2 spielten mit ca. 321 Millionen Dollar in etwa gleich viel Geld ein. Lediglich Teil 3 liegt mit 206 Millionen Dollar etwas darunter.  1964 untersuchen Ed Warren(Orion Smith, später Patrick Wilson) und seine schwangere Frau Lorraine (Madison Lawlor, später Vera Farmiga) einen Spukfall um einen antiken Spiegel in einem Kuriositätenladen. Lorraine bricht zusammen, als sie eine Vision von einem Wesen und ihrem ungeborenen Kind hat, und die Wehen setzen ein. Ed bringt Lorraine eilig ins Krankenhaus, doch das Baby ist tot. Lorraines Gebete erwecken das Kind nach einer Minute, die ewig dauert, jedoch wieder zum Leben. Die Warren nennen sie Judy. Zweiundzwanzig Jahre später zieht die Familie Smurl nach West Pittston, Pennsylvania. Jack (Elliot Cowan) und Janet Smurl (Rebecca Calder) leben dort mit Jacks Eltern Mary und John sowie deren vier Töchtern: Dawn, Heather und den Zwillingen Carin und Shannon und ihrem Hund Simon. Zur Konfirmation schenkt John Heather (Kila Lord Cassidy) den antiken Spiegel. Während des Abendessens stürzt plötzlich eine Küchenlampe von der Decke und verfehlt Heather nur knapp. Aufgrund von Eds sich verschlechterndem Herzleiden geben die Warrens ihre Ermittlungen auf, halten aber weiterhin Vorträge, die nur noch spärlich besucht werden. Beim Abendessen erleidet Judy (Mia Tomlinson, als kleines Mädchen wird sie von Emmy Nolan gespielt), die zunehmend paranormale Visionen hat, einen Anfall und gerät in Panik. Lorraine beruhigt sie mit einem Reim aus Judys Kindheit und erinnert sie daran, sich stets vom Übernatürlichen abzuschotten. Dawn und Heather versuchen, den Spiegel zu beseitigen, doch die Familie wird weiterhin von drei Wesen terrorisiert: einer älteren Frau, einer jüngeren Frau und einem Mann mit einer Axt. Erschöpft wendet sich die Familie an die Presse, in der Hoffnung, Hilfe zu finden, was das Interesse von Pater Gordon (Steve Coulter) weckt. Judys Freund Tony (Ben Hardy) macht ihr auf Eds Geburtstagsfeier einen Heiratsantrag, den sie annimmt. Da Pater Gordon die Hilfe der Warrens nicht erhält, wendet er sich an das Bistum Scranton, um Hilfe für die Smurls zu suchen. Dort greift ihn der Dämon an und treibt ihn in den Selbstmord. Auf Pater Gordons Beerdigung erfährt Judy in einer Vision, dass er bei den Ermittlungen zum Spuk der Smurls ums Leben kam. Sie reist heimlich nach Pennsylvania, um Nachforschungen anzustellen, und Lorraine hat eine Vision, die sie vor Judy warnt. Ed, Lorraine und Tony gelangen zu den Smurls, und Judy überzeugt ihre widerwilligen Eltern der gestressten Familie zu helfen. Lorraine entdeckt, dass die drei Geister von einem Ehemann stammen, der seine Frau und deren Mutter getötet hat, aber übergeordnet von einem Dämon kontrolliert werden. Der Dämon lockt Judy auf den Dachboden, wo sie angegriffen wird und die Treppe hinunterstürzt. Ed und Lorraine entdecken den Spiegel und erkennen, dass es sich um den Dämon aus ihrer ersten Untersuchung im Jahr 1964 handelt. Überzeugt, dass der Dämon Jagd auf Judy macht, beschließen sie, den Spiegel mit nach Hause zu nehmen, um ihn einzusperren. Judy wird plötzlich krank, als Ed, Jack und Tony versuchen, den Spiegel aus dem Haus zu entfernen, doch der Dämon ist sehr stark...








Optisch und ästhetisch ist dieser vierte Teil eine gewisse Rückkehr zu Wans ersten Conjuring Grusler.  Leider setzten die Macher aber zu sehr auf das vorhersehbare Gruselchaos mit abgestandenen Schreckmomenten, in denen dem Regisseur nicht so sehr gelingt etwas Frische oder Abwechslung in die Handlung zu bringen.









Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Samstag, 3. Januar 2026

The Long Walk - Der Todesmarsch










Regie: Francis Lawrence

50 Jungs, 49 Tote...

"The Long Walk“ ist ein US-amerikanischer dystopischer Survival-Thriller aus dem Jahr 2025, bei dem Francis Lawrence Regie führte und auch als Produzent fungierte. Das Drehbuch stammt von J.T. Mollner. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King (unter seinem Pseudonym Richard Bachman) aus dem Jahr 1979.  Angesiedelt in einer dystopischen Welt begleitet der Film fünfzig Jungs bei einem jährlich im Fernsehen übertragenen Wettlauf, einem sogenannten "Long Walk“, der die Zuschauer inspirieren soll. Jeder Junge muss tagelang ununterbrochen ein Tempo von 4,8 km/h (drei Meilen pro Stunde) durchhalten. Wer dies nach drei Warnungen nicht schafft, stirbt. Der Junge, der am längsten durchhält, gewinnt ein hohes Preisgeld und darf sich einen Wunsch erfüllen. Damit steht Lawrences Film in naher Verwandtschaft zu "Die Tribute von Panem" oder "The Purge"  Die Vereinigten Staaten sind nach einem verheerenden Bürgerkrieg ein totalitäres Militärregime geworden. Dieses Regime hat den jährlichen "Langen Marsch“ ins Leben gerufen, der Patriotismus und Arbeitsethos unter den Armen wecken soll, während sich das Land in einer schweren Wirtschaftskrise befindet. Fünfzig jugendliche Jungen, je einer aus jedem Bundesstaat, werden per Zufall ausgewählt, mit Wasser und Verpflegung ausgestattet und müssen Hunderte von Kilometern ohne Pause zurücklegen, begleitet von bewaffneten Soldaten, die die Veranstaltung auch im Fernsehen übertragen. Wer langsamer als 4,8 km/h läuft oder stehen bleibt, erhält bis zu drei Warnungen, bevor er hingerichtet wird. Der Marsch endet, sobald nur noch ein Überlebender übrig ist. Dieser erhält ein hohes Preisgeld und darf sich einen Wunsch erfüllen. Obwohl die Teilnahme formal freiwillig ist, melden sich fast alle teilnahmeberechtigten jungen Männer jedes Jahr an, in der Hoffnung, das Leben ihrer Familien zu verbessern. Raymond „Ray“ Garraty (Cooper Hoffman), der diesjährige Teilnehmer aus Maine, wird von seiner Mutter Ginnie (Judy Greer) zum Startpunkt nahe der Grenze zwischen Maine und Kanada gefahren. Sie fleht ihn an, seine Teilnahme abzusagen, obwohl die Frist dafür bereits abgelaufen ist. Ray weigert sich und trifft die anderen Teilnehmer, darunter Peter „Pete“ McVries (David Jonsson), Billy Stebbins (Garret Wareign), Arthur „Art“ Baker (Tut Nyot), Collie Parker (Joshua Odjick) Gary Barkovitch (Charlie Plummer), Hank Olson (Ben Wang) und Richard Harkness (Jordan Gonzalez). Der Major (Mark Hamill), ein mysteriöser Offizier, der die Todesschwadronen des Regimes befehligt, eröffnet den Marsch und grüßt die Jungen immer wieder, während sie gen Süden ziehen. Am ersten Tag lernt Ray die anderen Beißer kennen und freundet sich mit Pete an. Ein Junge namens Curley (Roman Griffin Davis) stirbt als Erster, nachdem er einen Wadenkrampf erleidet. Barkovitch wird von der Gruppe gemieden, weil er einen anderen Beißer namens Rank Sanders (Daymon Wrightly) provoziert hat, woraufhin Rank hingerichtet wird. Während der Marsch weitergeht, erklärt Pete, er wolle seinen Wunsch nutzen, um die Welt zu verbessern. Ray wünscht sich ein Gewehr, um den Major zu töten und so die Hinrichtung seines Vaters aufgrund politischer Opposition zu rächen. Pete versucht, Ray davon abzubringen, gibt aber zu, dass er nicht zulassen kann, dass jemand stirbt, um zu gewinnen, und will sich hinsetzen, sobald er genug hat. Im Laufe der Tage sterben weitere Jungs...







Lawrences Film übt eine starke emotionale Wirkung aus, denn die Schauspieler sind alle gut besetzt und die Kameraführung von Jo Alfons Willems ist sehr effektiv. Es entsteht eine interessante Dynamik zwischen den Figuren der Geschichte. 
Stephen King wurde schon oft verfilmt, aber dies ist eine sehr straffe und schonungslose Adaption seines Werkes seit langem. 






Bewertung. 7,5 von 10 Punkten. 
 

Freitag, 26. Dezember 2025

Companion


Regie: Drew Hancock

Der Begleitroboter...

Der interessante Science-Fiction Film "Companion" aus dem har 2025 von Drew Hancock handelt von Künstlicher Intelligenz und die weibliche Hauptfigur des Thrillers ist ein Begleitroboter. "Companion" spielte bei einem Budget von 10 Millionen Dollar beinahe 37 Millionen Dollar ein, was durchaus einen kommerziellen Erfolg darstellt.  Eine junge Frau namens Iris (Sophie Thatcher) erinnert sich an ihre erste Begegnung mit ihrem Freund Josh (Jack Quaid) . Später fahren sie mit Joshs Freunden Kat (Megan Suri) und Eli (Harvey Guillen), Elis Freund Patrick (Lukas Gage) und Kats Freund Sergey (Rupert Friend), dem das Haus gehört, zu einem abgelegenen Seehaus in den Urlaub. Am nächsten Tag versucht Sergey, Iris am See sexuell zu missbrauchen, woraufhin sie ihn in Notwehr tötet. Blutüberströmt und panisch kehrt sie zum Haus zurück und versucht, zu erklären, was passiert ist. Josh sagt ihr: „Iris, schlaf jetzt“, und bringt sie damit zum Schweigen. Als Iris gefesselt an einen Stuhl erwacht, erklärt ihr Josh, dass sie ein Begleitroboter ist, den er von der Robotikfirma Empathix gemietet hat. Ihre Emotionen und Intelligenz werden von einer App auf seinem Handy gesteuert. Während Josh abgelenkt ist, kann sich Iris befreien, stiehlt sein Handy und flieht in den Wald. Dabei steigert sie ihre Intelligenz von 40 % auf 100 %. Und ab jetzt überschlagen sich die Ereignisse, die Handlung dreht und wendet sich... 






Einerseits wirkt der Film sehr clever und wendungsreich, doch durch die Wendungen bekommt man zumindest gegen Ende das Gefühl, dass es Logikbrüche geben muss, die man aufgrund der rasanten Machart zunächst nicht erkennt. Die ersten 2/3 des Films sind stärker als sein Finale. Ein Roboter, der sich gegen seinen mickrigen menschlichen Bediener wendet, ist wahrlich keine neue Idee, aber die aktuelle Besorgnis um KI verleiht Companion offensichtlich Aktualität. Ansonsten schwankt der Film zwischen Komik und Brutalität. Die Farben sind knallbunt, bis hin zum pinken Vorspann; Drehbuchautor und Regisseur Drew Hancock versucht, uns Sexualpolitik in einer Popcorn-Box zu präsentieren, nur eben mit zusätzlichem Kunstblut.





Bewertung: 7 von 10 Punkten.