Montag, 31. August 2026

Das Geheimnis des steinernen Monsters












Regie: John Sherwood

Riesige Monolithen...

"The Monolith Monsters* ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Katastrophenfilm aus dem Jahr 1957 von Universal-International; er wurde von Howard Christie produziert, von John Sherwood inszeniert und ist mit Grant Williams und Lola Albright in den Hauptrollen besetzt. Der Film basiert auf einer Geschichte von Jack Arnold und Robert M. Fresco; das Drehbuch stammt von Fresco und Norman Jolley. In Deutschland lief der Film nie im Kino, wurde erstmalig im Jahr 1970 von der ARD gezeigt. Der Film erzählt die Geschichte eines großen Meteoriten, der in der Wüste von Südkalifornien einschlägt, ausserdem in Berührung mit Wasser zu einem riesigen Monolithen heranwächst und in diesem Wachstumsprozess in vielen Einzelteile zerfällt - diese Teile werden auch alle größer, so dass beim Weiterdenken die ganze Menschheit in Gefahr geraten könnte. Denn sie entziehen dem Organismus Silikon bzw. Silizium, was dazu führt, dass Menschen zu Stein erstarren können.  In der Wüste bei San Angelo, Kalifornien, stürzt ein Meteorit ab und verstreut Hunderte schwarzer Fragmente. Am nächsten Tag bringt der Geologe Ben Gilbert (Phil Harvey), der für die Bundesbehörde arbeitet, eines der Bruchstücke in sein Büro. Gemeinsam mit Martin Cochrane (Les Tremayne), dem Herausgeber der Lokalzeitung, untersucht er es. In der folgenden Nacht wirft ein starker Wind einen vollen Wasserbehälter auf den schwarzen Stein um, wodurch eine chemische Reaktion ausgelöst wird. Dave Miller (Grant Williams), der Leiter des geologischen Bezirksbüros von San Angelo, kehrt von einer Geschäftsreise zurück und findet Bens Leiche in einem steinharten, versteinerten Zustand vor; zudem ist das Labor des Büros durch Gesteinsfragmente beschädigt. Daves Freundin, die Lehrerin Cathy Barrett (Lola Albright), unternimmt mit ihren Schülern einen Ausflug in die Wüste; die junge Ginny Simpson (Linda Shelley) steckt ein Stück des schwarzen Meteoritengesteins ein und wäscht es später in einem Trog vor dem Bauernhof ihrer Familie. In der Stadt führt Dr. E. J. Reynolds (Richard A. Cutting)  die Autopsie an Ben durch, kann sich den Zustand des Leichnams jedoch nicht erklären, und überstellt den Körper an einen Spezialisten. Martin kehrt mit Dave in das verwüstete Büro zurück, wo er die Fragmente als dieselbe Art von schwarzem Gestein identifiziert, das Ben zuvor untersucht hatte. Cathy stößt zu ihnen und erkennt die Fragmente ebenfalls wieder. Sie begeben sich zur Farm der Simpsons, die sie völlig zerstört unter einem Haufen schwarzer Gesteinsbrocken vorfinden. Ginnys Eltern sind tot, und das Mädchen befindet sich in einem katatonischen Zustand. Auf Dr. Reynolds’ Veranlassung hin bringen sie sie eilig zu Dr. Steve Hendricks (Harry Jackson) an das California Medical Research Institute in Los Angeles. Dieser stellt fest, dass Ginny immer weiter zu Stein erstarrt. Dave bringt ein Fragment zu seinem ehemaligen College-Professor Arthur Flanders (Trevor Bardette), der bestimmt, dass es von einem Meteoriten stammt. Zurück auf der Farm der Simpsons bemerken beide Männer eine Verfärbung des Bodens; Untersuchungen ergeben, dass das schwarze Gestein allem, womit es in Berührung kommt, Silizium entzieht. Dr. Reynolds erklärt, Forschungsergebnisse deuteten darauf hin, dass Silizium im menschlichen Körper unter anderem für die Flexibilität des Gewebes verantwortlich sei. Sie erkennen, dass der Entzug von Silizium die Ursache für Bens Tod und Ginnys Zustand ist.Dave und Arthur verfolgen die Spur der Fragmente bis zum abgestürzten Meteoriten zurück. Arthur schlussfolgert, dass die Atomstruktur des Meteoriten durch die enorme Hitzeentwicklung bei der Reibung in der Atmosphäre radikal verändert wurde. Währenddessen verabreicht Dr. Hendricks Ginny eine Siliziuminjektion. Zurück im Labor untersuchen Dave und Arthur, warum sich die schwarzen Gesteinsbrocken offenbar vermehren. Ein Stück des schwarzen Gesteins fällt in das Waschbecken und reagiert, als Kaffee darüber gegossen wird; die Männer erkennen daraufhin, dass Wasser das Wachstum auslöst. Während draußen ein Unwetter tobt, kehren sie in die Wüste zurück und beobachten, wie die schwarzen Fragmente zu haushohen Monolithen heranwachsen. Diese stürzen unter ihrem eigenen Gewicht zusammen und zerbrechen in neue Bruchstücke, die wiederum denselben Zyklus durchlaufen. Dave erkennt, dass der Weg der Monolithen direkt durch San Angelo führen wird; von dort aus könnten sie sich weiter ausbreiten und womöglich alles Leben auf der Erde bedrohen....







"The Monolith Monster" erhielt in Deutschland den Filmtitel "Das Geheimnis des steineren Monsters". Es ist ein typischer Vertreter des US-Science Fiction Films der 50er Jahren und sieht aus wie ein Jack Arnold Film, der ja die Idee zu dem Film hatte. Regie führte John Sherwood. Hauptdarsteller Grant Williams drehte kurz davor seinen bekanntesten Film "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C". Zwar fehlt dem Film die tiefgründige Substanz, die die besten Werke dieses Genres auszeichnet, doch sein Grundkonzept, das Erzähltempo sowie das beeindruckende Produktionsdesign und die Effekte stellen ihn durchaus auf eine Stufe mit bekannteren zeitgenössischen Produktionen.








Bewertung: 7 von 10 Punkten. 
 

Fährmann Maria















Regie: Frank Wisbar (Frank Wysbar) 

Begegnung mit dem Tod...

Im Jahr 1935 schuf Regisseur Frank Wisbar (auch Frank Wysbar) mit dem Horrormärchen "Fährmann Maria" das vielleicht künstlerisch bedeutendste Werk seiner gesamten Laufbahn. Wismar wurde 1899 geboren, bekam 1932 erstmals die Gelegenheit einen Kinofilm zu inszenieren und bereits mit seinem zweiten Film "Anna und Elisabeth" kam es zu Konflikten mit den Kulturfunktionären der Nationalsozialisten, da der Film angeblich das gesunde Volksempfinden verletzte. Nach der Reichsprogromnacht 1938 emigrierte er mit seiner nicht "arischen" Frau Eva in die USA und auch dort hatte er im Filmgeschäft Erfolg, u.a. drehte er eine veränderte Neufassung von "Fährmann Maria", den viel horrorlastigeren "Strangler of the Swamp". Mitte der 50er Jahre kehrte er als amerikanischer Staatsbürger nach Deutschland zurück und verlegte sein filmisches Können vor allem auch auf effektiv gestaltete Kriegsfilme wie "Haie und kleine Fische", "Hunde, wollt ihr ewig leben", "Nacht fiel über Gotenhafen" und "Fabrik der Offiziere". Auch "Nasser Asphalt" mit Horst Buchholz gehört zu seinen wichtigsten Filmen.  Ein älterer Mann (Karl Platen) betreibt eine Fähre nahe einem kleinen Dorf. Eines Abends nachdem er einen Geiger (Carl de Vogt) übergesetzt hat, wirkt er erschöpft und schwach. Etwas später steht ein schweigsamer, schwarz gekleideter Fremder am anderen Ufer und erwartet eine Überfahrt. Es ist der Tod (Peter Voß) und während der Fahrt stirbt der alte Fährmann in den Armen des Todes. Einige Zeit später kommt eine obdachlose Frau (Sybille Schmitz) auf der Suche nach Arbeit in das Dorf und übernimmt den Fährdienst, der ihr vom Dorfvorsteher (Eduard Wenk) angeboten wird. Am nächsten Abend betritt ein verwundeter Mann (Aribert Mog) ihre Fähre. Sie versteckt ihn vor seinen unheimlichen Verfolgern und pflegt ihn in ihrer Hütte gesund. Nach und nach verlieben sie sich ineinander. Bald erscheint der schweigsame Fremde in Schwarz erneut am gegenüberliegenden Ufer und ruft die Fähre herbei. Während der Überfahrt bricht er schließlich sein Schweigen und erkundigt sich nach dem verwundeten Mann. Maria erkennt, dass der Fremde der Tod selbst ist, und versucht, ihn zu überlisten, indem sie ihn von ihrer Hütte weg in das Dorf lenkt, wo gerade ein Fest gefeiert wird. Die Dorfbewohner weichen vor dem Fremden zurück; dieser tanzt mit Maria, bis sie ihm entkommt und in eine Kirche flieht. Sie sinkt zu Boden und betet darum, dass der Tod sie mitnimmt und den verwundeten Mann verschont. Der Fremde findet Maria in der Kirche und verlangt, zu ihrer Hütte geführt zu werden. Um sie zu erreichen, müssen sie ein Moor durchqueren. Während sie den tückischen Pfad durch das Moor beschreiten, betet Maria erneut darum, ihr eigenes Leben zu opfern, damit der Mann, dem sie Zuflucht gewährt hat, weiterleben kann. Der Fremde macht einen Fehltritt und versinkt im Schlamm. Das Moor verschlingt ihn vollständig, und Maria entkommt unversehrt. Am nächsten Morgen setzen Maria und ihr Geliebter zum gegenüberliegenden Ufer über, um gemeinsam ein neues Leben...





Die Nationalsozialisten hatten 1934 die Standards für die Filmprüfung geändert – ursprünglich, um durch die Festlegung von Zensurvorgaben die Qualität der Filmproduktion zu steigern –, sodass diese nun auch Filmpreise umfassten. Infolgedessen erhielten Filme, die als staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll eingestuft wurden, besondere Vergünstigungen und unterlagen einer geringeren Besteuerung. Obwohl Joseph Goebbels, der Propagandaminister des Dritten Reiches, den Film als „ein Experiment, aber kein gutes“ abtat, erhielt er dennoch eine Auszeichnung für seinen künstlerischen Wert. Der Film ist eine Entdeckung wert, denn er zeigt wie gut der deutsche Tonfilm sich hätte entwickeln können, wenn nicht der Nationalsozialismus den deutschen Film zensiert hätte, so dass viele große Talente das Land verließen und vor allem in die USA emigrierten. "Fährmann Maria" ist zwar nicht so spannend, er hat aber eine wunderschöne, auch morbide Stimmung und die filmische Dramaturgie ist äusserst präzise. Es ist eine Geschichte über Liebe, die stärker als der Tod ist und diesen auch überwinden kann. Sybille Schmitz lieferte eine faszinierende Leistung als die heimatlose Frau, die als Fremde in den kleinen Ort kommt. 





Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Samstag, 22. August 2026

Die Mühle der Jungfrauen















Regie: Gianfranco Baldanello

Die Cousinen...

"Yellow: Le Cugine“ ist ein Film  von Gianfranco Baldanello wurde 1969 von der italienischen Produktionsfirma Cinematografica Associati finanziert, die auf viele Co-Produktionen mit Spanien und Deutschland zurückblicken konnte. Dieser Film wurde jedoch von CI.AS. alleinfinanziert und war der Letzte dieses Unternehmens. 1970 kam Baldanellos Regiearbeit unter dem reißerischen Titel „Die Mühle der Jungfrauen“ über Erwin C. Dietrich in unsere Kinos. Dietrich war der Produzent, der auf dem Höhepunkt der Edgar Wallace Welle in den 60er Jahren Epigonen wie "Die Nylonschlinge" oder "Der Mörder vom Tower" in die Kinos brachte. Von einigen Kritikern wird "Yellow: Le Cugine" als Giallo bezeichnet, aber die typischen Merkmale des Genres fehlen. Daher kann man wohl eher von einem sich steigernden atmosphärischen Thriller über Abhängigkeiten sprechen. Nach dem Tod ihres betagten Großvaters, der an diesem Tag beerdigt wird, trifft die blonde Valentina (Caterine Garbero) in Begleitung ihres Ehemanns Pierre Chéry (Maurizio Bonuglia), eines französischen Künstlers und Lebemannes, den sie erst kürzlich geheiratet hat, auf dem Familiensitz Villa Alba ein. Valentina ist das genaue Gegenteil ihrer steifen, jungfräulichen Cousine Marta (Lisa Seagram). Während Valentina aufgeschlossen und kontaktfreudig ist, hat die dunkelhaarige Marta, obwohl von schlichter Schönheit, eher konservative Moralvorstellungen bewahrt und deren bisher einzige sexuelle Gelegenheit als junges Mädchen mit einem Dorfburschen von ihrem Großvater mit der Peitsche verhindert wurde. Aufopfernd hat sich Marta aber um ihren Großvater gekümmert bis zu dessen Tod. Nach dem Tod ihres Großvaters zieht die skrupellose Valentina nun auch in dessen Haus, um ihren Erbteil zu kassieren. Ihr Mann Pierre ist ein Tunichtgut.  Das Paar bezieht dort seinen ständigen Wohnsitz bis zur Testamentseröffnung. Das Zusammenleben von Valentina, Pierre und Marta gestaltet sich schwierig. Marta hat Mühe, die unbeschwerte Art des jungen Paares zu tolerieren, vermutlich aus Neid darüber, ihre Cousine so glücklich verliebt zu sehen. Im Testament des Großvaters wird das gesamte Anwesen der Villa Valentina vermacht, während Marta das Nutzungsrecht erhält – eine Aufteilung, die sie zwingt, trotz der Entfernung, die sie seit ihrer Kindheit trennt, unter einem Dach zu leben. Am selben Abend veranstalten Valentina und Pierre eine Party und laden fünf Freunde ein, darunter einen indischen Sitarspieler. Die Atmosphäre, erfüllt von Opiumrauch und Alkohol, wird bald vom hypnotischen Rhythmus der Sitar erotisch aufgeladen. Marta, die als Pianistin selbst Ehrengast ist, kann die Sinnlichkeit der anwesenden Paare nicht lange ertragen und flieht panisch. Einer der jungen Männer versucht, sie zu belästigen, doch sie kann entkommen und rennt in ihr Zimmer, wo sie sich an eine schmerzhafte Episode eines traumatischen sexuellen Erlebnisses aus ihrer Jugend erinnert. Am nächsten Tag streifte Valentina mit der Kamera in der Hand über das Gelände und hielt idyllische Bilder des Bauernhofs fest, bis sie schließlich Marta und Pierre beim Küssen im Bild hatte. Pierre hatte derweil tatsächlich alles versucht, Marta zu verführen, in der Hoffnung, sich selbst davon zu überzeugen, dass seine schöne Cousine gar nicht so prüde war, wie sie vorgab, und dass sie sich vielleicht sogar zu ihm hingezogen fühlte. Doch dieses freizügige Spiel gefiel Valentina überhaupt nicht. Am Abend brach ein Anfall von Eifersucht los, Beleidigungen flogen hin und her, und Pierre, betrunken, flüchtete zu der kleinen Wassermühle am anderen Ende des Grundstücks – einem alten, verlassenen Gebäude mit einer morschen, gefährlichen Holztreppe, die er und Valentina einige Tage zuvor besucht hatten. Am Morgen wird die Tragödie entdeckt. Valentina liegt tot da....




Es war wohl ein Unfall, aber warum kommt der Kommissar (Renato di Carmine) immer wieder vorbei. Sehr gelungen ist die atmosphärische Machart des Films, die lange offen lässt, was in dieser Nacht tatsächlich passiert ist. Man ist nur sicher, dass aus Marta und Pierre ein Liebespaar wurde. Marta ist dem skrupellosen Schwager sogar verfallen. 



Bewertung: 7 von 10 Punkten., 

Die Falle















Regie: Giulio Questi

Der Tod legt das Ei...

"La morte ha fatto l’uovo" (Der Tod legt das Ei) aus dem Jahr 1968 hatte seine deutsche Erstaufführung erst im Dezember 1971 und erhielt den eher nichtssagenden Verleihtitel "Die Falle", der nicht annähernd die bizarre Machart von Giulio Questis aussergewöhnlichem Giallo beschreibt.  Der Gedanke an einem Körper, der in einer Mahlmaschine püriert wird, um als Hühnerfutter ausgespuckt zu werden (obwohl dies nur auf elliptische Weise angedeutet wird) bleibt beim Betrachter haften. Denn das menschliche Gehirn liefert dann die Bilder, die man nicht gezeigt bekommt. Vieles spielt sich in diesem psychologischen Thriller in einer Hühnerfabrik ab, dort überlegen sich die Besitzer Anna (Gina Lollobrigida) und Marco (Jean Louis Trintignant) wie man die Produktion noch steigern kann. Die Hühner haben in den Stallungen kaum Platz, alles ist ausschließlich auf den Umsatz bedacht. Tierwohl ist hier ein Fremdwort. Die gesamte Branche ist besorgt über den Gewinneinbruch bei der Hühnerproduktion. Da wird auch ein Chemiker (Biagio Pelligra) eingestellt, der Experimente am Tier vornehmen soll. Ziel ist ein megafettes Hühnertier ohne Knochen, das könnte man noch viel besser vermarkten.  Die Firma gehört Anna und Marco ist darüber so frustriert, dass er in seiner Freizeit Prostituierte quält und aufschlitzt. Für dieses Hobby hat er extra ein Hotelzimmer gemietet und empfängt bequem seine Opfer.   Die Ankunft von Gabri (Ewa Aulin), Annas Cousine, stürzt das ohnehin schon fragile Leben des Paares ins Wanken. Marco und Gabri beginnen eine Beziehung und planen, gemeinsam zu fliehen. Marco ahnt jedoch nicht, dass Gabri ein Komplizin des aalglatten Herrn Mondaini (Jean Sobiski) ist, einem Werbeberater und Marcos Kollegen. Mondaini hat Marcos sadistische Neigungen entdeckt und beschließt, in Absprache mit Gabri, Anna zu beseitigen, um die Schuld auf Marco abzuwälzen. Ihr Mann gerät unter Verdacht, nachdem seine Obsessionen durch eine anonyme Anzeige ans Licht kommen. Gabri und Herr Mondaini ahnen jedoch nicht, dass Marco nie jemanden getötet hat: Er inszenierte eine Art Schauspiel mit den Prostituierten und bezahlte anschließend diejenige großzügig, die seinen Mord vortäuschte. Nachdem die Polizei die Wahrheit herausgefunden hat, gerät Gabri, der als Einziger aus Erbschaftsgründen ein Interesse an Annas Tod hat, in Verdacht. Die Wahrheit kommt bald ans Licht, und Gabri und Mondaini werden verhaftet. Marco rutscht unterdessen von einem Gerüst - wie vor ihm sein Hund - und fällt in einen Fleischwolf, der zur Herstellung von Hühnerfutter dient. Nachdem Gabri und Mondaini verhaftet wurden, laben sich die Hühner an Marcos Leiche...









"Die Falle" ist ein bizarrer und grotesker Vertreter des Giallo, auch wenn der Film in der Gesamtheit genauso verwirrend wie schwierig zu kategorisieren ist. Das Genre "Giallo" - eine blutigere Weiterentwicklung der Edgar Wallace Filme. Dieses typisch italienisches Filmgenre der späten 60-er bis 90-er Jahre, in dem reihenweise schöne nackte Frauen blutigst ermordet werden. Weitere „herausstechende“ Merkmale: Der Mörder trägt schwarze Handschuhe, die Löcher in der Logik sind mindestens so groß wie das italienische Haushaltdefizit  und die Auflösung ist immer verwirrend. Der Film stellt so etwas wie eine Satire auf die Werbewirtschaft dar, dessen Protagonisten versuchen ihr Geschäft mit Hühnern anzukurbeln, indem sie die Öffentlichkeit davon überzeugen wollen, dass Geflügel ein unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen Lebens ist. Innerhalb dieses satirischen Rahmens bewegt sich die Story um die Dreier- bzw. Viererbeziehung der Figuren und überall lauert der doppelte Boden. 











Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.