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Montag, 2. März 2026

Mad Max 2 - Der Vollstrecker















Regie: George Miller 

Ausbruch mit Benzin...

Die "Mad Max" Filmreihe umfasst inzwischen fünf Filme (Stand 2026) und damit begann auch die Weltkarriere von Mel Gibson. Alle fünf Filme wurden von George Miller aus Australien inszeniert. Miller schrieb ausserdem das Drehbuch für den Erfolgsfilm "Ein Schweinchen namens Babe" und inszenierte mit "Happy Feet" und "Happy Feet 2" auch zwei äusserst erfolgreiche Blockbuster im Animationsfilmgenre.  "Mad Max 2" gehört zu den besten Filmen der dystopischen Actionreihe, wurde 1981 realisiert und spielte alleine in den USA 36 Millionen Dollar ein. Damit war er zu seiner Zeit der erfolgreichste australische Filme überhaupt. Auch in Deutschland kauften fast 2 Millionen Menschen eine Kinokarte.  Im Grunde ist "Mad Max 2" ein futuristischer Western, in einer düsteren Zukunft angesiedelt. Zuweilen wirkt Millers postapokalyptische Zukunft sogar altertümlicher als der wilde Westen: Zwar werden mit Waffen aufgerüstete Autos und Motorräder als Fortbewegungsmittel genutzt, von Schusswaffen oder gar Flammenwerfern wird im Film aus Mangel an Munition aber selten Gebrauch gemacht, vielmehr nimmt man mit archaischeren Waffen wie Pfeil und Bogen, Armbrust, Harpunen oder Bumerangs Vorlieb. Nach einem globalen Krieg, der zu weitverbreiteter Ölknappheit und Ökozid führt, bricht die Zivilisation zusammen und die Welt verfällt in Barbarei. Der ehemalige Polizist Max Rockatansky (Mel Gibson), gequält vom Tod seiner Familie, fährt mit seinem Hund durch das australische Outback und sucht nach Essen und Benzin. Mit seinem Fahrkönnen und einer Schrotflinte überlistet er eine Gruppe von Plünderern unter der Führung des Bikers Wez (Vernon Wells) und dessen Freund (Jerry O´Sullivan). Er stiehlt Benzin aus den Wracks eines seiner Verfolger und untersucht einen zerstörten Sattelzug und eine Zugmaschine. Später versucht Max, den Treibstoff eines scheinbar verlassenen Tragschraubers zu beschaffen, wird aber vom Piloten (Bruce Spence) überfallen. Mit Hilfe seines Hundes überwältigt Max den Mann und verschont dessen Leben, im Gegenzug dafür, dass er ihn zu einer funktionierenden Ölraffinerie führt, die der Pilot entdeckt hat. Sie kommen dort während des täglichen Angriffs einer motorisierten Gang an, der auch Wez angehört.Am nächsten Tag beobachtet Max, wie Autos das belagerte Gelände verlassen und von Plünderern verfolgt werden. Er sieht, wie ein Mann namens Nathan (David Downer) von der Bande angegriffen wird. Als er kampfunfähig ist, reißen sie seiner Begleiterin die Kleider vom Leib und töten sie. Max rettet Nathan, den einzigen Überlebenden des Wagens, und handelt einen Deal aus: Er will ihn gegen Treibstoff zurück in die Anlage bringen. Doch Nathan stirbt, nachdem Max ihn zurückgebracht hat, und der Anführer der Siedler, Pappagallo (Mike Preston), erklärt, der Deal sei mit Nathans Tod hinfällig. Die Siedler wollen Max' Auto beschlagnahmen und ihn aus ihrer Anlage verbannen, als die Plünderer zurückkehren, um zu verhandeln. Ein wildes Kind (Emil Minty), das auf dem Gelände der Raffinerie lebt, tötet Wez' Partner mit einem Metallbumerang. Wez sinnt auf Rache, doch der Anführer der Bande, ein maskierter Mann namens „Lord Humungus“ (Kjell Nilsson), bietet an, die Siedler im Austausch für ihren Treibstoffvorrat zu verschonen und verschwindet für den Tag. Die Siedler sind sich jedoch uneins, ob sie Humungus trauen können.Max unterbreitet ihnen einen eigenen Deal: Er will ihnen den Sattelschlepper bringen, den er zuvor gesehen hat, damit sie versuchen können, ihren mit Öl beladenen Tankwagen abzutransportieren, wenn sie ihm im Gegenzug sein Auto zurückgeben und ihm so viel Treibstoff geben, wie er tragen kann. Die Siedler willigen ein, und in der Nacht schleicht Max zu Fuß an den Plünderern vorbei und trägt Treibstoff für den Lastwagen. Er trifft auf den Gyrokopter-Kapitän und zwingt ihn, das Benzin zum Lastwagen zu tragen, den er dann startet. Der Lastwagen wird auf dem Weg zur Raffinerie durch das Lager der Plünderer etwas beschädigt, aber Max erreicht sein Ziel, gefolgt vom Gyrokopter. Aber das war erst der Anfang eines langen Kampfes mit den Gegnern...









"Mad Max 2" ist in der Tat ein furioser Film mit B-Movie Charakter, voller Action und einer kinetischen Energie. Die finale Verfolgungsjagd gehört zu den besten des Kinos und durch die gekonnten Schnittfolgen erlebt der Zuschauer einen ununterbrochenen Schub an Energie. Während Mel Gibson im ersten Film einen unerbittlichen Rächer abgibt, ist er in Teil 2 ein Mann ohne Zukunft, der aber für seine Umwelt zu einer Legende wird. 









Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.

Freitag, 25. September 2015

Mad Max Fury Road

























Regie: George Miller

Flucht ins grüne Land....

1979 entstand unter der Regie des Australiers George Miller mit dem Film "Mad Max" einer der besten Rache- und Endzeitthriller überhaupt. Erzählt wurde die Geschichte des jungen Polizisten Max Rockatansky, gespielt von Mel Gibson, der in einer nicht näher bezeichneten Zukunft gegen motorisierte Motorradbanden kämpft, die seine Frau und sein Kind getötet haben. Der Film war so erfolgreich, dass 2 Jahre später mit "Mad Max - Der Vollstrecker" eine sehr geglückte Fortsetzung in die Kinos kam und 1985 mit "Jenseits der Donnerkuppel" das Trio seinen Abschluß fand - in diesem 3. und schwächsten Teil, der leider überzeichnet war und daher immer wieder schon unfreiwillig komisch wirkte, spielte nicht nur Tina Turner eine Hauptrolle, sondern steuerte noch den Filmsong "We dont need another hero" bei, der zum großen Welthit avancierte. 30 Jahre ist das nun schon her und 2015 war es endlich soweit: Mad Max wurde von seinem Macher George Miller als Filmstoff für das junge Kinopublikum von Heute wieder ausgegraben und kann somit neu entdeckt werden.
Dabei setzt der Regisseur fast ausschließlich auf die postapokalyptische Atmosphäre seiner Story, eine richtige Geschichte wird nicht erzählt. In stark bebilderten 120 Minuten präsentiert uns George Miller die Flucht aus einer Festung ins sagenumwobene grüne Land und wieder zurück zur Festung...alles mittels eines Lastwagens. Held der Story ist der Einzelgänger Max (Tom Hardy), dessen einzige Triebfeder das Überleben in einer feindlischen Umgebung ist. Diese Feinde sind vor allem die Warboys, eine Armee von glatzköpfigen Kriegern des Tyrannen Immortan Joe (Hugh Keays Byrne). Max wird im Ödland von den Warboys gefangengenommen und dient nun als menschliches Blutreservoir für den jungen Warboy Nux (Nicholas Hoult), der glaubt durch seinen Mut im Kampf und dem vollzogenene Heldentod unbedingt in "Walhalla" einziehen zu dürfen. Doch vorerst flüchten fünf junge Frauen (Zoe Kravitz, Rosie Huntington-Whiteley, Riley Keough, Abbey Lee, Courteney Eaton) gemeinsam mit ihrer Führerin Imperator Furiosa (Charlize Theron).  Eine der Frauen ist hochschwanger und erwartet das Kind des verrückten Immortan Joe. Der veranlasst natürlich sofort die Verfolgung. Seine Armee ist haushoch überlegen. Auf dem Weg dorthin bekommen die Frauen aber unerwartet Hilfe von Nux und von Max. Der ungleiche Kampf kann beginnen...






 Wenn man "Mad Max Fury Road" mit dem ersten genialen Mad Max Film vergleicht, dann ist man vielleicht auf den ersten Blick etwas enttäuscht. Kein Rächer...sondern der Held ist permanent auf der Flucht. Erst sehr spät schlägt er zurück. Optisch ist der Film ein echter Hingucker und zeigt dem Zuschauer permanent ganz grandiose,  tolle Bilder. Manchmal wirken sie zwar zu sehr kalkuliert, aber immerhin beschwört George Miller mit diesen Bildern den Geist der beiden ersten Mad Max Filme. Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus, einige Kritiker fühlten sich sogar an "Stagecoach" von John Ford erinnert und fanden es toll, dass dieser Westernstoff aus dem Jahr 1939 endlich auch wieder im Kino des Jahres 2015 angekommen ist.
Der Lohn kam bei der Oscar Verleihung 2016 auch richtig zum Tragen. 10 Mal wurde der Film nominiert und konnte am Ende sechs Trophäen einheimsen: Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, bestes Szenenbild, bester Ton, bester Tonschnitt, bestes Makeup & Frisuren. Als bester Film verpasste "Mad Max Fury Road" den Sieg, ebenso ging Regisseur George Miller, Kameramann John Seale und die Effektekünstler leer aus.
Mich packte der Film erst beim zweiten Sehen. Beim ersten Mal war ich etwas enttäuscht, vielleicht lag es an anderen Erwartungen. Inzwischen hab ich mich mit der gewollten Künstlichkeit des Films versöhnt, denn er wirkt manchmal wie ein PC-Spiel. Aber er macht doch ne Menge Spaß und als Überraschung und feminines Zückerchen gibts motorradfahrende Omas mit fiesen Flinten zu sehen.






Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Freitag, 28. März 2014

The Philosophers

























Regie: John Huddles

Apokalyptisches Gedankenexperiment...

An einer internationalen Schule in Jakarta: Am letzten Tag des Schuljahres hat sich Mr. Zimit (James D`Arcy), der Philosophielehrer für seine Abschlußklasse eine besondere Übung für seine 20 Schüler ausgedacht. Diese Aufgabe soll sie für die Zukunft in der Welt draussen vorbereiten und die Schüler müssen sich einem endzeitlichen Experiment widmen, dass nach einer atomaren Katastrophe das Überleben sichern soll. Es gibt zum Schutz einen Bunker, doch der ist nicht für 20 Leute ausgeschattet, sondern nur für die 10 Menschen. Diese 10 können ein Jahr im Bunker leben und überleben. Der Lehrer selbst steht als Nr. 21 auch zur Wahl und die 20 Schüler müssen Karten ziehen, auf denen ihnen ein Beruf zugeordnet wird. Die Klassenbeste Petra (Sophie Lowe) zieht "Ingenieur" und ihr neuer Lover James (Rhys Wakefield) wird im Spiel zum "Biobauer". Nun müssen die Schüler selektieren, welche Personen es braucht für eine Welt in der Zukunft. Mr. Zimit bezeichnet sich als einzigen im Spiel als "Joker", wo keiner weiß, ob und was für einen Nutzen er haben könnte für das gemeinsame Überleben. Sehr schnell werden Dichter, Sängerin oder Weinhändlerin ausgesiebt. Doch das Experiment scheitert an einer gewissen Stelle, so dass es noch einmal wiederholt wird: Diesmal allerdings bekommt jeder zu seinem Beruf aus dem 1. Experiment noch eine Eigenschaft hinzugelost: Da wird dann einer Zeugungsunfähig, James wird schwul, was sich dann aufs Überleben der Menschheit durch die 10 Protagonisten nicht ganz so optimal anhört. Wieder wird selektiert und wieder scheitert das Experiment. Es muss noch ein drittes Mal abgehalten werden...


 Mit einer sehr phantasievollen Ausstattung ist "The Philosophers" von John Huddles optisch recht attraktiv, wenn auch das Setting recht künstlich und oberflächlich wirkt. Das interessante Gedankenexperiment hat viele gute Ansätze, aber letztendlich werden diese Fragen doch recht oberflächlich abgehandelt. Lediglich die Rolle des Lehrers streift so ein bisschen die Abgründe und das Beklemmende im Handeln eines Menschen, wenn die Situation existenziell bedrohlich wirkt. In der Mitte wird ein bisschen zuviel Beziehungskiste und Zeugungsdrang simuliert, ansonsten ist der Film recht passabel und auch unterhaltsam. Man darf allerdings auch kein Meisterwerk erwarten, dazu ist der Film zu sehr auf ein Teeniepublikum zugeschnitten. 




Bewertung. 5,5 von 10 Punkten. 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Quintett




















Regie: Robert Altman

Brettspiel des Todes...

Kurz nach dem sehr erfolgreichen "Eine Hochzeit" drehte Robert Altman im Jahr 1979 eine sehr spröde, aber dennoch recht interessante Zukunftsvision. In dieser postapokalyptischen Welt spielen die Überlebenden das Spiel "Quintett" - ein Gesellschaftsspiel mit starkem Suchtcharakter. In dieser Zukunft ist eine neue Eiszeit über die Menschheit hereingebrochen. Mit dem Wegfall des Erdöls kam die Kälte und hat die Zivilisation zerstört. Es gibt keine Regierungen mehr. Die Leichen der Erfrorenen werden von wilden Hunden aufgefressen. Der Robbenfänger Essex (Paul Newman) und seine junge Frau Vivia (Brigitte Fossey) kehren zurück, nachdem Essex vor 10 Jahren fortging, um im Süden nach besseren Lebensbedingungen zu suchen. Gefunden hat er nichts, aber immerhin keimt Hoffnung auf, denn seine Frau ist schwanger. Er sucht dort seinen Bruder auf und kommt bei dessen Familie unter. Dort erfährt er, dass alle nur noch wie versessen "Quintett" spielen. Scheinbar der einzige Lebenssinn. Essex geht kurz aus dem Haus. Währenddessen fallen alle in der Wohnung einem Bombenattentat zum Opfer. Essex versucht nicht nur die Hintergründe dieses Verbrechens aufzudecken, sondern sich auch zu rächen. Dabei lernt er St. Christopher (Vittorio Gassmann), Grigor (Fernando Rey), Deuca (Nina von Pallandt) und Ambrosia (Bibi Andersson) kennen, die alle in diesem Spiel involviert sind. Bald wird klar, dass Quintett ein Spiel um Leben und Tod zu sein scheint...

 Der französische Kameramann Jean Boffety (Die Spitzenklöpplerin, Die Dinge des Lebens) holt das beste aus diesem eisigen Setting heraus. Die Story ist karg, genauso wie die Zeit und der Ort des Geschehens. Am Ende dieses hoffnungslosen Science Fiction Films steht der Tod - dabei wirkt alles wie in einem schlechten Traum, aus dem es kein Entrinnen gibt. Obwohl der Film komplexe Fragen aufwirft, kommt die Handlung nur eher schleppend voran. Die Kostüme, die sich mittelalterlich anmuten, sind etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings ist die Grundaussage nach dem Kick in einer für des Menschen Natur nur noch trostlosen Welt dennoch sehr diskussionswürdig. Aus einem Brettspiel wird schnell etwas elementares, ein kurzer Augenblick vitales Leben als Mörder zu spüren. 
Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Samstag, 23. November 2013

World War Z

























Regie: Marc Forster

Mainstream Zombies...

Der deutsch-schweizer Regiesseur Marc Forster hat schon einige interessante Filme gemacht. "Dracheläufer, ", der alptraumhafte "Stay", aber auch die oscarnomierten "Monsters Ball" oder "Wenn Träume fliegen lernen".  Seit "Ein Quantum Trost" arbeitet er auch erfolgreich als Blockbuster-Director, sein bislang größter Erfolg dürfte nun der Zombieschocker "Word War Z" werden. Warum dies so ist, kann schnell geklärt werden: a) wegen Brad Pitt und b) weil ihm gelungen ist die guten alten Zombies zum Mainstream zu machen. Im Grunde ist der Endzeitschocker eine Art "Contagion" von Soderbergh mit besonders vielen Zombies. Das Thema "Pandemie" wurde so effektiv und spektakulär noch nie in Szene gesetzt. Denn gleich am Anfang wird der Zuschauer nicht nur auf die überfüllten Straßen von Philadelphia geführt, es gibt kein Fortkommen mehr, sondern inmitten die aus heiterem Himmel auftauchende große Katastrophe. Man erinnert sich an Emmerichs "Godzilla" oder an "Cloverfield" - Brad Pitt spielt den früheren UN-Mitarbeiter Gerry Lane, der mit seiner Frau (Mireille Enos) und den beiden Töchtern Rachel und Constance im Auto sitzt und eine seltsame Stille den Stau durchflutet, dann gibts einen Riesenkrach und man hat das Gefühl, dass da ein Anschlag stattfindet - die Leute werden nervös. Eh sich die Menschen versehen, sind sie inmitten einer Apocalypse,  Menschen werden binnen von Sekunden durch infizierte Bisse von den Zombies ebenso zu reissenden Monstern. Mit viel Glück kann sich die Familie in ein Hochhaus retten, dort werden sie auf dem Dach des Hauses von einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht. Lanes Rettung ist aber an eine Pflicht geknüpft, er soll einen Virologen begleiten der sehr schnell den Ursprung der Seuche herausfinden soll. Man will einen Impfstoff finden, denn ansonsten verliert die Menschheit diesen Kampf gegen die Zombies, die bereits zahlreiche Städte der Welt vernichtet haben. Vom Rettungsschiff geht es weiter nach Südkorea, dann nach Jerusalem, weil dort, Tage vor der Katastrophe, schon eine Mauer errichtet wurde. Möglicherweise wusste der Mossad von der kommenden Pandemie. Hier bricht dann die Hölle los...

 und beschert dem Film seine beste und nachhaltigste Szene. Innert Sekunden türmen sich die Untoten in Scharen vor den Toren und überwinden so die  hohe, sichere Mauer. Ein Meisterwerk im Zombiegenre vom Format eines George A. Romero wurde natürlich nicht verfolgt, was sehr schade ist. Forster packt sein gut bebildertes Szenario in eine eher konventionelle Weltrettergeschichte. Ein Glück schert sich Brad Pitt keinen Deut als Rolle des Superheroes, er agiert in dem 540 Millionen Dollar einspielenden Blockbusters eigentlich eher zurückhaltend, er wird  einfach aufgrund der Umstände mal so rein zufällig zum Retter der Welt.

Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

28 Weeks later

Regie: Juan Carlos Fresnadillo

London, District 1...

Der spanische Regisseur Juan Carlos Fresnadillo hat sich seit "28 Weeks later" eher rar gemacht - erst mit "Intruders" aus dem Jahr 2011 meldete er sich zurück. Allerdings war dieser Geisterfilm gemessen an der Qualität von "28 Weeks later" doch eher enttäuschend. Denn Fresadillos Fortsetzung von Peter Boyles Zombieschocker kommt - was selten genug passiert - annähernd an seinen Vorgänger heran. Vor allem überzeugt die kalte Optik des Endzeitschockers, der durch die fähige Kameraarbeit von Enrique Chediak den Zuschauer sehr nah ins Geschehen hievt und Psychohorror vom Feinsten garantiert. Wir sind auch sofort mittendrin in einer Endzeit, in einer von Zombies beherrschenden Zukunft und erleben ihn hautnah, diesen Zerfall des gesellschaftlichen Lebens. Erzählt wird vor allem die Geschichte der Familie von Don (Robert Carlyle), der sich mit seiner Frau Alice (Catherine McCormack) und anderen Überlebenden in einem Haus auf dem Land verschanzt hat. Die beiden sind von den Kindern Andy (Mackintosh Muggleton) und Tammy (Imogen Potts) getrennt. Die Infizierten sind aber schon im Anmarsch, durch die Rettung eines Kindes wurden die Zombies angelockt und stürmen das Versteck. Don haut ab, lässt sogar aus Angst seine Frau im Haus zurück und ist sich sicher, dass sie den Angriff nicht überlebt hat. Großbritannien wird unter Quarantäne gestellt, ein Großteil der Bevölkderung ist ausgelöscht, aber auch die Infizierten verhungern. Eine Nato Gruppe besetzt London, daraufhin werden weite Teile von Großbritannien für infektionsfrei erklärt. So auch der District 1, ein Viertel Londons, das wieder mit Strom und Wasser versorgt werden kann. Dort machen der Scharfschütze Doyle (Jeremy Renner), der Hubschrauberpilot Flynn (Harald Perrineau) und die Medizinerin Scarlett (Rose Byrne) ihren Dienst. Dort lebt auch Don, der an diesen Tag - 28 Wochen später - seine Kinder wieder in seine Arme schliessen kann...

 "28 Weeks later" ist ein durchweg gelungener Zombiereisser, der wohltuend britisch und somit auch sehr europäisch rüberkommt. Es gibt keine Übertreibungen und keine unnötigen Zombieklischees - alles ist atnosphärisch dicht erzählt und überzeugt als intensive Gernearbeit. Was mit einer furiosen Eröffnungssequnez beginnt, wird zunehmend zum bedrohlichen Szenario, der Film zeigt die Menschen, neu formiert, in vermeintlicher Sicherheit. Doch bald bricht die Hölle los. 


Bewertung: 9 von 10 Punkten.