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Mittwoch, 11. März 2026

Good Boy










Regie: Ben Leonberg

Indy ist ein guter Hund...

"Good Boy" ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2025, bei dem Ben Leonberg Regie führte und zusammen mit Alex Cannon das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle spielt Leonbergs Hund Indy - erzählt wird die Geschichte von dieses treuen Gefährten, der versucht, seinen Besitzer zu retten – einen jungen Mann mit einer chronischen Lungenerkrankung –, der von einer übernatürlichen Präsenz im Haus seines verstorbenen Großvaters auf dem Land heimgesucht wird. Der Film ist Leonbergs Spielfilmdebüt als Regisseur. Die Idee dazu kam ihm, nachdem er Poltergeist (1982) erneut gesehen und die Horror-Metapher bemerkt hatte, dass Hunde die Anwesenheit von Geistern oft vor Menschen spüren. Er beschloss, einen klassischen Spukhausfilm aus der Perspektive eines Hundes zu schreiben. Leonberg und Cannon begannen 2017 mit dem Schreiben des Drehbuchs und legten dabei mehr Wert auf Action und Perspektive als auf Dialoge, um die Sichtweise des Hundes authentisch wiederzugeben. Indy hatte keinerlei Schauspielerfahrung, als Leonberg ihn für die Hauptrolle besetzte. Der Film wurde über drei Jahre in Harding Township, New Jersey, gedreht. Leonberg und Wade Grebnoel waren beide als Kameramänner tätig. Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Gelobt wurden das ambitionierte Konzept, die technische Umsetzung, der visuelle Stil, die emotional berührenden Themen und Indys schauspielerische Leistung. Kritik gab es jedoch auch am Erzählstil, insbesondere an der verschachtelten Handlung und dem ungleichmäßigen Erzähltempo. Der Film war ein kommerzieller Erfolg und spielte bei einem Budget von 70.000 US-Dollar 8,7 Millionen US-Dollar ein. Todd (Shane Jensen), ein junger Mann mit einer chronischen Lungenerkrankung, zieht mit seinem geliebten Hund, einem Nova Scotia Duck Tolling Retriever namens Indy, von New York City in das abgelegene, unbewohnte Haus seines verstorbenen Großvaters (Larry Fessenden) im Wald. Todds Schwester Vera (Arielle Friedman) sorgt sich um seine Isolation, da sie glaubt, das Haus sei verflucht und habe zum Tod ihres Großvaters beigetragen. Indy spürt sofort eine Präsenz im Haus, die sich oft in Schatten manifestiert und manchmal als dunkle, skelettartige Gestalt erscheint, die mit Schlamm bedeckt ist. Während sie durch den Wald streifen, begegnen Indy und Todd Richard (Stuart Rudin), einem langjährigen Nachbarn, der sie vor Fuchsfallen warnt, die er in der Gegend aufgestellt hat. Richard erzählt Todd, dass er die Leiche von Todds Großvater gefunden hat und dass dessen Golden Retriever Bandit seitdem verschwunden ist. Indy beobachtet immer wieder die dunkle Gestalt im Haus und begegnet einer Erscheinung von Bandit, die ihn nach oben führt. Unter einem Kleiderschrank findet Indy ein Bandana, das Bandit gehörte. Indy hat außerdem wiederkehrende Träume, in denen sie von der dunklen Gestalt angegriffen wird, und Visionen von Todds Großvater, der anscheinend in dem Haus an einer ähnlichen Krankheit gestorben ist. Todds Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends, und er beginnt regelmäßig Blut zu husten. Er wird zunehmend aggressiv gegenüber Indy und Vera, die ihn ständig telefonisch kontaktiert. Spät in einer Nacht wacht Indy auf und findet Todd in einem verwirrten Zustand vor, wie er mit dem Kopf gegen die Kellertür schlägt. Während Todd schläft, beobachtet Indy, wie sich die Gestalt dem Schlafzimmer nähert. Todd erwacht, bricht zusammen und wird von Indy getrennt, nachdem die Gestalt eine Tür zwischen ihnen geschlossen hat. Indy flieht aus dem Haus, um Richard zu finden und Todd zu helfen, gerät aber in eine von Richards Fuchsfallen. Todd bestraft ihn, indem er ihn anleint und ihn zwingt, in einer Hundehütte zu schlafen....





Sowohl die Kameraführung als auch die visuellen Effekte von "Good Boy" sind gut gelungen, es wirkt nichts übertrieben. Die Geschichte ist raffiniert inszeniert und wirkt düster-atmosphärisch - und vor allem wird alles sensibel erzählt. Good Boy ist ein visuell beeindruckender, emotional erschütternder Horrorfilm, der Genrekonventionen meidet und ein einzigartig eindringliches und konzeptionell ambitioniertes Erlebnis bietet. Für seine Leistung bei den 9. Astra Film Awards wurde Indy als bester Darsteller in einem Horror- oder Thrillerfilm nominiert und schrieb damit Filmgeschichte: Er ist der erste Hund, der in einer wichtigen Filmkategorie nominiert wurde, die zuvor nur menschliches Talent gewürdigt hatte.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 29. Juli 2015

Der Junge und sein Hund

























Regie: L.Q. Jones

Apocalpypse 2024...

L.Q.Jones ist ein 1927 geborener amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch kleine Rollen in Western und Sam Peckinpah-Filmen bekannt wurde. 1975 hat er mit "A Boy and his Dog" einen Film als Regisseur inszeniert. Durch sein Ende wurde der Science Fiction Film inzwischen zum regelrechten Kultfilm. Wobei man wahlweise darüber streiten kann, ob das Endzeitszenario nun besonders frauenfeindlich oder aber besonders tierfreundlich ist. Dabei spielt der Film in einer alternativen Zeitlinie und basiert auf der Kurzgeschichte von Harlan Ellison. Zumindest spielt der Film in einer apokalyptischen Endzeit (daher auch der deutsche Alternativ-Titel "Apocalypse 2024") und weicht in der Erzählung von der uns bekannten Weltgeschichte deutlich ab. Denn im Jahr 2024 sind inzwischen 17 Jahren nach dem vierten Weltkrieg zwischen dem Ost- und dem Westblock vergangen. Vor diesem war der Kalte Krieg und der dritte Weltkrieg, der von 1950 bis 1983 dauerte und mit dem Vatikanischen Friedensvertag endete. Nach einer friedlichen Zeit von 24 Jahren kam es 2007 zum Weltkrieg Nr. 4, der nur noch 5 Tage dauerte - solange dauerte es bis alle Atomwaffen abgefeuert waren. Dann war Endzeit und Wüste. In diesem nuklearen Holocaust lebt der junge Vic (Don Johnson). Sein Begleiter ist der alte Hund "Blood", der aufgrund einer Mutation die Fähigkeit besitzt mit dem etwas ungehobelten Vic zu sprechen. Nahrung ist knapp, aber es herrscht auch noch ein anderer Mangel. Die Frauen sind knapp geworden und Vid befindet sich daher ständig auf der Suche nach den so rar gesähten Frauen um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Es herrscht das Gesetz der Stärkeren und überall lauern Banden. Doch Vic wird auch vom Undergrund aus beobachtet. Während eines netten Kinoabends mit Popcorn spürt Blood mit seinem gutem Riecher eine Frau auf, die sich dort als Mann getarnt aufhalten muss. Vic ist nicht mehr zu halten und folgt ihr um sie zu vergewaltigen. Das Mädchen heißt Quilla June Holmes (Susanne Benton) und steigt in ein unterirdisches Gebäude ein. Dort in solchen Gebäuden lauert meistens Gefahr durch die "Jauler" - das sind grün leuchtende Wesen, deren Berührung tödlich sein kann. Die sind aber zum Glück nicht da, aber eine Bande von Männern ist Vic gefolgt und will nun das Mädchen. Nur mit Kampf kann entschieden werden. Quilla gibt Vic zu verstehen, dass sie ihn sehr mag und mit ihm ein gemeinsames Leben aufbauen will. Doch sie will dieses Leben nicht auf der gefährlichen Oberfläche führen, sondern will Vic mit in ihre Zivilisation mit nehmen. So kommt es durch das Mädchen zur Trennung von Herr und Hund. Aber Blood will noch eine Weile dort oben am Eingang auf Vic warten. Dort in der Unterwelt, die zuerst durch riesige unterirdische Fabrikkomplexe führt, existiert das Land "Topeka" - eine bizarre, bunte, laute und schrille Unterwelt, die von einem Komitee beherrscht wird. Dort wird er erstmal von dauergrinsenden und kräftigen Michael (Hal Baylor) in einem großen Badzuber gewaschen. Alle Menschen, die dort unten leben tragen typische amerikanische Farmerkleidung der 20er und 30er Jahre, also Strohut, rot karierte Hemden und blaue Latzhosenjeans. Dazu passt besonders ein ganz in weiß geschminktes Clowngesicht. Über Lautsprecher werden banale Lebensweisheiten verbreitet, im Wechsel mit leckeren Kuchenrezepten. Vic soll dort unten die Frauen schwängern, so zumindest will es das Komitee (u,a,Helen Winston, Jason Robards) so. Klar, dass Vic sehr bald wieder auschecken will. Aber die Flucht ist mit der Todesstrafe belegt...



LQ. Jones hat mit "Der Junge und sein Hund" ein ziemlich originelles und abgefahrenes Science Fiction Movie gedreht, dass tatsächlich mit einem coolen Ende aufwartet und dadurch auch im Gedächtnis haften bleibt. Für den damals 25jährigen Don Johnson war es der erste große Erfolg. Für die Rolle des jungen, respektlosen Vic gewann er den Saturn Award als bester Darsteller. Der Film selbst war auch in der Kategorie "Bester Science Fiction Film"nominiert - verlor aber gegen Norman Jewisons "Rollerball".



Bewertung: 8 von 10 Punkten.