Donnerstag, 26. März 2026

Matrix













Regie: Wachowski Brothers

Der Auserwählte...

Weltbekannt wurden  die  Wachowski Brüder durch den Kinohit "Matrix" aus dem Jahr 1999.  Nach einem Comiing out sind aus Larry und Andy nun die Schwestern Lana und Lilly geworden. "Matrix" erregte bei seinem Erscheinen großes Aufsehen und Begeisterung aufgrund der aufwendig gestalteten Kampfszenen, die vom Stil her an die Kung Fu Filme erinnern. In Verbindung mit digitalen Effekttechniken konnten Sie in diesem wegweisenden Science Fiction Film auf innovative Art und Weise präsentiert werdnee. Diese Szenen wurden durch den Bullet Time Effekt (Verfahren der Zeitlupenfotografie) noch effektiver gestaltet. Ebenso kam das Motion Capture Verfahren zum Einsatz.  Der Film schildert eine dystopische Zukunft, in der die Menschheit unwissentlich in der Matrix gefangen ist, einer von intelligenten Maschinen erschaffenen simulierten Realität. Die Handlung folgt dem Computerhacker Neo, der von Morpheus für eine Rebellion gegen die Maschinen rekrutiert wird. Nach dem Erfolg des Wachowski-Films "Bound" aus dem Jahr 1996 gab Warner Bros. dem Regie-Duo grünes Licht für die Produktion von Matrix.  „Matrix“ kam am 31. März 1999 in den US-amerikanischen Kinos in die Kinos und wurde von Kritikern hochgelobt. Der Film war ein Kassenschlager und spielte bei einem Budget von 63 Millionen US-Dollar über 460 Millionen US-Dollar ein. Er wurde zum erfolgreichsten Warner-Bros.-Film des Jahres 1999 und nach "Star Wars Episode 1", "The Sixth sense" und "Toy Story 2" zum viert erfolgreichsten Film des Jahres insgesamt. 1999, in einer namenlosen Stadt, taucht der in Hackerkreisen als „Neo“ bekannte Programmierer Thomas Anderson (Keanu Reeves) in das Geheimnis der „Matrix“ ein und gerät so in den Fokus der Hackerin Trinity (Carrie Ann Moss). Sie teilt ihm mit, dass der rätselhafte Morpheus (Laurence Fishburne) seine Fragen beantworten kann. An seinem Arbeitsplatz wird Neo von Agenten unter der Führung von Agent Smith (Hugo Weaving) verfolgt, während Morpheus, der ihre Bewegungen irgendwie beobachtet, ihn telefonisch dirigiert. Schließlich ergibt sich Neo. Die Agenten verhören Neo über Morpheus, doch er verweigert die Aussage. Daraufhin verschließen sie ihm den Mund und implantieren ihm einen robotischen Peilsender in den Bauch. Neo erwacht zu Hause und hält die Begegnung für einen Albtraum, bis Trinity und ihre Begleiter den Sender entfernen und ihn zu Morpheus bringen. Morpheus stellt Neo vor die Wahl: eine rote Pille, um die Wahrheit über die Matrix zu enthüllen, oder eine blaue Pille, um in sein normales Leben zurückzukehren. Neo nimmt die rote Pille und erwacht in der realen Welt, in einer mechanischen Kapsel gefangen und an invasive Kabel angeschlossen. Er sieht unzählige Menschen, die ebenfalls von Maschinen umsorgt werden, bevor er aus dem Gebäude geschleudert und von Morpheus an Bord des Luftkissenfahrzeugs Nebuchadnezzar gerettet wird. Morpheus enthüllt, dass wir uns im Jahr 2199 befinden. Im 21. Jahrhundert verlor die Menschheit einen Krieg gegen ihre künstlich intelligenten Schöpfungen und hinterließ die Erde in einem verwüsteten Zustand. Die Menschen verdunkelten den Himmel, um den Maschinen die Sonnenenergie zu entziehen, doch die Maschinen rächten sich, indem sie riesige Felder künstlich gezüchteter Menschen erschufen und deren bioelektrische Energie ernteten. Um ihre Gefangenen ruhigzustellen, bauten sie die Matrix, eine simulierte Realität, die der menschlichen Zivilisation auf ihrem Höhepunkt nachempfunden ist. Die verbliebenen freien Menschen gründeten ein unterirdisches Refugium namens Zion und überleben dort mit knappen Ressourcen. Morpheus und seine Crew hacken sich in die Matrix, um andere zu befreien und ihre Regeln auszunutzen, um darin übermenschliche Fähigkeiten zu erlangen. Dennoch sind sie den Agenten – intelligenten Programmen, die das System schützen – unterlegen, und der Tod in der Matrix bedeutet den Tod in der realen Welt. Morpheus befreite Neo, weil er ihn für „den Auserwählten“ hält, eine prophezeite Gestalt, die dazu bestimmt ist, die Menschheit zu befreien. Die Crew betritt die Matrix, um Rat vom Orakel (Gloria Foster) zu suchen, das den Auserwählten vorhergesagt hat. Sie deutet an, dass Neo nicht der Auserwählte ist und warnt ihn vor einer bevorstehenden Entscheidung zwischen seinem Leben und dem von Morpheus...








Natürlich hat die Geschichte religiöse Bezüge, nicht zuletzt auch ist der Held der Geschichte eine Art Auserwählter oder Erlöser, daher vergleichbar mit dem neuen Testament der heiligen Schrift. Es gelingt den Machern bedeutende philosophische und spirituelle Themen zu integrieren. Dank der visionären Vorstellungskraft der Wachowskis ist ‚Matrix‘ eine raffiniert gestaltete Kombination aus spektakulärer Action und bahnbrechenden Spezialeffekten. Dieser aufwendig gestalteter Science-Fiction-Film, artikuliert das aktuelle Misstrauen der Menschen gegenüber der sichtbaren Welt und insbesondere den neuen Computertechniken und  bedient sich natürlich dabei zahlreicher mythologischer und religiöser Einflüsse. Es gab vier Oscars für Matrix: Bester Schnitt, bester Ton, bester Tonschnitt und beste visuelle Effekte. 








Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Zardoz















Regie: John Boorman

Die Ewigen und die Brutalen...

John Boorman ist der Regisseur bedeutender Klassiker wie "Beim Sterben ist jeder der Erste", "Point Blank", "Excalbibur" oder "Hope and Glory".  Sein einziger Beitrag für das Science Fiction Genre war der 1974 realisierte "Zardoz", den Boorman produzierte, selbst schrieb und inszenierte.  Er verzichtete dafür auf die ihm angebotene Regie für die Verfilmung von William Peter Blattys Erfolgsroman "Der Exorzist", die dann William Friedkin übernahm.  "Zardoz" wurde mit einem relativ geringen Budget von ca. 1 Millionen Dollar in Irland gedreht. Die bizarre Dystopie über eine sterile zukünftige Gesellschaftsform scheiterte jedoch an der Kinokasse und auch die Kritik urteilte unterschiedlich. Boorman präsentiert dem Zuschauer eine bildstarke postapokalyptische Welt, in der Barbaren (die s.g. Brutalen) das Steinidol Zardoz verehren und gleichzeitig Nahrung für eine verborgene Elite (die s.g. Ewigen) anbauen. Während die Brutalen in einer steppenhaften, öden und verwüsteten Landschaft leben, sind die Verborgenen vor ihnen durch eine Glashaube geschützt - eine undurchdringbare Barriere zwischen diesen beiden Welten. Diese beiden Welten prallen aufeinander, als es einem der Brutalen gelingt in Vortex, der Welt dieser unsterblichen Elite, einzudringen.  Burt Reynolds, mit dem Boorman bereits in "Beim Sterben ist jeder der Erste" gemeinsam drehte, war ursprünglich für diese Hauptrolle des Zed vorgesehen, lehnte sie jedoch krankheitsbedingt ab. Sein Platz wurde von Sean Connery eingenommen, der sich nach seiner Rolle als James Bond mit eher ungewöhnlichen Rollen (Ein Haufen toller hunde, Der Anderson Clan, Verflucht bis zum jüngsten Tag, Sein leben in meiner Gewalt)  neu erfinden wollte. "Zardoz" gehört sicher zu seinen ungewöhnlichsten Arbeiten.  Im Jahr 2293 ist die Menschheit in die unsterblichen „Ewigen“ und die sterblichen „Brutalen“ gespalten. Die Brutalen leben in einer verstrahlten Ödnis und bauen Nahrung für die Ewigen an, die getrennt im „Vortex“ auf einem Landgut ein luxuriöses, aber zielloses Dasein führen. Die Brutalen Exterminatoren töten und terrorisieren andere „Brutalen“ im Auftrag von Zardoz, einem fliegenden Steinkopf, der sie im Tausch gegen die gesammelten Nahrungsmittel mit Waffen versorgt. Zed (Sean Connery), ein Brutaler Exterminator, versteckt sich während eines Fluges an Bord von Zardoz und „tötet“ dabei vorübergehend dessen Schöpfer, den Ewigen Arthur Frayn (Niall Buggy). Im Vortex angekommen, trifft Zed auf zwei Ewige – Consuella (Charlotte Rampling) und ihre Assistentin May (Sara Kestelman). Sie überwältigen Zed mit ihren psychischen Kräften und machen ihn zu ihrem Gefangenen und Hilfsarbeiter in ihrer Gemeinschaft. Consuella will Zed vernichten, damit der Widerstand ihn nicht für eine Revolution missbrauchen kann. Andere, angeführt von May und dem subversiven Ewigen Freund (John Alderton), bestehen darauf, ihn für weitere Studien am Leben zu erhalten, während sie insgeheim planen, die Regierung zu stürzen und dem Leiden der Menschheit ein Ende zu setzen. Mit der Zeit erfährt Zed die Natur des Vortex. Die Ewigen werden vom Tabernakel, einer künstlichen Intelligenz, überwacht und vor dem Tod beschützt. Aufgrund ihrer unbegrenzten Lebensspanne sind die Ewigen gelangweilt und verdorben und verfallen dem Wahnsinn. Die Überflüssigkeit der Fortpflanzung hat die Männer impotent gemacht, und Meditation hat den Schlaf ersetzt. Andere verfallen in Katatonie und bilden die soziale Schicht, die die Ewigen die „Apathiker“ nennen. Die Ewigen verbringen ihre Tage damit, das immense Wissen der Menschheit zu bewahren, aus den Getreidelieferungen besonderes Brot zu backen und an gemeinsamen Meditationsritualen teilzunehmen. Um dem Leben mehr Sinn zu geben und in einem vergeblichen Versuch, die Menschheit vor der dauerhaften Katatonie zu bewahren, entwickelte der Vortex komplexe soziale Regeln, deren Übertretung mit künstlicher Alterung bestraft wird. Die extremsten Übeltäter sind zu ewigem Alter verdammt. Ewige, die – meist durch einen Unfall – sterben, werden in einem gesunden, synthetisch erzeugten Körper wiedergeboren, der dem verlorenen identisch ist. Zed ist weniger brutal und weitaus intelligenter, als die Ewigen annehmen. Genetische Analysen enthüllen, dass er das Ergebnis langjähriger Eugenik-Experimente von Arthur Frayn ist, der zusammen mit den Exterminatoren das Ödland kontrollierte. Zardoz' Ziel war es, einen Übermenschen zu erschaffen, der in den Vortex eindringen und die Menschheit aus ihrer hoffnungslosen Stagnation befreien sollte. In den Ruinen der alten Welt ermutigte Arthur Frayn Zed zum Lesen und führte ihn zu dem Buch „Der Zauberer von Oz“. Das Verständnis des Ursprungs des Namens Zardoz – abgeleitet von den Wörtern „Zauberer“ und „Oz“ – ließ Zed Frayn als Manipulator erkennen. Wütend über diese Erkenntnis beschloss Zed, das Geheimnis um Zardoz weiter zu erforschen. Als Zed die Natur des Vortex und seine Probleme ergründet, nutzen die Eternals ihn, um ihre internen Streitigkeiten auszutragen. Angeführt von Consuella beschließen die Eternals, Zed zu töten und Friend altern zu lassen. Zed entkommt und absorbiert, unterstützt von May und Friend, das gesamte Wissen der Eternals, einschließlich des Wissens um den Ursprung des Vortex, um das Tabernakel zu zerstören. Während er ihr Wissen absorbiert, schwängert Zed May und einige ihrer Anhängerinnen, während er sich von einem rachsüchtigen Exterminator verwandelt. Zed schaltet das Tabernakel ab und deaktiviert so die Kraftfelder und Wahrnehmungsfilter, die den Vortex umgeben. Dies ermöglicht es den Exterminatoren, in den Vortex einzudringen und die meisten Eternals zu töten, die den Tod als Erlösung von ihrer eintönigen Existenz begrüßen. May und einige ihrer Anhängerinnen entkommen dem Massaker und begeben sich unter die Brutals, um dort als erleuchtete, aber sterbliche Wesen ihre Nachkommen zur Welt zu bringen.Consuella, die sich in Zed verliebt hat, gebiert in den Überresten des Steinkopfes ein Kind. Der kleine Junge reift mit seinen Eltern heran. Als er sie verlässt, altern auch sie weiter und sterben schließlich. Zurück bleiben nur gemalte Handabdrücke an der Wand und Zeds Revolver....











Soweit so gut. Natürlich ist "Zardoz" ambitioniert und teilweise von epischem Ausmaß, aber seine philosophischen Betrachtungen werden durch seine extreme Skurrilität und die holprige Umsetzung wirkungslos gemacht. Was bleibt ist ein surrealer Bilderfilm mit abwechselnd verwirrenden, abgehobenen aber auch intelligenten Momenten. Die Reise in diese Zukunft bleibt für den Zuschauer aber durchgehend ein Rätsel















Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

Terminator 3










Regie: Jonathan Mostow

Tag des jüngsten Gerichts...

Terminator 2 - Judgment Day" von James Cameron war im Jahr 1991 der erfolgreichste Film des Jahres und erhielt darüberhinaus 4 Oscars (Tonmischung, Tonschnitt, visuelle Effekte und Makeup). Er spielte über 500  Millionen Dollar ein. Die erfolgreiche Fortsetzung von "Terminator" aus dem Jahr 1984 festigte den Status des Hauptdarstellers Arnold Schwarzenegger als Kino-Superstar. Während er im ersten "Terminator" programmiert wurde, um Sarah Connor (Linda Hamilton) zu töten, ist er in der Fortsetzung als Beschützer von Sarah und ihrem Jungen John Connor (Edward Furlong) zu sehen, denn der Roboterkiller T-1000 wird von Robert Patrick gespielt, einer noch besseren Killerausgabe als Schwarzeneggers Modell T-800. Da die Filmproduzenten ab den 70er und 80er Jahren vermehrt auf Fortsetzungen von erfolgreichen Filmen setzten, war die Realisierung von "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" keine allzu große Überraschung. Der Film spielte weltweit 433 Millionen Dollar ein, womit er am Ende der seiner Kinolaufzeit der siebterfolgreichste Film des Jahres wurde. Zehn Jahre nach der Zerstörung von Cyberdyne Systems lebt John Connor (Nick Stahl) nach dem Tod seiner Mutter Sarah als Nomade. Er fürchtet, dass die bösartige künstliche Intelligenz Skynet ihn immer noch jagt, obwohl der vorhergesagte Krieg zwischen Menschen und Maschinen 1997 nicht stattfand. Skynet schickt den T-X (Kristanna Loken), einen hochentwickelten Terminator mit formveränderlichem Flüssigmetall, das ein robustes Metallendoskelett umhüllt und andere Maschinen kontrollieren kann, in die Vergangenheit, um John und seine zukünftigen Verbündeten des Widerstands, darunter Johns zukünftige Frau Kate Brewster (Claire Danes) zu töten. Als Hauptziel versucht der T-X, John über Kate zu finden. Daraufhin schickt der Widerstand einen umprogrammierten T-800 Terminator (Arnold Schwarzenegger) zurück, um das zukünftige Paar zu beschützen. Nachdem er andere Ziele getötet hat, spürt der T-X die beiden in einer Tierklinik auf, in der Kate arbeitet. Der Terminator hilft ihnen jedoch bei der Flucht und bringt sie zu einem Mausoleum, in dem Sarah angeblich begraben liegt. In ihrem Sarg finden sie ein Waffenlager, das auf Sarahs Wunsch hin dort hinterlassen wurde, falls der Tag des Jüngsten Gerichts nicht verhindert werden konnte und die Terminatoren zurückkehrten. Sie entkommen einem Feuergefecht mit der Polizei und wehren den verfolgenden T-X ab. Der Terminator enthüllt, dass Johns und Sarahs Handeln den Tag des Jüngsten Gerichts nur verzögert hat und dass Skynets Angriff an diesem Tag stattfinden wird. Er beabsichtigt, John und Kate nach Mexiko zu bringen, um sie vor den radioaktiven Folgen zu schützen, sobald Skynet seinen nuklearen Angriff startet. John befiehlt dem Terminator, ihn und Kate zu einer Basis in der Mojave-Wüste zu bringen, um ihren Vater, Generalleutnant Robert Brewster (David Andrews) von der US-Luftwaffe, zu treffen – ein weiteres Ziel des T-X. Der Terminator weigert sich zunächst, da er seine Mission nicht gefährden will; auf Kates Drängen hin gehorcht er jedoch. Sie erfahren, dass der Terminator John im Jahr 2032 getötet hat, indem er Johns emotionale Bindung zu dem Modell ausnutzte, um ihm näherzukommen, bevor Kate es einfing, umprogrammierte und in die Vergangenheit schickte. General Brewster überwacht die Entwicklung von Skynet für Cyber ​​Research Systems (CRS), einen Entwickler autonomer Waffensysteme. Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs setzt ihn unter Druck, Skynet zu aktivieren, um einen anomalen Computervirus daran zu hindern, Server weltweit zu infizieren. Was natürlich zur ultimativen Katastrophe führt....







Der Film von Jonathan Mostow (Breakdown, Surrogates, U-571) bietet mit neuen Varianten eigentlich die gleiche Geschichte wie die beiden Vorgänger, die diesem 3. Teil wohl deshalb auch überlegen sind. Denn sie waren originell - Teil 3 bietet das gleiche konzept an und so ist die lange Verfolgungsjagd vielleicht am Ende viel weniger spannend, denn das meiste ist vorhersehbar. 






Bewertung: 6 von 10 Punkten.