Mittwoch, 11. März 2026

Monster Busters











Regie: Fred Dekker

Die Monster kommen in die Stadt...

"Monster Squad" (deutscher Titel: Monster Busters) ist ein Film von Fred Dekker, der für "House" das Drehbuch schrieb und "Die Nacht der Creeps" inszenierte. Auch "Robocop 3" wurde von ihm inszeniert. In "Monster Squad" ist der Horror äusserst harmlos, denn die Helden, die Monster-Clique sind Kinder im Vorpubertätsalter, die die klassischen Universal-Monsterfilme und ihre übernatürlichen Stars verehren. Clubleiter ist Sean Crenshaw, gespielt von Andrew Gower, dessen jüngere Schwester Phoebe (Ashley Bank) unbedingt dazugehören möchte, aber Mädchen haben Baumhaus-Verbot. Eines Tages findet der Junge das Tagebuch des legendären Monsterjägers Dr. Abraham van Helsing (Jack Gwillim).  Seine Begeisterung verfliegt jedoch schnell, als er feststellt, dass es auf Deutsch geschrieben ist. Sean und der Rest der Monster-Clique – sein bester Freund und Stellvertreter Patrick Rhodes (Robby Kiger), der tollpatschige Horace (Brent Chalem), der coole ältere Junge Rudy (Ryan Lambert) und der kleine Eugene (Michael Faustino) – besuchen einen älteren Mann, der als „der unheimliche Deutsche“ (Leonard Cimino) bekannt ist, in Wirklichkeit aber ein freundlicher Gentleman und ehemaliger KZ-Häftling, um das Tagebuch übersetzen zu lassen. Das Tagebuch beschreibt ein Amulett, das aus konzentrierter Güte besteht. Einmal im Jahrhundert, wenn die Kräfte des Guten und des Bösen im Gleichgewicht sind, wird das ansonsten unzerstörbare Amulett verwundbar. Da der nächste Tag des Gleichgewichts in wenigen Tagen um Mitternacht eintritt, erkennen die Kinder, dass sie das Amulett in ihren Besitz bringen und es – mithilfe eines Zauberspruchs aus Van Helsings Tagebuch – nutzen müssen, um ein Wurmloch im Universum zu öffnen und die Monster in den Limbus zu verbannen. Wie im Vorspann des Films gezeigt wird, hatte Van Helsing dies vor hundert Jahren erfolglos versucht, um seinen alten Widersacher Graf Dracula (Duncan Regehr) zu besiegen; seine Lehrlinge wanderten daraufhin in die USA aus, um das Amulett vor Dracula zu verstecken. Dracula ist jedoch weiterhin bestrebt, das Amulett zu erlangen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Zu diesem Zweck versammelt er mehrere monströse Verbündete um sich: die Mumie (Michael Reid McKay), den Kiemenmann (Tom Woodruf jr), den Wolfsmann (Carl Dibault) und drei Schulmädchen (Mary Albee, Brynn Baron und Julie Merrill), die der Graf in seine vampirischen Gefährtinnen verwandelt. Anschließend stiehlt Dracula eine Kiste mit Frankensteins Monster (Tom Noonan) aus einer fliegenden B-25 Mitchell und vervollständigt so seine Armee. Frankensteins Monster zögert jedoch, Dracula zu helfen, und irrt in den Wald, wo es Phoebe begegnet. Anstatt Angst zu haben, zeigt sie ihm die Güte, nach der er sich immer gesehnt hat, und sie freunden sich an. Nachdem Phoebe der Monster-Truppe bewiesen hat, dass Frankensteins Monster nicht böse ist, beschließt es, den Jungen statt Dracula zu helfen....










Ein unterhaltsames 80er-Jahre-Abenteuer mit einem leicht gruseligen Twist: ‚The Monster Squad‘ bietet jugendlichen Horror mit genau dem richtigen Maß an Charme. "Monster Squad" ist ein typischer Vertreter der 80er Jahre Horrorfilme, in denen Kinder bzw. Jugendliche zu Helden werden. Natürlich bietet der Film schrulligen und schrägen Grusel Light. 











Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

Furiosa A Mad Max Saga










Regie: George Miller 

Ein mutiges Mädchen...

"Furiosa: A Mad Max Saga“  ist der fünfte "Mad Max" Film von George Miller und spielte in den USA und Kanada 67,6 Millionen US-Dollar und in anderen Ländern 105,3 Millionen US-Dollar ein, was einem weltweiten Einspielergebnis von 174,4 Millionen US-Dollar entspricht. Leider gilt der Film als Flop an den Kinokassen. Kritiker und Filmexperten führten das schwache Einspielergebnis auf die begrenzte Attraktivität der Filmreihe im Allgemeinen und der Prequels im Besonderen zurück. Laut Variety schätzten Branchenkenner, dass „Furiosa“ 350–375 Millionen US-Dollar einspielen müsste, um Gewinn zu erzielen, und dass der Film dem Studio und seinen Mitfinanzierern letztendlich 75–95 Millionen US-Dollar Verlust bescheren würde. Ein Sprecher von Warner Bros. behauptete jedoch, der Film habe eine niedrigere Gewinnschwelle erreicht.  Bis zu die Hälfte des Filmbudgets wurde von den Regierungen von New South Wales und der australischen Bundesregierung getragen. Im April 2025 errechnete Deadline Hollywood, dass der Film dem Studio einen Verlust von 119,6 Millionen Dollar beschert hat, wenn man alle Ausgaben und Einnahmen zusammenrechnet. Schade, denn der Film ist sehr gelungen und bietet dem Zuschauer ein spannendes und furiosen Filmabenteuer.  "Furiosa: A Mad Max Saga" ist wie seine vier Vorgänger ein postapokalyptischer Actionfilm aus dem Jahr 2024, bei dem Regisseur George Miller gemeinsam mit Nico Lathouris auch das Drehbuch verfasste. Anya Taylor-Joy und Alyla Browne spielen die Hauptrollen. Der Film, der Jahre vor Fury Road spielt, begleitet Furiosas Leben über ein Jahrzehnt, von ihrer Entführung durch die Truppen des Warlords Dementus (Chris Hemsworth) bis zu ihrem Aufstieg zum Imperator. Tom Burke ist als Praetorian Jack zu sehen, ein Militärkommandant, der sich mit Furiosa anfreundet. Mehrere Darsteller aus Fury Road kehren in Nebenrollen zurück, darunter John Howard, Nathan Jones und Angus Sampson, die ihre Charaktere wieder aufnehmen. Der Film beginnt in einer Art grünem Paradies einer Solarpunk-Zukunft und schwenkt schnell zum traditionelleren Dieselpunk um, für den die Reihe bekannt ist.Er erhielt durchweg positive Kritiken und wurde für zahlreiche Preise nominiert. Der Film wurde vom National Board of Review zu einem der zehn besten Filme des Jahres 2024 gekürt.  Jahrzehnte nach der Apokalypse ist Australien eine radioaktive Ödnis, und der Grüne Ort der vielen Mütter ist eines der letzten Gebiete mit Süßwasser und Landwirtschaft. Die Roobillies entdecken den Grünen Ort, während die beiden Kinder Furiosa (Alyla Browne) und Valkyrie (Dylan Adonis) Pfirsiche pflücken. Furiosa versucht,  Motorräder der Eindringlinge zu sabotieren, doch die Roobillies nehmen sie gefangen und wollen sie Dementus (Chris Hemsworth) von der Biker-Horde als Beute übergeben. Furiosas Mutter Mary Jabassa (Charlee Fraser) verfolgt die Roobillies bis zum Lager der Horde, um Furiosa zu befreien, doch Dementus spürt sie auf. Mary bleibt zurück, um Furiosa Zeit zur Flucht zu verschaffen, und gibt ihr einen Pfirsichkern als Andenken. Furiosa weigert sich jedoch, Mary zurückzulassen. Dementus zwingt Furiosa, die Kreuzigung und Folter ihrer Mutter durch seinen Leutnant, den Oktoboss, mitanzusehen. Vom Tod seiner eigenen Familie gequält, adoptiert Dementus Furiosa als seine Tochter. Sie tätowierte sich eine Sternenkarte zum Grünen Ort auf ihren linken Arm, um den Weg nach Hause zu finden.Einige Zeit später belagert Dementus die Zitadelle, eine weitere Siedlung mit Frischwasser und Landwirtschaft. Die Horde wird jedoch von den War Boys, der fanatischen Armee des Zitadellen-Kriegsherrn Immortan Joe (Lachy Hulme), zurückgeschlagen. Dementus nutzt eine Trojanische-Pferd-Strategie, um Gastown, eine Ölraffinerie, die die Zitadelle mit Benzin versorgt, einzunehmen. In Friedensverhandlungen erkennt Joe Dementus' Herrschaft über Gastown an und erhöht die Lebensmittel- und Wasservorräte im Austausch für den Organischen Mechaniker der Horde und Furiosa. Anschließend sperrt Joe Furiosa zusammen mit seinen „Frauen“ in einen Tresor. Nachdem Joes Sohn Rictus (Nathan Jones) Interesse an ihr zeigt, schmiedet Furiosa einen Fluchtplan. Eines Nachts befreit Rictus Furiosa aus Joes Tresor, um sie zu vergewaltigen. Doch sie entkommt ihm mit einer Perücke aus ihren eigenen Haaren und verschwindet. Als stummer War Boy getarnt, arbeitet sich Furiosa über ein Jahrzehnt lang in Joes Reihen nach oben.Furiosa hilft beim Bau des War Rigs, eines schwer bewaffneten Versorgungstankers, der den Angriffen von Plünderern im gesetzlosen Ödland standhält. Furiosa plant, sich auf dem Rig zu verstecken, als Joe seinen besten Fahrer, Praetorian Jack (Tom Burke), auf eine Versorgungsmission schickt. Desillusioniert von Dementus' Gefühllosigkeit, wird der Octoboss abtrünnig und startet einen Luftangriff auf den Rig. Seine Mortifiers metzeln die gesamte Besatzung nieder und zerstören Furiosas verstecktes Motorrad, doch Furiosa und Jack verbünden sich, um sie zu besiegen. Furiosa versucht, den Rig zu kapern und nach Hause zu fahren, aber Jack vereitelt ihren Plan mühelos. Er erkennt jedoch ihr Potenzial und bietet ihr an, sie für die Flucht auszubilden, wenn sie ihm hilft, seine Crew wieder aufzubauen. Furiosa wird Jacks Stellvertreterin und zum Prätorianer befördert....










Tatsächlich ist "Furiosa" genauso gut wie sein Vorgänger "Mad Max Fury Road", der ja bei der Oscarverleihung des Jahres 2016 stolze 6 Siege (Kostüme, Schnitt, Makeup, Szenenbild, Tonschnitt, Ton) davontrug. Es ist sicherlich eines der besten Prequels aller Zeiten und fasziniert von Anfang bis zum Ende. Ana Taylor Joy ist eine sehr überzeugende Actionheldin und ihre Darstellung ist phänomenal, da sie die richtige Balance zwischen Härte, Rachengedanken und gebrochener Menschlichkeit exakt rüberbringt. Im Juni 2025 listete IndieWire den Film auf Platz 24 seiner Liste der „100 besten Filme der 2020er Jahre











Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 
 

Good Boy










Regie: Ben Leonberg

Indy ist ein guter Hund...

"Good Boy" ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2025, bei dem Ben Leonberg Regie führte und zusammen mit Alex Cannon das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle spielt Leonbergs Hund Indy - erzählt wird die Geschichte von dieses treuen Gefährten, der versucht, seinen Besitzer zu retten – einen jungen Mann mit einer chronischen Lungenerkrankung –, der von einer übernatürlichen Präsenz im Haus seines verstorbenen Großvaters auf dem Land heimgesucht wird. Der Film ist Leonbergs Spielfilmdebüt als Regisseur. Die Idee dazu kam ihm, nachdem er Poltergeist (1982) erneut gesehen und die Horror-Metapher bemerkt hatte, dass Hunde die Anwesenheit von Geistern oft vor Menschen spüren. Er beschloss, einen klassischen Spukhausfilm aus der Perspektive eines Hundes zu schreiben. Leonberg und Cannon begannen 2017 mit dem Schreiben des Drehbuchs und legten dabei mehr Wert auf Action und Perspektive als auf Dialoge, um die Sichtweise des Hundes authentisch wiederzugeben. Indy hatte keinerlei Schauspielerfahrung, als Leonberg ihn für die Hauptrolle besetzte. Der Film wurde über drei Jahre in Harding Township, New Jersey, gedreht. Leonberg und Wade Grebnoel waren beide als Kameramänner tätig. Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Gelobt wurden das ambitionierte Konzept, die technische Umsetzung, der visuelle Stil, die emotional berührenden Themen und Indys schauspielerische Leistung. Kritik gab es jedoch auch am Erzählstil, insbesondere an der verschachtelten Handlung und dem ungleichmäßigen Erzähltempo. Der Film war ein kommerzieller Erfolg und spielte bei einem Budget von 70.000 US-Dollar 8,7 Millionen US-Dollar ein. Todd (Shane Jensen), ein junger Mann mit einer chronischen Lungenerkrankung, zieht mit seinem geliebten Hund, einem Nova Scotia Duck Tolling Retriever namens Indy, von New York City in das abgelegene, unbewohnte Haus seines verstorbenen Großvaters (Larry Fessenden) im Wald. Todds Schwester Vera (Arielle Friedman) sorgt sich um seine Isolation, da sie glaubt, das Haus sei verflucht und habe zum Tod ihres Großvaters beigetragen. Indy spürt sofort eine Präsenz im Haus, die sich oft in Schatten manifestiert und manchmal als dunkle, skelettartige Gestalt erscheint, die mit Schlamm bedeckt ist. Während sie durch den Wald streifen, begegnen Indy und Todd Richard (Stuart Rudin), einem langjährigen Nachbarn, der sie vor Fuchsfallen warnt, die er in der Gegend aufgestellt hat. Richard erzählt Todd, dass er die Leiche von Todds Großvater gefunden hat und dass dessen Golden Retriever Bandit seitdem verschwunden ist. Indy beobachtet immer wieder die dunkle Gestalt im Haus und begegnet einer Erscheinung von Bandit, die ihn nach oben führt. Unter einem Kleiderschrank findet Indy ein Bandana, das Bandit gehörte. Indy hat außerdem wiederkehrende Träume, in denen sie von der dunklen Gestalt angegriffen wird, und Visionen von Todds Großvater, der anscheinend in dem Haus an einer ähnlichen Krankheit gestorben ist. Todds Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends, und er beginnt regelmäßig Blut zu husten. Er wird zunehmend aggressiv gegenüber Indy und Vera, die ihn ständig telefonisch kontaktiert. Spät in einer Nacht wacht Indy auf und findet Todd in einem verwirrten Zustand vor, wie er mit dem Kopf gegen die Kellertür schlägt. Während Todd schläft, beobachtet Indy, wie sich die Gestalt dem Schlafzimmer nähert. Todd erwacht, bricht zusammen und wird von Indy getrennt, nachdem die Gestalt eine Tür zwischen ihnen geschlossen hat. Indy flieht aus dem Haus, um Richard zu finden und Todd zu helfen, gerät aber in eine von Richards Fuchsfallen. Todd bestraft ihn, indem er ihn anleint und ihn zwingt, in einer Hundehütte zu schlafen....





Sowohl die Kameraführung als auch die visuellen Effekte von "Good Boy" sind gut gelungen, es wirkt nichts übertrieben. Die Geschichte ist raffiniert inszeniert und wirkt düster-atmosphärisch - und vor allem wird alles sensibel erzählt. Good Boy ist ein visuell beeindruckender, emotional erschütternder Horrorfilm, der Genrekonventionen meidet und ein einzigartig eindringliches und konzeptionell ambitioniertes Erlebnis bietet. Für seine Leistung bei den 9. Astra Film Awards wurde Indy als bester Darsteller in einem Horror- oder Thrillerfilm nominiert und schrieb damit Filmgeschichte: Er ist der erste Hund, der in einer wichtigen Filmkategorie nominiert wurde, die zuvor nur menschliches Talent gewürdigt hatte.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.