Mittwoch, 17. Februar 2016

Jamie Marks is dead

























Regie: Carter Smith

Adam sieht tote Menschen...

"Jamie Marks is dead" ist ein ungewöhnlicher Horrorbeitrag, bei dem auch die "Coming of Age" Elemente eindeutig überwiegen. Der Film wurde von Carter Smith (Ruinen) inszeniert und basiert auf den Roman "One to sorrow" von Christopher Barzark. Kalt und grau werden die Bilder präsentiert, das verleiht dem Film eine gelungene Atmosphäre. Die Geschichte des 15jährigen Adam McCormick (Cameron Monagham) spielt im Winter. Aber eigentlich ist es die Geschichte eines toten Jungen: Jamie Marks (Noah Silver) hieß dieser Junge, den man tot am Flupufer fand. Der Leichnam war bei zur Unterhose entkleidet und wurde von der Schülerin Gracie (Morgan Saylor) gefunden, die auf der Suche nach Steinen für ihre Sammlung war. Schnell macht das Gerücht die Runde, dass der Tote wohl geschlagen und sogar vergewaltigt worden sei. Im Vorfeld war Jamie Marks der ultimative Aussenseiter an der Schule dieser amerikanischen Kleinstadt. Von den Jungs (Brett delBuono, Fred Tolliver jr, Ronen Rubinstein, Conor Antico, Adrian Enscoe) wurde er immer wieder aufs Gröbste schikaniert, gedemütigt und gekränkt, die Schüler schreckten auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Lediglich Adam hielt sich immer zurück. Er beobachtete und registrierte aber die Schikanen, denen der schwächliche Junge mit der Harry Potter Gedächtnisbrille ausgesetzt war. Kontakt hatten sie aber keinen. Ansonsten plagen Adam die typischen Nöte eines pupertierenden Teenagers. Er ärgert sich über seine Mom (Liv Tyler), die sich mit Lucy Hall (Judy Geer) angefreundet hat. Und hat immer mal Trouble mit dem größeren Bruder Aaron (Ryan Munzert). Doch mehr und mehr beschäftigt er sich mit dem Tod des Aussenseiters. Er findet bald Kontakt zu dem Mädchen Gracie, die die Leiche als erste entdeckt hat. Die lädt ihn zu sich nach Hause ein und es kommt zu Zärtlichkeiten. Doch das Mädchen hat ein Problem: Sie sieht den toten Jamie nachts vor dem Haus. Seltsamerweise hat auch Adam die Gabe die lebende Leiche zu sehen. Und bald erblickt er auch Jamie in seinem Zimmer. Es kommt zur Kontaktaufnahme...


In Punkto Atmosphäre ist "Jamie Marks is dead" zwar sehr spröde, aber äusserst gut gelungen. Dies bezieht sich aber mehr auf die Elemente des Jugendfilms. Als Horrorfilm hat er weniger Qualitäten, wenn man mal vom Auftritt des psychopathischen Geists von Frances Wilkinson, gespielt von Madison Beaty; absieht, die für einige Sekunden für eine gelungene Horroreinlage sorgt. Dennoch wirkte in diesem Moment der Film auch etwas unentschlossen, ob er Horror oder Teenage Angst vermitteln soll. Als weiteren dramaturgischen Fehler erachte ich, dass ausser der Hauptfigur Adam auch Gracie den Toten sieht. Diese Tatsache tendiert dann auch wieder in Richtung Horrorfilm ohne Horror, weil er von Menschen handelt, die tote Menschen sehen. Ich glaube es wäre besser gewesen, wenn nur einer Person "diese Gabe" zuteil geworden wäre. So jongliert der Film etwas unentschlossen herum und entlässt auch seinen Zuschauer so. Bestärkt mit einer Botschaft, dass auch der Einzelgänger und Aussenseiter der Liebe seiner Mitmenschen bedarf. Erschreckend ist der film zu keiner Sekunde, aber dadruch, dass Adam immer weiter in die Welt der Untoten eindringt, kann der Film beunruhigende Akzente setzen. Beste Szene ist die, als Adam sich an den Tatort am Fluß begibt, sich auszieht und an die Stelle liegt, wo der tote Jamie gefunden wurde. Hier ist die Indentifkation mit dem Aussenseiter sehr gut heraus gearbeitet worden. Er wird dann schließlich dort von seinem Bruder entdeckt, der mit zwei Mitschülerinnen dort auftaucht um sensationslüstern den Tatort des ungeliebten Jamie zu begaffen. Ab dieser Zeitpunkt wird der beliebte Adam ebenfalls zum Gespött und nicht nur für seinen Bruder zum Freak.
Carter Smiths gemächlich erzähltes und von talentierten Jungdarstellern getragenes Werk kann man nicht so leicht kategorisieren. Aber im Kern der Geschichte handelt die geisterhafte Story doch am ehesten von den zahlreichen und scheinbar so unüberwindbaren Hürden des Erwachsenwerdens. Sei es bezüglich der eigenen Sexualität, dem Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht oder der Umgang mit privaten Schicksalsschlägen wie Unfällen oder der Tod der Eltern. Vieles davon deutet Regisseur Smith an oder aber er spiegelt es in veränderter Form bei mehreren Figuren.


Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Sonntag, 7. Februar 2016

The Visit
















Regie: M. Night Shyalaman

Die unbekannten Großeltern...

Und noch ein Found Footage Film...als Horrorfilmfan hat man sich an diese "trendige" Machart inzwischen gewöhnt und man sich schon gar nicht mehr daran, dass es reichlich absurd ist, wenn der begeisterte Hobbyfilmer der Geschichte die Kamera immer drauf hält, selbst wenn er um sein eigenes Leben rennen müsste. Im Grunde hat dies auch nurt zu "Blair Witch Project" von von Daniel Myrick und Eduardo Sanchez perfekt gepasst, weil es dort offensichtlich war, dass die Protagonisten, die sich in der Wildnis verlaufen hatten, bei ihrer Odyssee nur teilweise die Kamera laufen ließen. Bei allen andern Nachfolgefilmen kam aber der 'Gedanke auf, dass es reichlich unlogisch ist, wenn man ständig nur noch in der Gegend herumläuft und alles mitfilmt. Egal, ob wir heute in einer Zeit von "Youtube" oder "Selfies" leben. Es sei denn man ist irgendwie Psychopath wie der Kameramann Mark Lewis, gespielt von Karlheinz Böhm, im Powell-Klassiker "Augen der Angst". Aber davon sind die beiden Protagonisten in M. Night Shyalamans "The Visit" weit entfernt. Es ist aber offensichtlich, dass die beiden Geschwister Rebecca (Olivia DeJonge) und Tyler Jamison (Ed Oxenbould) mit der Filmerei eigene Ängste zu kompensieren versuchen, Rebecca beispielsweise benutzt ihre Kamera vielleicht sogar als Ersatz des Blickes auf sich selbst. Was ein interessanter Aspekt in diesem mit wenig Budget gedrehten Comeback des indisch-stämmigen Regisseurs darstellt. Die Produktionskosten beliefen sich auf 5 Millionen Dollar, Shyalaman finanzierte dieses Geld durch sein eigenes Gehalt, das er für seinen vorigen, vielkritisierten Film "After Earth" bekommen hatte. Mit "The Visit" kehrt er auch zurück in das Genre, dass ihm zu Weltruhm verhalf.
Wenn man die Werbung für diesen Film im Vorfeld betrachtet, kommt der Gedanke auf, dass M. Night Shyalaman auch auf das Potential der Geschichte als Komödie hinweisen wollte: Grandmas Rules: Have a good time, eat as much as you want...but don´t leave your room after 9.30pm. Hört sich fast wie der dringende Appell aus "Gremlins" an, diesen süßen Mogwai nicht mehr nach Mitternacht zu füttern.
Tatsächlich gab der Regisseur in einem Interview preis, dass er drei verschiedene Filmenden gedreht hatte: Eines, das pure Komödie sei, eines, das ausschließlich Horror sei und ein drittes, ein Mix aus beiden.  Durch den kleinen 13jährigen Tyler, der gerne rappt kommt tatsächlich eine humorige Note in den Film, ansonsten ist der Film aber sehr ernst...und vor allem schräg, skurril und geheimnisvoll. Der sehr gelungene Film hat mich in seinen besten Szenen an Polanskis bizarres Meisterwerk "Der Mieter" erinnert. Und der wiederum ist ja ein sehr naher Verwandter zu "Rosemarys Baby", wobei wir bei den "Bösewichtern" dieser Filme wären: Allesamt betagte Menschen, die scheinbar ganz harmlose und normale Bürger sind. Aber dennoch lauern gerade in dieser scheinbar wohligen Idylle irgendwelche Abgründe ganz fieser Art. Die Geschichte beginnt als die alleinerziehende Mutter Loretta (Kathryn Hahn) mit ihrem neuen Lover Miguel eine Kreuzfahrt machen möchte. Sie leidet schon immer noch unter der Tennung ihres älteren Mannes, der sie wegen einer Jüngeren verlassen hat. Auch die Kinder Rebecca und Tyler haben diesen schmerzlichen Einschnitt in ihrem jungen Leben noch nicht richtig verdaut. Tyler beispielsweise reagiert sehr pathologisch auf Keime. Mit ihren Eltern hat sich Loretta vor 17 Jahren zerstritten und sie seither nie mehr besucht. Doch nun kam vor einiger Zeit ein Lebenszeichen der alten Leute, dass sie unbedingt ihre Enkel einladen würden, was natürlich Loretta in den Plan passt. So reisen die beiden Teenager alleine zu den ihnen völlig unbekannten Großeeltern (Deanna Dunagan/Peter McRobbie) und werden dort herzlich empfangen.  Sehr schnell ist das Eis gebrochen und Alt und Jung verstehen sich prächtig. Und Rebecca hat dabei Gelegenheit dort in der einsamen Gegend, wo Oma und Opa zuhause sind, einen Film über diese Urlaubserlebnisse zu machen. Der kleine Bruder wirkt als Assistent bei diesen Filmaufnahmen mit. Doch schon in der ersten Nacht kommt es zur ersten verstörenden Begebenheit. Die Großeltern scheinen irgendwie sehr seltsam zu werden, je später der Abend ist...


M. Night Shyalaman war klug genug die unheimlichen Szenen sehr dezent zu platzieren, so kommt für meine Begriffe auch mal ein guter Suspence-Gehalt zum Tragen, was ja bei vielen Genreverwandten eher plump und reisserisch augestaltet wird. Es gibt nur wenige Szenen - möglicherweise für hartgesottene Horrorfans zu subtil und ruhig inszeniert - aber diese zeugen schon für eine dichte Spannung. Es sind wirklich sonderbare Großeltern, die von Deanna Dunagan und Peter McRobbie toll gespielt werden. Shyalaman gelingt es über weite Strecken eine Unsicherheit beizubehalten: Sind Grandma und Grandpa böse ? Sind sie verrückt ? Oder völlig harmlose Leute, die nicht mehr so ganz gut - sowohl körperlich als auch geistig - funktionieren. Einiges ist möglich, erst das Ende gibt Aufschluß. Dieser Schluß ist zwar ebenfalls gelungen, flacht aber im Vergleich zu den vorherigen unheimlichen 80 Minuten etwas in der Qualität ab. Wobei es ein Beweis dafür ist, dass die Ungewissheit Angst erzeugt, aber wenn das Rätsel sich löst, lassen sich auch die Ängste - trotz der höheren Gefahr - wieder lösen. 


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Schwarze Geschichten

















Regie: Roger Corman

Drei Terror Geschichten...

Roger Cormans Meisterwerke sind zweifelsohne seine Edgar Allen Poe Verfilmungen, die er zwischen 1960 und 1964 drehte. Nach dem großen Erfolg von "Die Verfluchten" folgte "Das Pendel des Todes" und "Lebendig begraben". Danach versuchte er sich an einem Episodenfilm. Die dreiteilige Horrorfilm-Anthologie nach Poes Motiven hieß "Schwarze Gesichten" (Original: Tales of Terror) und ist wie die anderen Poe Verfilmungen von Corman äusserst schön ausgestattet und bebildert. Man hat das Gefühl einen amerikanischen Verwandten der Hammer Filme zu sehen. Das Thema heißt "Beschäftigung mit dem Tod und dem Sterben".
Die erste Episode heißt "Morella" und führt uns auf ein unheimliches und gleichzeitig auch tolles Herrenhaus. Dort in diesem Schloß lebt Mr. Locke (Vincent Price) seit Jahren abgeschieden von der Aussenwelt. Er trinkt, pflegt sich nicht mehr und lebt seine Depression aus. Kein Wunder: Das Skelett seiner Frau Morella (Leona Gage) liegt seit Jahren immer noch im Bett, wo sie starb. Der Mann bekommt überraschend Besuch von seiner Tochter Lenora Locke (Maggie Pierce) aus Boston, die vom Vater verstoßen wurde und nun - schwer krank - eine Versöhnung mit ihm herbeisehnt. Dabei hasst der Vater die Tochter, weil er ihr die Schuld am Tod seiner geliebten Frau Morella gibt. Doch sie versöhnen sich schnell. Doch Morellas Geist lebt natürlich.
Die Episode 2 heißt "Die schwarze Katze" und ist gleichzeitig der stärkste Teil des Films. Held der Geschichte ist der allseits besoffene Montresor Heringbone (Peter Lorre), der seine schöne blonde Frau Anabel (Joyce Jameson) vernachlässigt und stattdessen lieber im Wirtshaus hockt. Die Frau hat aber immerhin eine schwarze Katze zuhause als Ersatz. Eines Tages schmuggelt sich Montresor in eine vornehme Weinprobe ein, der größte Weinexperte weltweit - Fortunato Luchresi (Vincent Price) - gibt dort eine Kostprobe seines Könnens. Er kann jeden Wein erkennen. Tatsächlich kann Montresor durch sein loses Mundwerk den Maestro zu einem Wettbewerb herausfordern und er kann dem Experten mit seinen Kentnissen über Weine sogar gut Paroli bieten. Doch der Wettstreit endet besoffen und Luchresi hilft dem betrunkenen Montresor den Heimweg zu finden. Dort lernt er auch dessen Frau Anabel kennen. Das Leben ändert sich nach diesem Besuch. Immer mehr hat die junge Frau Verständnis für die Kneipenbesuche des Gatten und bald entsteht der Verdacht, dass sie ihm was verheimlicht. So muss er entdecken, dass Luchresi mit seiner Frau eine heiße Affäre begonnen hat und sie immer dann besucht, wenn er das Haus verlässt. Er entwickelt einen teuflischen Racheplan.
Episode 3 nennt sich "Valdemar" und hat die Hypnose zum Thema. Die hilft dem sterbenskranken Mr. Valdemar (Vincent Price) seine letzten Tage ohne Schmerzen zu erleben. Dies gelingt dem Hypnotiseur Mr. Carmichael (Basil Rathbone), der für seine Künste kein Geld verlangt, aber dennoch eine morbide Bitte stellt. Er will am Totenbett von Mr. Valdemar noch einmal eine Hypnose anwenden. Frau Helene (Debra Paget) und der Arzt (David Frankham) sind schockiert, aber machen dennoch gute Miene zum bösen Spiel, da Mr. Valdemar diese Bitte gern erfüllt, weil er ja schmerzfrei in den Tod geht. Durch die Hypnose bleibt der Sterbende aber irgendwo zwischen der Welt der Lebenden und den Toten hängen, mit fatalem dramatischen Ausgang....



Der Film ist auch bekannt unter dem Titel "Der grauenvolle Mr. X" und zeigt Vincent Price in seinem Element und in Bestform. Besonders als arroganter Snob und Weinkenner Luchresi läuft er zur Höchstform auf. Unterstützt wird er dabei in Episode 2 und 3 von den beiden Schauspielergrößen Peter Lorre und Basil Rathbone, die sich ebenfalls richtig ins Zeug legen. Die Epsiode 1 atmet den morbiden Geist von Poe und ist fanastisch bebildert. Alle Zeichen sind auf den Verfall ausgerichtet. Es erinnert ein bisschen an "Die Verfluchten". Anders ist die zweite Episode konzipiert. Mit viel schwarzem Humor und einem herrlichen Plot ausgestattet. Dabei zeigt sich, dass jedes perfekte Verbrechen auch eine Schwachstelle haben kann. Episode 3 bietet Einblick in die finsteren Pläne eines Hypnotiseurs, der mit allen Mitteln eine schöne Frau besitzen will. Diese Episode endet mit ekliger gallertartiger Masse. Insgesamt bietet "Schwarze Geschichten" tollen altmodischen Grusel. Von Anfang bis Ende elegant und unterhaltsam verfilmt. 




 Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Dienstag, 26. Januar 2016

Bone Tomahawk

























Regie: S. Craig Zahler

Im Gebiet der Troglodyten...

Es kommt relativ selten vor, dass der klassische Western mit einem weiteren Genre vermischt wird. Es passt auch nicht immer, wie Jon Favreaus eher enttäuschendes Western-Science Fiction Spektakel aus dem Jahr 2011 bewies. Schon eher lassen sich Horrorelemente in den Wilden Westen beimischen, was schon bei "Ravenous" (1999, Regie: Antonia Bird) oder "Burrowers" (2008, J.T.Petty) doch ganz gut funktionierte. Mit "Bone Tomahawk" von S.Craig Zahler präsentierte sich ein weiterer Genre-Jumper, der in der ersten Hälfte auf einen sehr langsamen Erzählryhthmus setzt, wo die eigentliche Geschichte - eine Suche nach Vermissten im feindlichen Indianerland - ausgesetzt wird und stattdessen das suchende Männerquartett, ein teilweise archetypischer Haufen, näher vorgestellt wird. Es wird auf dieser Reise sehr viel erzählt, denn die Männer kommen nur mühsam voran: Kein Wunder, den Arthur O´Dwyer (Patrick Wilson) hat ein gebrochenes Bein und der Hilfssheriff Chicory (Richard Jenkins) sollte eigentlich schon aufgrund seines Alters Rentner sein. Immerhin komplettieren John Brooder (Matthew Fox), ein Veteran der Indianerkriege, und Sheriff Franklin Hunt (Kurt Russell) die Reisegruppe. Alle Männer stammen aus dem Kaff Bright Hope. Eigentlich hätte das Örtchen in Ruhe und Frieden weiterexistiert, wenn nicht der Landstreicher Purvis (David Arquette) dort aufgetaucht wäre. Dem Sheriff ist der Fremde schnell unangenehm aufgefallen, daher hat er ihm ins Bein geschossen und ins Gefängnis verfrachtet. Dort sollte Arthurs junge Ehefrau Samantha (Lili Simmons), eine Ärztin, die Kugel entfernen. Doch sie wird noch in der Nacht mit dem Gefangenen und Deputy Nick (Evan Jonigkeit) entführt. Der Zuschauer hat in der ersten Szene gesehen, dass Purvis mit seinem Kumpan Buddy (Sid Haig) - nachdem sie einige Siedler brutal gemeuchelt haben - selbst in tödliche Gefahr gekommen sind. Sie schändeten eine Grabstätte der Troglodyten, einem Stamm von Kannibalen, der in den Bergen lebt und nur Purvis konnte in die Stadt fliehen, nach Bright Hope. Die Kannibalen sind über Nacht dort aber eingefallen, erschlagen einen Stallburschen, rauben Pferde und entführen die drei Menschen. Ein indianischer Fährtensucher (Zahn McClarnon) klärt die Bürger auf, dass mit diesem indianischen Kannibalenstamm nicht zu spaßen sei und die Wahrscheinlichkeit lebend aus diesem Gebiet wieder heimzukehren sei äusserst gering. Daher wollen sich nur wenige Einwohner des kleinen Städtchens dem Rettungstrupp anschließen. Lediglich die vier Männer machen sich auf den Weg in die Hölle...



die Geschichte von Entführten und den Suchenden ist im Western natürlich auch nicht neu. Berühmtestes Beispiel ist da wahrscheinlich John Fords "Der schwarze Falke", der eine ähnliche Geschichte - nur ganz anders - präsentierte. Vielleicht steht Fords anderer und thematisch verwandter "Zwei ritten zusammen" dem Film von S. Craig Zahler näher, da auch dort der Regisseur den beiden Hauptdarstellern Richard Widmark und James Stewart auch ne Menge Gelegenheit gibt viele Männergespräche, angereichert mit Westernlatein, am Lagerfeuer zu führen. Auch diese beiden Westerner sind auf der Suche nach Weißen im Indianergebiet. Mit einer Laufzeit von ca. 132 Minuten ist der Film vielleicht ein bisschen zu lang geraten, denn die erste Stunde hat nicht viel Action zu bieten. Erst nach etwa 70 Minuten nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Das ziemlich langsam voranschreitenden Tempo des Western wird mit dann mit einer meisterhaften Spannung angereichert. Diese entlädt sich im Gebiet der Kannibalen und kommt zwar selten, aber wenn dann wie ein Beil aus dem Nichts geflogen. Die brutalen Szenen sind nichts für schwache Nerven. Aber alle Gewaltausbrüche und Schusswechsel, die dann beim Showdown gezeigt werden, wirken ungeheuer intensiv auf den Zuschauer. Erwähenswert auch das sehr gute Ensemble, angeführt von Kurt Russel, dem nun mit "Bone Tomahawk" und "The Hateful Eight" noch einmal ein Comeback - im Westerngenre - gelingt. Die Welt von "Bone Tomahawk" ist unbarmherzig. Der Weg ins Gebiet der Kannibalen, eine Art Odyssee, wird enorm strapaziös geschildert. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, dass diesem unterschiedlichen Männerquartett dort der große Erfolg beschieden sein wird. Vor allem weil sie es mit einem archaischen und brutalst agierenden Gegner zu tun bekommen werden. "Bone Tomahawk" wird sicherlich nicht jedem Zuschauer gefallen. Denn dazu ist die Exposition zu lange - das Actionpublikum wird auch diese dialoglastigen und ruhigen Szenen nicht verstehen und äusserst langweilig finden. Möglicherweise werden sie sich schon ausgeklingt haben, wenn dann diese schlammverkrustete Sippe auftaucht, die mit kehligen Klängen miteinander kommunizieren und wenn es dann richtig zur Sache geht. Dies ändert aber nichts an der Qualität dieses etwas spröden Films. Wie zu erwarten ist natürlich vor allem auch Kurt Russell wunderbar in seiner Rolle als sensibler und doch knallharter Sheriff, er strahlt bis zum bitteren Schluß Integrität und Güte aus. "Bone Tomahawk" hat auf alle Fälle das Potential zu einem Kultfilm.




Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 

Sonntag, 24. Januar 2016

Unknown User

























Regie: Levan Gabriadzes

Geister brauchen doofe Teenies...

Found Footage Filme brauchen nur ein geringes Budget, sie sind immer noch beliebt - vor allem im Horrorgenre - und sie spielen daher immer mal wieder das Vielfache ihrer Kosten ein. So auch bei Levan Gabriadzes "Unknown User" (Original: Unfriended) aus dem Jahr 2014. Der Film kostete grade mal 1 Million US-Dollar und spielte weltweit ca. 59 Millionen Dollar ein. Die gesamte Handlung des 83 Minuten kurzen Films spielt sich auf dem Desktop des Laptops der Schülerin Blaire Lily (Shelley Henning) aus dem kalifornischen Fresno ab. Die schaut sich noch einmal ein Video an, dass vor genau einem Jahr gedreht wurde und zeigt wie sich ihre beste Freundin Laura Barns ( Heather Sossmann) vor laufender Kamera erschießt. Grund für den Suizid der beliebten Schülerin war ein Clip, anonym auf Youtube hochgeladen, der sie zeigt, wie sie betrunken im eigenen Kot liegt. Die Veröffentlichung führte daher zu riesigem Hohn und Spott, so dass der Teenager keinen anderen Ausweg mehr sah als sich das Leben zu nehmen. Dies geschah am 12. April 2013...heute Abend ein Jahr später trifft sich Blairy Lily mit sechs Freunden in einem Skype-Chat. Dabei sind ihr Boyfriend Mitch Roussel (Moses Jacob Sturm) und die Schulkameraden Jess Felton (Renee Olstead), Ken Smith (Jacob Wysocki) und Adam Sewell (Will Peltz). Während dem Gespräch merken sie, dass sich ein unbekannter User, der den Namen "billie227" trägt, ebenfalls im Chat aufhält. Nach mehreren erfolglosen Versuchen den Fremden loszuwerden, wird die Vermutung immer stärker, dass ihnen die Mitschülerin Val Rommel (Courtney Halverson) einen Streich spielt. Sie laden daher Val in den Chat ein. Gleichzeitig erhalten sie über Facebook Nachrichten von Laura Barns Konto.
Auf dem Facebook-Profil von Jess erscheinen dann auch bald recht peinliche Bilder von Val bei einer Party, auf denen sie sich übergibt oder Drogen nimmt. Nun wird Jess von Val beschuldigt, dass sie diese Bilder absichtlich hochgeladen hat. Jess löscht die Bilder, aber kurz danach erscheinen diese auf Adams Account. Es kommt zu heftigen Streitereien untereinander. Val wird von Lauras Account in der Folge massiv bedroht. Die glaubt, dass Ken etwas damit zu tun haben könnte und verlässt den Chat, um die Polizei anzurufen. Dies ist der Auftakt des mörderischen Jahrestages. Dieser "billie227" hat vor Rache für Lauras Tod zu nehmen und bald gibt es auch den ersten Toten...


 Das von Timur Nuruachitowitsch Bekmambetow (Wächter des Tages, Wächter der Nacht) produzierte Horror-B Picture hat einen sehr interessanten und originellen Ansatz, auch wenn ich zugeben muss, dass es recht anstrengend ist das Geschehen auf diesem Laptop zu verfolgen, wenn sich die kleinen Zusatzfenster öffnen. Lange Zeit bleibt die Handlung im Dunkel und der Film liefert auch diverse hochaktuelle Bezüge zu Cyber-Mobbing, Social-Media-Wahn, zu der Angst etwas im Netz zu verpassen oder der Sucht ständig mit dem Internet verbunden zu sein. Schon ganz am Anfang am Beispiel des gezeigten Selbstmord-Videos, wo die Schüler, die das mitfilmen zwar immer "tu es bitte nicht" rufen, aber niemals die Hand von der Kamera nehmen. Dies ist dann auch später ersichtlich, wenn die Situation im Chat durch den unbekannten Billie immer brenzliger wird - alle bleiben gebannt vor Ort. Leider triftet der Film dann nach dem ersten Tod eines der Teenager in eine sehr unlogische Richtung. Man müsste meinen, dass die Teenies dann so schlau sind sich entweder a) aus dem Chat auszusteigen, um Hilfe zu holen oder sich b) vielleicht "live" treffen, da sie wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander wohnen. Zumal ja Mitch in den ersten Szenen in Aussicht stellte "schnell mal auf einen Sprung rüberzukommen". Sie bleiben am Ball und werden natürlich so zum Kanonenfutter des Täters, der an allen Orten gleichzeitig präsent zu sein scheint und möglicherweise so der Film auch in eine "Geistergeschichte" abdriftet. Es bleibt aber alles bis zuletzt sehr unklar und so kurz vor Schluß wünschte ich natürlich, dass den Machern eine begnadete Idee eingefallen ist, wie der Film aus dieser Sackgasse nochmals rauskommt. Aber nach diesem Handlungsverlauf war fast nur dieser eine Schlußakkord möglich und der kam dann auch. Leider muss ich sagen. "Unknown User" - ein origineller Film, der leider gesamthaft gescheitert ist.

Bewertung: 4 von 10 Punkten.

Freitag, 8. Januar 2016

Seelen




















Regie: Andrew Niccol

Body Snatchers, mal anders serviert...

Bekannt wurde die US-Autorin Stephanie Meyer durch die Bis(s)-Jugendbuchreihe über die Beziehung zwischen der Schülerin Bella mit dem Vampir Edward Cullen, der dritte im Bunde und Edwards Nebenbuhler ist ein Werwolf namens Jacob Black. Das erste Buch verkaufte sich so gut, dass Stephanie Meyer insgesamt 4 Forsetzungen nachschob und sämtliche Romanen wurden mit Kristen Stewart, Robert Pattison und Taylor Lautner extrem erfolgreich verfilmt. Die Romane und deren Verfilmungen hatten auch einen enormen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Horror- und Sciencefiction Literatur und des Film. Sie läuteten eine ganze Reihe von Dystopien mit jugendlichen Helden ein. Ich denke ohne die Helden Bella und Eward Cullen wären Zukunftsvisionen des Kinos wie "Hunger Games". "Maze Runner" oder "Divergent" nicht möglich gewesen. So gesehen ebnete der Typus vom blutleeren Vampir, der sich mit einer normal Sterblichen einlässt, den Weg zu einem jugendfreien und softeren Zukunfsszenario. Man kann sich darüber streiten, ob es eine gute Entwickung für das Genre darstellt, wenn die Helden immer jünger werden und sich sofort als Identifikationsfiguren anbieten. Möglicherweise verlieren sie dabei ihren Schrecken, ihr Charisma und ihre phantastische Aura. Jedenfalls versuchte sich Stephanie Meyer im Jahr 2008 an ein weiteres Buch, dass sich vor allem auch an erwachsene Leser richtet. Gemeint ist "The Host", der 2013 ebenfalls verfilmt wurde. In Deutschland bekam der Film den Namen "Seelen". Für den neuseeländischen Regisseur Andrew Niccol war der Ausflug ins Science Fiction Fach kein Neuland. sein Erstling "Gattaca" war ein pessimistischer Blick in die Zukunft und wurde hochgelobt. Auch "In Time" mit Justin Timberlake hat "Zeit als Währung" zum Thema und spielt in einer nahen Zukunft. Somit ist "Seelen" sein dritter Science Fiction Beitrag und spielte bei einem Budget von ca. 40 Millionen Dollar immerhin weltweit 63 Millionen Dollar ein, was aber angesichts der Erwartungen, die mit dem Namen Stephanie Meyer verbunden waren, doch als sehr enttäuschendes Einspielergbnis für die Macher war. Dabei ist die Grundidee des Films sehr interessant und fängt in etwa dort an wo Horrorklassiker wie "Invasion of the Body Snatchers" endeten. Nämlich in einer nahen Zukunft, wo die Aliens die Erde inzwischen bevölkert haben, indem sie in die Körper der Menschen schlüpften und ein neues System aufbauten. Nach Einschätzung der Eindringlinge aus dem Weltall in eine auf alle Fälle friedlichere Welt. Das neue System - ohne die Fehler und ohne die Aggression der Menschen - ist die bessere Welt. Die Seelen, so nennen sich die Aliens, benutzen die Menschen als Wirt und haben die vollständige Kontrolle über deren Körper und Erinnerungen übernommen. Fast alle Menschen beherbergen inzwischen die Seele.
Es gibt aber doch noch einige Überlebende. Diese wenigen noch freien und von den Seelen gejagten Menschen verstecken sich in Wäldern und Wüsten. Eine davon ist die 19jährige Melanie Stryder (Saorise Ronan), die mit ihrem kleinen Bruder Jamie (Chandler Canterbury) auf der Flucht ist. Unterwegs trifft sie auf Jared (Max Irons), in den sie sich verliebt. Doch das Mädchenwird von einer Gruppe von Suchern gestellt und es wird ihr eine Seele namens Wanderer eingesetzt. In den meisten Fällen verschwindet nach so einer Operation das alte Ich des Wirtskörpers, doch der alte Geist von Melanie wehrt sich gegen den Eindringling im Körper und so redet sie immer wieder mit dem Wanderer, der so auch ihre Emotionen kennenlernt. Oder besser noch: Der Wanderer und Melanie fusionieren fast ein bissel zu einer Einheit zusammen, die sich dadurch auszeichnet, dass sie hin und hergerissen zwischen Menschsein und Seelensein ist. Die Melanie in ihr bereitet auch die Flucht vor, denn sie will ihren Bruder und ihren Boyfriend wiedersehen. Doch sie wird verfolgt. Die Sucherin (Diane Kruger) lässt nicht locker und verfolgt, denn sie ahnt richtig, dass Wanderer/Melanie sie zu noch weiteren flüchtigen Menschen führen wird, die noch ohne Seele sind. Tatsächlich findet der Wanderer ihren Onkel Jeb (William Hurt), der sich mit weiteren Überlebenden im Inneren eines Berges versteckt hat. Dort leben auch Jamie und Jared. Zunächst sind die Menschen dem Wanderer, der wie Melanie aussieht, misstrauisch gesinnt, einige wollen sie sogar töten. Doch nicht nur bei Jared kommen die alten Gefühle zurück, auch der zunächst feindlich gesinnte Ian (Jake Abel) verliebt sich in den Wanderer...

Was am Anfang sehr vielversprechend und interessant beginnt und mit tollen Bildern ausgestattet ist, wird immer mehr zur kuriosen Lovestory, wo sich die Heldin der Geschichte selbst mal klarwerden muss, wohin die Gefühle gehen, denn Melanie ist nach wie vor in Jared verliebt, aber der Wanderer, der sich irgendwann "Wanda" nennt, lernt auch "menschliche" Gefühle kennen und fängt für Ian an zu schwärmen. Eine komische Konstellation, in der es dann nur schwer gelingt, das eigentlich Thema des Films noch glauwürdig als düstere Zukunftsvision beizubehalten. Am Ende ist es Wanda, die andeutet, dass es vielleicht in Zukunft zu einer positiven Annäherung zwischen Mensch und Alien geben könnte, weil der Alien gelernt hat, dass der böse Mensch auch Eigenschaften besitzt, die erhaltenswert erscheinen. Insgesamt eine zwiespältige Aufbereitung von Science Fiction trotz solider Regie und der charismatischen Darstellerin Soarise Ronan, deren Potential hier nicht ganz so gut zur Geltung kommt.

Bewertung: 4 von 10 Punkten.

Men in Black


























Regie: Barry Sonnenfeld

Die Sache mit dem Neutralisator...

"Men in Black" von Barry Sonnenfeld war 1997 ein Riesenerfolg an der Kinokasse. Der Film spielte weltweit 589 Millionen Dollar ein, daher musste sehr schnell eine Fortsetzung nachgeschoben werden. Teil 2 bescherte den Machern ein Einspielergebnis von 441 Millionen Dollar. Aller guten Dinge sind drei...so sorgte auch "MIB 3" für volle Kassen. Weltweit sogar 624 Millionen Dollar, obwohl dieser dritte Teil in den USA selbst etwas weniger gut lief wie die beiden Vorgänger. "Men in Black" lebt natürlich vor allem auch durch seine beiden ungleichen Hauptdarsteller Will Smith, der in Teil 1 als junger, dynamischer und vor allem extrem laufstarker Officer des NYPD seinen Job wechselt und fortan als Agent im schwarzen Anzug in einer Geheimorganisation "Men in Black" seine Brötchen verdient und auch laxe Sprüche zum Besten geben darf. Dabei ist er, der nun nicht mehr James Darrell Edwards III sondern Agent J heißt, Partner von Agent K (Tommy Lee Jones), einem reiferen Typ mit lakonischer Coolness. Der Zuschauer erfährt in den ersten Szenen von der Existenz von Ausserirdischen. Denn erstens landet eine Untertasse, eine Schabe ist an Bord und diese schlüpft in den Körper des Farmers Edgar (Vincent D´Onofrio) und zweitens sieht man die Agenten K und Z (Rip Torn) bei ihrer schwierigen Arbeit. Die Grenzpolizei ist aber zuerst vor Ort und stoppt einen Wagen mit illegalen Einwanderern. Die Leute müssen aus dem Wagen steigen, dann fahren die Agenten vor und sagen "ab jetzt übernehmen wir", was die Grenzbeamten dnan doch zuerst etwas irrtiert. Später als sie sehen, dass da ein Alien mit im Auto war, ist ihr Horizont erweitert. Aber nicht für lange...denn dank eines Neuralisator, ein oft benutzter Gedächtnis-Löscher, werden die Beamten keine Erinnerung mehr an das Ereignis haben. Und Z ebenso, der dann seinem Kollegen K sagt, dass er für den Job zu alt ist und fortan mit ausgelöschten Erinnerungen in Rente gehen wird. Doch K braucht einen neuen Partner und so wird J gefunden. Was dieser und jeder andere Mensch nicht weiß:  Außerirdische aus allen Teilen der Galaxis können auf der Erde Asyl beantragen und Zuflucht finden. Die Men in Black erteilen Aufenthaltserlaubnisse und kümmern sich vor allem darum, dass sich die Außerirdischen auf der Erde nicht allzu sehr danebenbenehmen. Illegal eingewanderte Aliens werden abgeschoben oder eliminiert. Ein besonderes Hilfsmittel, um ihre Tätigkeit vor den Menschen zu verbergen, ist der Neuralisator, ein oft benutzter Gedächtnis-Löscher. Als Partner wird er aber in die Geheimnisse des ausserirdischen Lebens auf der Erde eingewiesen und muss natürlich Jagd auf die Schabe in Menschengestalt machen...


dabei machen die beiden Detektive auch Bekanntschaft mit der Forsenikerin Dr. Laurel Weaver (Linda Fiorentino). Als der Film damals in die Kinos kam, habe ich ihn zum ersten Mal gesehen. Ich fand ihn unterhaltsam und in gewisser Weise erinnerte er mich an "Ghostbusters" von Ivan Reitman. Dort wurden in den 80er Geister durch Geisterjäger gejagt, hier in "Men in Black" waren es in den 90ern Aliens durch Alienjäge. Interessanterweise kam es mir so vor wie wenn man damals auch mein Gedächtnis an den Inhalt des Films mit eben diesem Neuralisator ausgelöscht hätte, denn ich hatte wirklich fast keine Erinnerungen mehr an die Story des Films. Auch jetzt beim erneuten Schauen kam mir vieles "neu" - wie noch nicht gesehen - vor. Ein Indiz dafür, dass der Film zwar kurzweilig und unterhaltsam ist, aber vor allem oberflächtlich bleibt und nicht viel nachhaltiges bietet. Dabei sind einige Szenen wirklich ganz komisch und gut gemacht. Auch das Gespann Tommy Lee Jones und Will Smith funktioniert als gutes Filmduo.


Bewertung: 6.5 von 10 Punkten