Regie: Matthew Robbins
Der Drache von Urland...
Der Disney Fantasyfilm "Drachentöter" (Originaltitel: Dragonslayer)
kostete 18 Millionen Dollar, spielte aber an der Kinokasse nur 14
Millionen Dollar ein. Die Regiearbeit von Matthew Robbins entwickelte
sich allerdings im Laufe der Zeit zu einem Kultfilm der Fans. Das liegt
einerseits daran, dass der Drache optisch prima zur Geltung kommt. Diese
Spezialeffekte stammten von Industrial Light and Magic, die die Go
Motion Animationstechnik verwendeten dh. die altbekannte StopMotion
Technik, allerdings mit Hilfe des Computers. Diese Leistung führte zu
einer Nominierung für den Oscar in der Kategorie "Visuelle Effekte",
allerdings unterlag der Drachenfilm gegen "Jäger des verlorenen
Schatzes". Auch die Originalmusik schaffte eine Oscarnominierung, ging
allerdings auch in dieser Kategorie leer aus. Die zweite Stärke des
Films ist die wirklichkeitsgetreue Darstellung des mittelalterlichen
Englands, kurz nach der Christianisierung. Für einen Disney Film ist das
Szenario eher düster, was jedoch zu keiner Zeit ein Nachteil ist. Ein
Kriitiker empfand die Optik des Films ähnlich der Illustration alter
Märcherbücher. Die Geschichte spielt in Urland,
einrm Königreich aus dem 6. Jahrhundert in der Nähe des Flusses. Das
land wird von Vermithrax Pejorative, einem 400 Jahre alten Drachen
terrorisiert. Um
das Geschöpf zu besänftigen, bietet König Casiodorus (Peter Eyre) ihm
zweimal im Jahr jungfräuliche Mädchen an, die per Lotterie ausgewählt
werden. Eine
Expedition unter der Leitung eines jungen Mannes namens Valerian
(Caitlin Clarke) bittet den letzten Zauberer Ulrich von Cragganmore (Sir
Ralph Richardson) um Hilfe. Die Expedition wird von Tyrian (John Hallam) verfolgt, dem brutalen und zynischen Obersten der königlichen Garde von Casiodorus. Er schüchtert den Zauberer offen ein, da sie an seinen Fähigkeiten zweifeln. Ulrich fordert Tyrian auf, ihn zu erstechen, um seine magischen Kräfte zu beweisen. Tyrian
tut dies und Ulrich stirbt sofort, zum Entsetzen seines jungen
Lehrlings Galen Bradwarden (Peter MacNicol) und seines älteren Dieners
Hodge (Sidney Promley), der Ulrichs Körper einäschert und die Asche in
einen Lederbeutel legt. Galen wird vom magischen Amulett des Zauberers als sein nächster Besitzer ausgewählt; Ermutigt reist er nach Urland - er ist nun an der Reihe den gefährlichen Drachen zu besiegen. Unterwegs entdeckt er, dass Valerian eine junge Frau ist, die verkleidet ist, um nicht in der Lotterie ausgewählt zu werden. Um die Expedition zu entmutigen, tötet Tyrian Hodge. Kurz
bevor er stirbt, überreicht Hodge Galen Ulrichs Asche und informiert
Galen, dass Ulrich wollte, dass sie über einem See mit brennendem Wasser
verteilt wird. In
Urland angekommen, inspiziert Galen die Höhle des Drachen und
verschließt den Eingang auf magische Weise mit einem Steinschlag. Tyrian nimmt Galen fest und bringt ihn zum Schloss Morgenthorme, von dem aus König Casiodorus Urland regiert. Casiodorus
bestreitet, dass Galen ein echter Zauberer ist und beklagt, dass sein
Angriff den Drachen möglicherweise verärgert habe, anstatt ihn zu töten,
wie es einst sein Bruder und Vorgänger getan habe. Der König beschlagnahmt das Amulett und sperrt Galen ein. Seine
Tochter, Prinzessin Elspeth (Chloe Salaman), besucht Galen und ist
schockiert, als er ihr von Gerüchten erzählt, dass die Lotterie
manipuliert sei; Es
schließt ihren Namen und die anderen aus, deren Familien reich genug
sind, um den König zu bestechen, damit er ihre Kinder schont..







Der
Film selbst wurde in Großbritannien gedreht und schwächelt etwas beim
Schlußakkord. Da wird die Handlung leicht chaotisch. Insgesamt ist dem
Regisseur aber ein sehr schön anzusehender Fantasyfilm gelungen. Für
einen Disney Familienfilm gibts eher viel Gewalt und sogar nackte Haut
zu sehen, was damals auch kritisiert wurde. Auch die Liebesgeschichte
ist ungewöhnlich. Der junge Zauberer verliebt sich in das Mädchen, dass
er als Junge kennenlernte und nicht in die schöne Königstochter. Caitlin
Clarke, die Darstellerin des/der Valerian starb leider viel zu früh im
Jahr 2004 an einem Ovarialkarzinom.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.