Dienstag, 9. Juli 2013

House at the End of the Street

















Regie: Mark Tonderei

Ist Ryan ein Psycho ?

Einiges an Handlung ist beim Suspence Thriller "House at the End of the street" bei näherer Betrachtung löchrig wie ein schweizer Käse. Aber dennoch schafft es der Film von Mark Tonderei einen durchgängigen Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, was er wahrscheinlich der guten Besetzung der Hauptrollen verdankt. Mit Jennifer Lawrence ist sogar die aktuelle Oscarsiegerin im Spiel, die nur einige Filme wie "Winters Bone oder", "Tribute von Panem" brauchte, um dann mit "Silver Linings" triumphal abzukassieren. Ihr gegenüber steht Youngster Max Thierion, der als Aussenseiter eine gute Figur macht.
Elisabeth Shue ist auch mal wieder auf der Darstellerliste, sie spielt eine besorge Mutter.
In diesem besagten Haus am Ende der Straße ist mal vor Jahren ein grausamer Mord geschehen. Die irre Tocher Carrie-Ann (Eva Link) hat in einem Blutrausch ihre Eltern ermordet. 
Einige Jahre später kommen die frisch geschiedene Sarah (Elisabeth Shue) und ihre Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) ins Spiel, denn die beiden finden in einem kleinen, eleganten, ländlichen Ort das Haus ihrer Träume. Die Miete ist günstig, weil....und dies wissen sie Von Anfang an,  im Nachbarhaus Jahre zuvor dieser Doppelmord geschah und die Tochter spurlos verschwand. Die Leute vermuten, dass sie möglicherweise ertrunken ist – ihr Bruder Ryan wurde bereits mit sieben Jahren aus der Familie verstoßen, weil er für einen frühen Unfall verantwortlich gemacht wurde, danach sei diese Tochter nicht mehr dieselbe gewesen. Obwohl sie nicht damit rechnen, lebt tatsächlich dieser Ryan (Max Thieriot) nebenan, er wird aber vom ganzen Ort geschnitten und man hält ihn selbst für eine Art Norman Bates aus Psycho.
Trotzdem freunden sich Elissa und der Aussenseiter, der Medizin studieren möchte, langsam an. Mutter Sarah hat nach wie vor große Vorbehalte und würde es wohl lieber sehen, wenn das Töchterchen mit dem smarten Tyler Reynolds (Nolan Gerard Funk) ausgehen würde. Aber dieser erweist sich als schw...gesteuert. So bleibt Elissa nur der traurige Ryan, der in ihr Helfersyndrom Beuteschema passt. Aber hat der Mann vielleicht doch einen an der Waffel...

 Diese Story verkauft der Film mit einem guten Gespür alter Hitchcock-Suspence und die Geschichte ist wendungsreich und interessant aufgebaut. Daneben schimmert immer wieder große Symathie für den introvertierten Ryan durch, der durch seine Mitmenschen drangsaliert wird. Er ist im Grunde die Hauptfigur, das Mädchen ist ihm mehr als wohlgesonnen, aber die Mutter denkt, sie hätte so etwas wie ein Gespür für etwas krankhaftes, was der Junge ausstrahlt. Hat sie Recht ? Oder irrt sie sich ? Diese beiden Varianten bietet der Film an und er macht es spannend bis zum Schluß. Wenn man sich nicht um Logik schert, dann hat man mit "The House at the End of the Street" einen soliden, guten Thriller mit glänzend aufgelegten Darstellern.  


Bewertung: 7 von 10 Punkten.

The Abandoned - Die Verlassenen






















Regie: Nacho Serda

In Russland steht ein Geisterhaus...

Spanien hat ja in den letzten Jahren einige Perlen des Horrorfilms hervorgebracht. Vor allem "Das Waisenhaus", "Julias Eyes" oder "The Devils Backbone" sind Beispiele für die hervorragende Qualität für Grusler von der iberischen Halbinsel.  An diese Qualität reicht "The Abandoned - Die Verlassenen" aber leider nie heran. Immerhin kann die spanisch-bulgarische Coproduktion mit einigen ganz gelungenen Sequenzen aufwarten, auch wenn man einige Absurditäten bis zum Ende schlucken muss. Nacho Cerdas Film erzählt die Geschichte einer 41jährigen Frau (Anastasia Hille), die zurück in ihre Heimat Russland geht. Ausschlaggend war das Erbe ihrer nie gekannten Mutter Olga, die ihr ein Anwesen hinterließ. Dies wird aber erst jetzt - diese ganzen Jahre später - durch den ortsansässigen Notar (Walentin Ganew) möglich. Dort soll es aber spuken. Marie selbst wurde als Kind adoptiert, sie sucht immer noch nach Spuren ihrer eigenen Identität, Vater und Mutter hat sie nie bewusst kennengelernt. Ein wortkarger Fahrer (Carlos Reig-Plaza) fährt die Frau in das heruntergekommene Landhaus inmitten eines Flusses; umgeben von Wäldern im russischen Nirgendwo. Doch der verschwindet gleich beim Eintreffen aufs Anwesen, stattdessen hat Marie erste unheimliche und übersinnliche Erscheinungen, es befindet sich auch noch ein weiterer Gast (Karel Roden) dort...
Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit wird die Protagonistin von allerlei Geistern heimgesucht, es scheint so, als würde sie aus "diesem Kreis", der das Haus umgibt nicht mehr herauskommen. So gesehen eine Art "Cube" - nur in freier Natur. Zusätzlich wird sie auch noch mit einer Doppelgänger-Zombine konfrontiert, was die Sache nicht unbedingt spannender macht. Immerhin hat Regisseur Nacho Serda so ein bisschen Gespür für Suspence-Szenen. Er kann jedoch das Drehbuch auch nicht besser machen. Was bleibt ist ein mittelmässiger Grusler, von dem das meiste  wahrscheinlich bald aus dem Gedächtnis gestrichen ist.

Bewertung: 5,5 von 10 Punkten. 

Freitag, 5. Juli 2013

Rites of Spring



Regie: Padraig Reynolds

Ich weiß noch immer nicht, warum an diesem Frühlingsttag so viel geschah...

Nach einem gemütlichen Abend in der Kneipe, wollten sich Rachel (Anessa Ramsey) und ihre beste Freundin Alyssa ( Hannah Bryan) eigentlich auf den Weg nach Hause machen, als das völlig Unerwartete geschieht: Ein mysteriöser Fremder überwältigt die beiden und schleppt sie kurzerhand in sein abgelegenes Haus auf dem Land. Dort werden sie von ihm wie ein Stück Fleisch an einem Seil aufgehangen und warten nur darauf, Opfer eines blutigen Rituals zu werden. Zur etwa gleichen Zeit ereignet sich auch ein spektakulärer Kindappingfall, den Ben Geringer (AL Bowen), seine Frau Amy ( Katherine Randolph) der jüngere Bruder Tommy (Andrew Breland)  und sein bruataler Komplize Paul (Sonny Marinelly)  durchführen: Sie brechen im Haus der reichen Familie Hayden ein, entführen die Tochter des Hauses (Shanna Forrestal) und fordern mehrere Millionen Dollar, um endlich ihre finanziellen Sorgen loszuwerden. Dumm nur, dass die Situation dort nicht nur mit einem unlogischen Mord eskaliert, sondern sich die beiden verschiedenen Handlungen auch noch ab diesem Zeitpunkt treffen und verbinden...

Und hier sind wir dann schon mit der unglücklichen Wahl des Regisseurs Padraig Reynolds einen unausgegorenen Eintopf aus Torture Porn, Entführungsdrama und klassischen Slasher aufzukochen. Von den einzelnen Komponenten erscheint mir die Entführung noch am spannendsten zu sein, zumal sich dort auch die meisten Überraschungen durch das Kennenlernen der verschiedenen Charaktere auftun. Leider gar nicht gelungen ist dieser Fruchtbarkeitsritus auf dem  Bauernhof - da wird halt lediglich die klassische Variante präsentiert, die wir schon von so vielen Filmen kennen, aber meistens viel besser umgesetz wurde.
Alle Horrorfans, denen die ganzen Torture Filmchen der letzten Jahre gefallen haben, dürften diese "Rites of Spring" auch akzeptabel finden.  Ich persönlich fand, dass der Film zuviel klaut und daher ist dieses Midnightmovie auch wieder sehr schnell vergessen.
Bewertung: 4 von 10 Punkte.

Dienstag, 25. Juni 2013

The Awakening



Regie:  Nick Murphy

Der Geist eines Kindes...

"The Awakening" ist ein britischer Horrorfilm aus dem Jahr 2011, inszeniert wurde die Geistergeschichte von Nick Murphy. Die Story ist nicht neu, den Anfang kennt man sogar von dem 1995 entstandenen Lewis Gilbert Film "Haunted - Haus der Geister". Damit steht "The Awakening" in bester Tradition zu einigen sehr guten Geisterfilmen des englischen Kinos.  Allen voran der großartigste "Schloß des Schreckens" von Jack Clayton mit einer hervorragenden Deborah Kerr als Gouvernante Miss Giddens. In jüngster Zeit gefiel auch "Die Frau in Schwarz", ein Film der neuen Hammer Producitions mit "Harry Potter" Daniel Radcliffe.
Und "The Awakening" ist sogar noch ein viel besserer Film, vor allem weil er um ein wesentliches Verstörender rüberkommt und sich zum Glück an der Machart von "Schloß des Schreckens" orientiert und auch an der Morbidität von Bayonas "Waisenhaus".
Es geht in "The Awakenings" ebenfalls um Kinder und um ein Jugendinternat. Ausserdem ist die Hauptfigur der Geschichte eine junge Frau namens Florence Cathgard (Rebecca Hall), die während des Übergangs vom Viktorianischen Zeitalter zur Edwardischen Epoche aufwächst und 1921 bereits eine angesehene Schriftstellerin in London ist. Die junge Frau beschäftigt sich mit Geistern und hat schon unzählige Betrügereien hinter vermeintlich übernatürlichen Phänomenen aufgedeckt und viele Geisterbeschwörer als Scharlatane überführt. Doch dann wird die skeptische Geisterjägerin zu einem düsteren Jungeninternat gerufen, in dem es spuken soll. Gespenstische Schemen tauchen auf Klassenfotos der letzten Jahrgänge auf; ein Schüler kam jüngst auf rätselhafte Weise ums Leben. Lehrer Robert (Dominic West) hat die junge Frau auf Anraten der Haushälterin Maud (Imelda Staunton) hierher geholt. Und tatsächlich passieren dort seltsame Dinge, aber Florence ist sich von Anfang an sicher, dass die Jungen des Internats hinter diesen Erscheinungen stecken. Tom (Isaac Hempstead-Wright) ist einer der Jungs, der rege Kontakt zur Geisterjägerin sucht. Während immer mehr Dinge Geschehen, die Florences rationales Weltbild ins Wanken bringen, beginnt sie irgendwie zu ahnen,  dass auch sie ein Teil dieses zu lösenden Rätsels sein muss...


 
Hier stimmt alles perfekt, ein Jammer, dass dieser Film im Kino floppte. Vielleicht ist der Markt für solche Geisterfilme auch übersättigt und es gibt auch einige Gurken in diesem Bereich. Möglich, dass die Kinogänger gar nicht davon ausgehen, dass auch klasse Beiträge aus diesem Genre entstehen.
Klasse Darsteller wie Rebecca Hall oder toll besetzte Nebenrollen durch Imelda Staunton oder Isaac Hempstead wirken klasse in den unheimlichen Kulissen eines alten, historischen Jugendinternats inkl. einem einem gespenstischen See gleich draussen neben einem angrenzenden nebligen Wald. Der Kameramann Eduard Grau liefert eine Bestleistung, bis zum Ende kann so die geisterhafte Atmosphäre alles ausspielen. Inhaltlich hat die twistreiche Story natürlich einmal mehr das Drama der menschlichen Vergänglichkeit zum Thema, aber auch eine totale Verdrängung traumatischer Erlebnisse wird irgendwann offenbar. Großartig ist die Puppenhaus Sequenz, die hat auf alle Fälle Klassikerpotential.


 
Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.

Montag, 24. Juni 2013

The Vanishing - Spurlos verschwunden



Regie: Georg Sluizer

Einfach weg...

In den 90ern hieß der beste europäische Thriller "Nightwatch" des Dänen Ole Bornedahl. In den 80ern dürfte dieser Preis an den Holländer Georg Sluizer gehen, der mit "Spurlos verschwunden" (im Original: Spoorloos) 1988 einen der schreckenserrendsten Alpträume visualisiert hat. Alles in diesem bedrohlichen Film läuft auf das über alle Maßen grausame Finale hinaus und diese Szene hat es wahrlich in sich. Ich würde sogar behaupten, dass dem Macher eine der horrormässigsten Schlusszenen der Filmgeschichte gelang, ähnlich verstörend wie "Wenn die Gondeln Trauer tragen" von Nicholas Roeg. Dabei war "Spurlos verschwunden" erst in diesem Schlussakkord zum ultimativen Horrorfilm, vorher ist es eine verzweifelte Suche eines Mannes nach seiner verschwundenen Freundin.
Und das passiert im Nu, am hellichten Tag. Rex Hofman (Gene Benvoets) und Saskia Wagter (Johanna ter Steege) sind ein Paar aus Amsterdam, die mit ihrem Auto in Frankreich Ferien machen. Die Räder sind mit dabei. An einer Raststätte in der Nähe von Nimes machen die beiden mal eine Pause. Vorher haben sie sich irgendwie gestritten. Rex tankt den Wagen auf, Saskia willl Getränke besorgen. Doch sie kommt nie zum Auto zurück. Sie ist eine dieser Personen, die einfach scheinbar ohne Grund spurlos verschwinden. Natürlich nimmt die Polizei die Ermittlung auf, doch alles bleibt ergebnislos.
Jahre später sollen sich die Wege von Rex, der zwar wieder neu liiert ist, und einem Mann aus Frankreich kreuzen, der das Schicksal von Saskia kennt. Dieser Familienvater Raymond Lemome (Bernard Pierre Donnadieu) ist ein angesehener Bürger, liebevoller Vater und Eheman, aber darüberhinaus im Geheimen ein Soziopath, der sich selbst die Aufgabe stellt, heimlich ganz schreckliche Taten zu begehen...

 Ein klasse Film, der nachhaltig wirkt. Ausserdem eine sehr gute, erschreckende Geschichte mit sehr guten Darstellerleistungen. Johanna Ter Steege gewann sogar den Europäischen Filmpreis 1988 als beste Nebendarstellerin. Auch Donnadieu als Bösewicht ist großartig, Tatsächlich mal eine Figur, die richtig Angst machen kann.
Aufgrund des großen Erfolgs des Films durfte Sluizer eine amerikanische Fassung drehen. 1993 konnte man sogar mit Jeff Bridges einen großartigen Darsteller verpflichten, leider jedoch ist das Gesamtprodukt im Vergleich zum Original extrem enttäuschend. Aufgrund der Drängen der Produzenten wurde sogar der fiese Schluß entfernt, da dies auf amerikanische Zuschauer zu verstörend gewesen wäre.


Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Deadline - Focus your Fear



Regie: Sean McConville

Ein Haus mit Vergangenheit...

Neben Angelina Jolie und Winona Ryder verkörperte die damals 22jährige Brittany Murphy die an Bulimie erkrankte Psychiatriepatientin Daisy, die zunächst als geheilt aus der Klinik entlassen wird, sich aber nach dem Besuch einiger ehemaliger Mitinsassinnen das Leben nimmt, während der Song "The End of the Day" läuft...mit dieser Szene in "Durchgeknallt" gelang der Schauspielerin der Durchbruch. Aus tragischen Gründen verstarb Brittany Murphy 2009, einer ihrer letzten Filme sollte "Deadline - Focus your fear" werden. Das Cover zeigt eine Brittany, die leblos in einer Badewanne liegt. Grund genug in den USA die DVD aus zahlreichen Ladenketten zu entfernen, da die Schauspielerin an ihrem Todestag bewusstlos in der Dusche ihres Hauses aufgefunden war. Eine sehr tragische Hollywood-Geschichte.
In "Deadline" verkörpert Brittany die junge Drehbuchautorin Alice Evans, die unbedingt mit ihrem Manuskript vorankommen muss, aber psychisch etwas angeschlagen wirkt. Liegt es am Ex-Freund, der sie misshandelte und derzeit im Knast ist ? Jedenfalls wird sie von ihrer besten Freundin Rebecca (Tammy Blanchard) zu einem abseits in Wald und Wiese gelegenen Viktorianischen Anwesen, wo sie Zeit und Ruhe hat ihre Arbeit zu beenden. Doch die Einsamkeit in der ruhigen Idylle hat auch so ihre Tücken. Vor allem weil sie oben im Speicher eine Menge privater Videobänder findet, die frühere Bewohner des Hauses, gemacht haben. Auf diesen Aufnahmen zeigt sich die Lovestory von Lucy (Thora Birch) und David Woods (Mark Blucas), die durch krankhafte Eifersucht ins Verderben läuft...

Ein sehr netter Beitrag zum Thema "Unheimliche Häuser", denn Regisseur Sean McConville inszeniert zum Glück nie reisserisch, eher minimalistisch. Er verzichtet auf kurze Effekte, sondern verlässt sich auf die unheimliche Atmosphäre und lässt den Film m.E. in einer Art schwebendem Zustand, was den Film über den Durchschnitt hebt. Ausserdem vermischt sich zunehmend Realität mit einer Art Fiebertraum, den man nie so ganz durchschaut. Insgesamt ein sehr feinsinniger, subtiler kleiner Geisterhausfilm mit der Konfrontation der eigenen Geister.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Donnerstag, 20. Juni 2013

American Monster



Regie: Larry Cohen

Gottheit  Quetzalcoatl...

"American Monster" heißt im Original "Q: The Winged Serpent" und ist ein 1982 inszenierter Film von Larry Cohen, der vor allem durch seinem Kulthorrorfilm "Die Wiege des Bösen" bei Genrefans bekannt und beliebt ist. In "American Monster" geht es um den Gott Quetzalcoatl, eine Gottheit mehrerer Kulturen, darunter der Tolteken, der Azteken und der Maya. Übersetzt kann man von der leuchtenden Schwanzfederschlange sprechen und genau dieses Biest hat sich in der Metropole einquartiert, beherrscht dort unbemerkt die Lüfte und der Hunger dieser riesengroßen Klapperschlange mit Federn ist groß. So werden wir in der ersten Szene Zeuge wie einem Fensterputzer bei der Arbeit der Kopf abhanden kommt. Detective Shepard (David Carradine) und Sergeant Powell (Richard Roundtree) stehen vor einem sonderbaren Fall, denn der Kopf taucht nicht auf und was noch schlimmer ist: Solche seltsamen Unfälle häufen sich und Leute verschwinden. Der Film erzählt darüberhinaus die Geschichte des Pianoplayers und Kleingangsters Jimmy Quinn (Michael Moriarty), der zum Leidwesen seiner treuen Freundin Joan (Candy Clark) immer wieder krumme Dinger mit seinen Mafiakumpels dreht. Beim letzten Überfall geht aber alles schief und die Juwelen sind weg. Aber die Komplizen sind ihm auf der Spur, da sie denken, er hätte sie gelinkt. Am besten einfach ganz weit nach oben aufs Chrysler Building fliehen. Dort macht der Ganove eine grausame Entdeckung. Er findet dort übel zugerichtete Leichenteile, Skelette und ein riesengroßes Ei. Ein Glück, dass in dem Moment die brütende Mama gerade mal abwesend ist....


"American Monster" ist für heutige Verhältnisse herrlich trashig und wohl ein Tritt in den A... für alle CGI Fans. Denn hier kommt das Monster noch handmade und man erinnert sich sehr schnell an die Monster der guten alten Zeit, so wie sie Ray Harryhausen entworfen hat. Ich finde den Film angenehm charmant und wirkt mit seinem B-Picture Touch dennoch recht spannend. Da kann man darüber gut hinwegsehen, dass hier Tricks noch wie Tricks aussehen und dennoch für gute Stimmung sorgen. Trickspezialist Dave Allen hat das putzige wie gefrässige Monster mittels Stop Motion in Bewegung gesetzt. "American Monster" hat das ultimative Feeling der 80er, das waren diese Zeiten, als man sich am Wochenende einige Billigfilme in der Videothek ausgeliehen hat.


Bewertung: 8 von 10 Punkten.