Donnerstag, 19. März 2020

Solaris

























Regie: Andrej Tarkowski

Begegnung mit einer höheren Instanz...

Die Filme von Andrei Tarkowski sind sicherlich keine leichte Kost. Besonders nach seinen ersten Meisterwerken in Schwarz Weiß "Iwans Kindheit" und "Andrej Rubljow" wurden seine Filme immer sperriger und schon sein erster Farbfilm "Solaris" nach dem berühmten gleichnamigen Science Fiction Roman von Stanislaw Lem beweist dies eindrücklich und ist im Grunde nach einer Einleitung, die auf der Erde spielt, ein eigenartiges Kammerspiel im Weltraum. Ort der Handlung ist der Planet Solaris, der bereits sehr lange von den Menschen erforscht wird. Kris Kelvin (Donatas Banionis) ist ein erfahrener und bekannter Psychologe, der die Aufgabe hat die jüngsten Ereignisse auf diesem Planeten vor Ort zu untersuchen. Sein Vater (Nikolai Grinko) hat vor dem Abflug seinen früheren Freund Berton (Wladislaw Wazlawowitsch Dworschezki) eingeladen, da dieser vor vielen Jahren selbst eine Mission auf Solaris hatte. Seine Eindrücke wären vielleicht für den Psychologen von Bedeutung. Dieser musste nach seiner Mission vor einem Ausschuß Rede und Antwort stehen wegen seinen Eindrücken. Der Astronaut glaubte damals, dass er menschliche Figuren auf der Oberfläche des von einem riesigen Ozean bedeckten Planeten gesehen hätte. Keiner hat ihm aber damals geglaubt. Umso seltsamer sind die Lebenszeichen, die von den drei auf Solaris befindlichen Wissenschaftler Snaut (Jüri Jarvet), Sartorius (Anatoli Solonizyn) und Gibarian (Sos Sarkissjan) . Der Besuch von Berton bei Kris, der idyllisch auf dem Land lebt, endet und man sieht wie Berton und sein kleiner Sohn mit dem Wagen auf der Autobahn fahren in Richtung Stadt und alle Natürlichkeit verschwindet, umso länger sich die Fahrt auf diesen vielen Autobahnen hinzieht. Dann ist Kelvin auch schon auf Solaris und er findet die Raumstation in einem sehr chaotischen Zustand. Die beiden Wissenschaftler Snaut und Sartorius scheinen keine große Notiz wegen seiner Ankunft zu nehmen und er erfährt, dass sich Gibarian, mit dem er persönlich eine Freundschaft pflegte, suizidiert hat. Es existiert wohl auch eine Videoaufzeichnung, in der er seine Beweggründe für diesen Schritt schildert. Kelvin ist schockiert, denn nie im Leben hatte sein Freund suzidiale Gedanken und er hing am Leben. Es scheinen auch noch andere Menschen auf der Station zu sein. Kelvin sieht einen Zwerg, der sich bei Sartouris befindet und bald sieht er auch seine einstige Geliebte Hari (Natalja Bondartschuk). Die ist allerdings bereits seit 10 Jahren tot...




In dieser Weltraumstation soll die Hauptfigur der Geschichte herausfinden, was auf Solaris geschieht und er macht die Entdeckung, dass das Meer des Planeten nicht nur empfindungsfähig ist, sondern auch im tiefsten Kontakt mit der Seelen- und Gedankenwelt der Wissenschaftler steht. Dieses Meer sendet scheinbar lebendige Verkörperungen von Personen mit denen die Wissenschaftler Erinnerungen in Form von starken Gefühlen wie Liebe und Freude, vor allem aber mit Trauer und Schuld verbinden. Zuerst ist der Psychologe sehr irritiert von der Kopie seiner Frau, doch bald fühlt er sich unwiderstehlich zu diesem unheimlichen Gast hingezogen. Beim Kinostart damals wurde "Solaris" als sowjetische Antwort zu "2001 Odyssee im Weltraum" angesehen, denn beide Filme haben ja einen starken philosophischen Anspruch. Dennoch finde ich beide Film grundverschieden, denn das Thema in Solaris "die zweite Chance auf Wiedergutmachung, Vergebung und Erlösung" erscheint mir doch einzigartig. Der Film hat einige Längen und Fans von konventionellen Science Fiction Filmen werden da vielleicht enttäuscht sein.





Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Montag, 2. März 2020

Midsommar

























Regie: Ari Aster

Verstörende Riten...

Regisseur Ari Aster scheint ein Faible für obskure Sektenvereinigungen zu haben. Bereits in "Hereditary" ließ er durch eine Sekte Paimon wieder auferstehen und hatte mit fast 80 Millionen Dollar Umsatz einen guten Kassenhit. Der Nachfolgefilm "Midsommar" ist eine schwedisch-amerikanische Coproduktion und weißt einige Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger auf. Die weltweiten Einnahmen aus den Kinovorführungen belaufen sich derzeit auf ca. 42 Millionen Dollar. Auch "Midsommar" kann als guter Genrebeitrag überzeugen und beweist das Können des Regisseurs und das des Kameramannes Pawel Pogorzelski, der auch schon für die Bilder in "Hereditary" verantwortlich war.
"Midsommar" ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Viele Bewohner der großen Städte pilgern zu den Feierlichkeiten auf das Land, wo dieser Brauchtum noch viel stärker gepflegt wird. Ari Aster hat sich aber ein Dorf herausgepickt, dass das Fest der Sommersonnenwende sehr drastisch praktiziert und feiert.
Der Film "Midsommar" fängt aber in den USA fängt, dort lebt die Studentin Dani Ardor (Florence Pugh - bekannt durch "Lady Macbeth" und "Little Women"). Sie lebt in ständiger Angst um ihre Schwester Terri, die an einer Schizophrenie leidet und damit auch die Eltern sehr belastet. Dani hat das Gefühl, dass dies alles ihrem Freund Christian (Jack Reynor) irgendwann zuviel wird, sie fürchtet das Aus der Beziehung. Und tatsächlich ist Christian genervt. Zumindest gibt er dies vor seinen Kumpels Mark (Will Poulter), Josh (William Jackson Harper) und Pelle (Vilhelm Blomgreen) zu. Seiner Freundin verschweigt er aber seinen Frust. Christian ist Doktorand der Kulturanthropologie und so ist auch das Angebot von Pelle, der aus Schweden stammt, sehr verlockend. Der will seinen Freunden eine echte Mittsommerfeier auf dem Land zeigen. In seinem Dorf feiert man noch sehr traditionell mit ganz alten Bräuchen. Dann tötet Terri sich und die Eltern und stürzt damit ihre Schwester in eine tiefe Krise. Gerade in dieser schweren Zeit hat sich Christian entschieden Pelles Angebot anzunehmen. um in Schweden den Urlaub zu verbringen. Dani kann errreichen, dass sie mitfahren darf. In Pelles Ahnengemeinde Harga im Hälsingland wird diese Feier nur alle 90 Jahre in dieser Form stattfinden und tatsächlich ist dies auch zuerst alles sehr beeindruckend als sie in das Dorf in Schweden kommen. Es sind auch mit dem Studentenpärchen Simon (Archie Madekwe) und Connie (Ellora Torchia). Sie lernen dort die Bewohner und auch die Dorfältesten kennen (u.a. Isabelle Grill als Maja und Liv Mjönes als Ulla). Als sich bei einem Ritual die zwei Ältesten der Gemeinde von einer Klippe springen, um sich zu opfern, ist der Schock bei den ausländischen Gästen sehr groß. Manche wollen abreisen. Christian und Josh wollen jedoch unbedingt bleiben, weil beide für sich entschlossen haben ihre Diplomarbeit über diese Feier zu schreiben. Als Mark unabsichtlich an einem Ahnenbaum uriniert hat, werden die Spannungen zwischen Einheimischen und Besuchern noch mehr verstärkt...






Im Grunde bietet "Midsommar" ein Update des britischen Horrorklassikers "The Wicker Man" von Robin Hardy aus dem Jahr 1973. Diese großartige Qualität erreicht Ari Asters Film nicht ganz. Dennoch funktioniert der Film als unheimliche Horrorvariante bestens und bietet trotz der hohen Laufzeit von 148 Minuten kein bisschen Langeweile. Das liegt an den guten Charakterzeichnungen. Vor allem die auf der Kippe stehende Beziehung zwischen Dani und ihrem Freund wird immer mehr als dysfunktional sichtbar. In dem Moment, wenn die Protagonisten ihren Zielort in Schweden erreicht haben, kippt das Gerüst und lässt seine Figuren in eine gewisse Desorientierung hineinlaufen. Das Setting ist durchgehend unheimlich - auch wenn die Geschichte im hellsten Sonnenlicht spielt. Hier hat Szenenbildner Henrik Svensson großartige Arbeit geleistet, er kennt sich aus in den nordischen Sagen und Mythen. Die Story endet wie "The Wicker Man" vor einem brennenden Opfertempel und fasziniert durch die heidnischen Kulthandlungen.











Bewertung: 8 von 10 Punkten,

Donnerstag, 20. Februar 2020

Es Chapter 2


























Regie: Andres Muschietti

A Candy coloured Clown they called the Sandman...

Andres Muschiettis Fortsetzung von "Es" ist leider etwas enttäuschend, wenn man "Chapter 2" mit dem ersten Teil vergleicht. Möglicherweise liegt dies auch ein bisschen an der berühmten literarischen Vorlage von Stephen King begründet, in der auch die Sequenzen der Kindheit gruseliger ausfallen als der Endkampf 27 Jahre später nach dem ersten Ereignissen, mit denen der Club der Verlierer konfrontiert wird.
Die Kinderdarsteller waren Sophia Ellis, Jaeden Martell, Finn Wolfhard, Jeremy Ray Taylor, Jack Dylan Grazer, Wyatt Olef und Chosen Jacobs. Die sieben Kids machten ihre Sache super und "Es Teil 1" wurde so zum Erfolg. Ein phänomenales Einspielergebnis von ca. 700 Millionen Dollar wurde erreicht. Das beste Kassenergebnis eines Horrorfilms überhaupt. Diese Summe wurde mit der Fortsetzung nicht erreicht, aber immerhin spielte man 473 Millionen Dollar ein. Unter den Darstellern des Loser Clubs, die nun 27 Jahre älter geworden sind (also so um die 40 Jahre sind) konnte immerhin Jessica Chastain als Beverly Marsh verpflichtet werden. Sie spielte schon in Andre Muschiettis 2013er Horrorhit "Mama" mit. James McAvony ist Bill Denbrough, der damalige entschlossene Anführer der sieben Freunde. Bill verlor im Schicksalsjahr 1989 seinen kleinen Bruder Georgie an den bösen Clown Pennywise (Bill Skarsgard). Bill Hader spielt Richie Tozier, der vom Jungen mit der Brille zum erfolgreichen StandupComedian wurde und in Chicago wohnt. Alle - ausser Mike Hanlon (Isaiah Mustafa) haben dem unheimlichen Ort ihrer Kindheit den Rücken gekehrt und haben interessanterweise die damaligen Ereignisse verdrängt oder vergessen. Mike hat sich als einziger mit diesem Phänomen beschäftigt, dass seine Heimatstadt Derry immer wieder - alle 27 Jahre - heimsucht. Die Menschen werden böse und es verschwinden Kinder im Ort. Der als Kind dicke Ben Hanscom (Jeremy Ray Taylor) ist kaum wiederzuerkennen, er hat tüchtig abgespeckt und sieht attraktiv aus. Er lebt in New York als Architekt. Eddie Kaspbrak (James Ransoe) ist der Hypochonder von einst geblieben. Er ist inzwischen verheiratet und betätigt sich erfolgreich als Risikobewerter einer Versicherungsgesellschaft in New York. Fehlt nur noch Stanley Uris (Wyatt Oleff), doch der fehlt als Einziger nach der Einladung von Mike, der alle Anderen informierte mit "Kommt zurück". Denn damals gaben sich die Freunde das Versprechen wieder nach Derry zu kommen, falls "Es" wieder sein Unwesen treibt, denn an einer grässlichen Gewalttat von einigen homophoben Schlägern an einem jungen Schwulen war auch der böse Clown wieder beteiligt. So treffen sich die Freunde in Derry und nachdem sie von Mike von den Ereignissen informiert wurden, erfahren sie auch vom Tod von Stanley, der sich am Vortag in der Badewanne suizidierte. Sofort löst dies bei allen wieder die Angst von damals aus. Und aus der Angst der Mensch ernährt sich "Es"...



Das Buch gehört natürlich inzwischen zu den klassikern der Horrorliteratur und ist vielleicht das bekannteste Buch von Stephen King. Dementsprechend schwierig ist auch eine Verfilmung des üppigen, tausendseitigen Stoffes. Im Jahr 1990 wagte sich Regisseur Tommy Lee Wallace daran und sein Fernsehzweiteiler hatte eine Laufzeit von 192 Minuten. Muschiettis Zweiteiliger Kinohit toppt dies natürlich mit 305 Minuten Gesamtlaufzeit. Wobei Teil 2 in der Mitte des Films zu ausführlich und zu lange mit seinen Special Effects protzt, so dass für meine Begriffe die Atmosphäre darunter leidet. Wobei "Es 2" nun kein schlechter Film ist. Aber den Zauber des 1. Teils kann er nicht vermitteln. So war Teil 1 nicht nur Horror, sondern ein Stück weit Coming of Age mit der Botschaft, dass Aussenseiter und Verlierer dann stark sind, wenn sie gemeinsam agieren. Teil 2 liefert m.E. zu wenige gruslige Szenen, wobei zwei Szenen des Films extrem gut gelungen sind: Die eine Szene als Beverly die alte Mrs. Kersh (Joan Gregson) besucht und die andere findet in einem Spiegelsaal statt, wo sich Pennywise im Beisein von Bill ein Kind schnappt. 





Bewertung: 6 von 10 Punkten.

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Crawl

Regie: Alexandre Aja

Gäste im Keller....

"Crawl" ist nach dem spektakulären "Piranha 3D" Remake aus dem Jahr der zweite Tierhorrorfilm von Alexandre Aja. Aja wurde im Zuge der Reihe besonders harter französischer Horrorschocker mit "High Tension" im Jahr 2003 schlagartig bekannt und im Anschluß drehte er mit "The Hills have Eyes" und "Mirrors" zwei überaus erfolgreiche Remakes. "Horns" aus dem Jahr 2013 gab seinem Hauptdarsteller Daniel Radcliffe einmal mehr die Gelegenheit sich von seinem "Harry Potter" Image erfolgreich zu lösen. Er blieb damit auch dem Horrorgenre treu und auch "Crawl" spielte mit 87 Millionen Dollar auch gutes Geld an der Kinokasse ein.
Mit Kaya Scodelario als Haley Keller hat "Crawl" auch eine sehr attraktive Hauptdarstellerin. Und zumindest die erste Hälfte dieses spektakulären Reißers ist ausserordentlich gut gelungen. Leider macht Aja dann den Fehler, den viele Horrorregisseure begehen, weil sie meinen immer noch einen weiteren Schrecken hinzufügen zu müssen. Dies wird vielleicht einige Special Effecs Fans glücklich machen und die Fans, die schwärmen, wenn nach jedem Horror gleich der nächste Kommt. Freunde von subtilem Horror werden allerdings bemerken, dass "weniger meistens mehr" bedeutet und durch die ständige Action irgendwann die Logik völlig untergeordnet das Nachsehen hat.
Optisch sieht "Crawl" aber klasse aus und setzt gleich zu Beginn auf Hochspannung.  In Florida wartet die Bevölkerung voller Sorge auf den kommenden Hurrikan der Kategorie 5.
Haley Keller (Kaya Scodelario) ist eine Studentin, die Ambitionen hat eine Weltklasse-Schwimmerin zu werden. Trainiert wurde sie schon als kleines Mädchen von ihrem ehrgeizigen Vater Dave. Leider ist die Ehe der Eltern aber bereits in die Brüche gegangen. Haley gibt sich eine große Mitschuld, denn der Vater war bei jedem Wettkampf mit dabei und die Mutter fühlte sich immer mehr vernachlässigt. Nun ist Mom gemeinsam mit ihrem Lover in Paris und Haley telefoniert noch mit ihrer älteren Schwester Beth (Morfydd Clark), die in Boston lebt. Die macht sich Sorgen wegen dem aufkommenden Sturm, von dessen Ankündigung bereits landesweit in den Nachrichten gewarnt wird. Eigentlich wäre es vernünftiger zuhause in Sicherheit zu bleiben, doch Dad meldet sich nicht und Haley macht sich Sorgen. Daher fährt sie mit Hund immer weiter in die Nähe des Hurricans. Die straßen sind schon abgesperrt. Sie findet zwar das Auto des Vaters vor dem Ferienhaus, doch er antwortet nicht. Sie findet ihn nach einer gewissen Zeit im Keller, wo es auch schon hineinregnet und der Boden schon massiv feucht und aufgeweicht ist. Er liegt verletzt am Boden. Doch die beiden Menschen sind nicht alleine in diesem dunklen Keller...




Und ab hier kommen die CGI Alligatoren zum Einsatz und die sehen einfach klasse und zum Fürchten aus. Zuerst haben es Haley und der verletzte Dad mit einem - sehr großen - Elemplar zu tun. Doch durch das Unwetter bleibt die Echse nicht allein und es gesellen sich mehr und mehr weitere gefrässige Reptilien dazu. Dieses Szenario bleibt lange extrem spannend und glaubwürdig. Erst auf dem Höhepunkt des Films kippt es etwas, denn der Horror kommt mehr und mehr überdreht daher. Schade. Aja hat vieles richtig gemacht, aber leider für mich nicht alles. Gut jedenfalls, dass dem Wauzi nichts passiert.




Bewertung: 7 von 10 Punkten. 
 
 

Montag, 23. Dezember 2019

X Men: Dark Phoenix

























Regie: Simon Kinberg

Das stärkste Wesen im Universum...

Das Einspielergebnis von "X Men: Dark Phoenix" mit 252 Millionen Dollar Einspielergebnis kann sich zwar sehen lassen, aber es ist dennoch das bisher schlechteste Box Office Resultat der gesamten Filmreihe, die inzwischen auf 7 reguläre Hauptfilme und insgesamt auf 12 Filme aus der X-Men Reihe kommt. Ganz so schlecht wie die Kritiken aussehen, ist der Film aber nicht. Dennoch macht sich langsam eine gewisse Müdigkeit in Sachen Comicverfilmungen breit und viel Neues hat "X Men - Dark Phoenix" natürlich nicht anzubieten. Aber immerhin kreuzt Jessica Chastain als böses Alien in der Gestalt einer attraktiven Frau auf, die sich Vuk nennt. Sie ist die Anführerin einer sich verändernden Alien Rasse namens D`Bari, die den Phönix manippuliert. "Dark Phoenix" ist auch gleichzeitig die offiziellen Fortsetzung zu den Geschehnissen in "X Men: Apocalypse". Die erste Szene spielt im Jahr 1975. Auf der Landstraße fährt ein Auto. Die kleine Jean Gray (Summer Fontana, die erwachsene Jean wird von Sophie Turner gespielt) und ihre Eltern (Scott Shepard/Hannah Emily Anderson) sind Opfer des nun folgenden Autounfalls, der möglicherweise durch die telekinetischen Kräfte des kleinen Mädchens ausgelöst wurde. Die Eltern sterben und das Mädchen kommt in die Obhut von Professor Charles Xavier (James McAvoy), der das Kind in der Schule für begabte Jugendliche unterrichtet. 17 Jahre später: Die X-Men Crew Raven (Jennifer Lawrence), Beast (Nicholas Hoult), Nightcrawler (Kodi Smit-McPhee), Quicksilver (Evan Peters), Cyclops (Tye Sheridan), Storm (Alexandra Ship) und auch Jean reagieren auf ein Notsignal des Space Shuttles Endeavour, dass während der STS-49 Mission durch eine sonneneruptionsähnliche Energie schwer beschädigt wurde. Während die X-Men die Astronauten retten können, wird aber Jean von der Energie getroffen, die sie ihn ihren Körper aufnimmt, um das Flugzeug ihres Teams vor der Zerstörung zu bewahren. Wie durch ein Wunder überlebt sie diese Katastrophe und fühlt sich ausgesprochen wohl und von Tag zu Tag stärker. Möglicherweise hat diese Phoenix Energie sie zum stärksten Wesen des Universums gemacht...



Natürlich taucht auch Michael Fassbender als Magneto wieder auf und gemeinsam müssen sich die X-Men gegen den verdeckt ablaufenden Angriff der Aliens zur Wehr setzen. Dabei gibts auch unter den Helden Tote. Der Soundtrack von Hans Zimmer wurde im Gegensatz zum Gesamtfilm sehr gelobt. Der Regisseur des Films ist Simon Kinberg, der hier sein Debüt feiert. Er ist aber kein neuer Name im X-Men Kosmos, denn einige Drehbücher stammen von ihm. Durch die etwas verwirrende Handlung kommen die Charaktere der Helden hier etwas zu kurz und auf dem Höhepunkt des Marvel Spektakels greift einmal mehr der CGI Wahnsinn. Da kann nicht mal mehr der begnadete Kameramann Mauro Fiore viel an Substanz und Atmosphäre herausholen. Aber immerhin stimmt die Optik durch seine Leistung.



Bewertung: 6 von 10 Punkten.