Donnerstag, 13. Juni 2013

War es wirklich Mord ? (The Nanny)



Regie: Seth Holt

Die Nanny...

Regisseur Seth Holt starb 48jährig während der Dreharbeiten zum Hammerfilm "Das Grab der blutigen Mumie", der Mumiengrusler musste von Michael Carreras fertiggestellt werden. Neben zahlreichen TV-Serien und einigen unvollendeten Filmen ragen allerdings die Arbeiten "Ein Toter spielt Klavier" und "War es wirklich Mord?", beide ebenfalls für Hammerfilme realisiert, aus seiner Filmographie heraus. Beide Thriller gehören mit zu den besten Arbeiten der Hammer Filme. Für "The Nanny" - so der Originaltitel - konnte man sogar Bette Davis verpflichten, die ab den 60er Jahren mit reichlich Mut zu Hässlichkeit und Skurrilität ein Riesen Comeback schaffte. Und neben ihren großen Robert Aldrich Klassikers "Baby Jane" und "Wiegenlied für eine Leiche" kann sich der 1965 entstandene Psychothriller um eine alte Nanny durchaus sehen lassen. Seth Holt schuf einen äusserst unterhaltsamen kleinen Thriller, der von Anfang bis Ende prima funktioniert. Dabei spielt der Film gekonnt mit der Frage, warum der kleine Joey (William Dix) solch einen Haß auf das gütige Kindermädchen (Bette Davis) entwickeln konnte. Der Junge war nämlich einige Zeit nach dem tragischen Tod seiner kleinen Schwester Susy (Angharad Aubry) in der Psychiatrie. Dort wird der Junge nun als hoffnungsloser Fall entlassen. "Das Böse steckt in ihm" - wie der Anstaltsleiter bemerkt. Zuhause angekommen findet er einen ständig reisenden Papa (James Viliers) und eine überforderte Mom (Wendy Craig) vor. Und natürlich die sorgfältige und stets bemühte Nanny. Manchmal kommt die herzkranke Tante Pen (Jill Bennett) vorbei und vom oberen Stockwerk lernt er die etwas ältere, frühreife Bobby Mendman (Pamela Franklin) kennnen. Die beiden freunden sich an. Aber auch das Mädchen glaubt Joeys Schauermärchen nicht. Der glaubt nämlich immer mehr, dass die Nanny ihn vergiften oder ertränken möchte...


Daraus entwickelt sich eine ziemlich dichte Erzählung, die hauptsächlich durch die guten Darstellerleistungen getragen werden. Allen voran Bette Davis als undurchsichtige Frau, möglicherweise mit einem tragischen Geheimnis. Der Film wurde in Schwarz Weiß gedreht, was zusätzlich für tolles Nostalgieflair sorgt. In Sachen Psychologie ist das Drehbuch von Jimmy Sangster vorzüglich gelungen. Für Fans von alten abgründigen Gruslern ein echtes Fest.

Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Mittwoch, 12. Juni 2013

John dies at the End



Regie: Don Coscarelli

Sojasauce...

Der Journalist Arnie (Paul Giamatti) ist auf der Suche nach einer guten Story und deshalb trifft er sich in einer Bar mit dem jungen David Wong (Chase Williamson), der ihm eine unglaubliche Geschichte versprochen hat. Ok, doch dieser David faselt etwas von Gedankenlesen und in die Zukunft sehen - noch schlimmer wird es, als er von dieser geheimnisvollen Drogen, Sojasoße genannt, erzählt mit der es möglich ist, dass man Wesen aus einem Paralleluniversum begegnet, die versuchen unsere schöne Welt zu zerstören. Doch Rettung naht in der Gestalt von David und seinem besten Freund John (Rob Mayes). Leider erhärtet sich der Wahrheitsgehalt dieser absurde Geschichte sehr schnell.
In Rückblenden wird gezeigt, wie Dave und sein Kumpel John einem geheimnisvollen Rastafari begegneten und von diesem die Sojasoße bekamen. Nach Einnahme dieser Droge beginnt die Realität zunehmend zu verschwimmen und ein drogentripartiger Moment jagt den anderen. Personen tauchen plötzlich auf und verschwinden wieder spurlos, Tote rufen aus der Zukunft an um die Personen in der Gegenwart zu warnen, und harmlose Schüler werden zu gefährlichen Wirten des Bösen...


Don Coscarelli, der geniale Macher von "Phantasm" ist zurück. Und gleichzeitig schrieb er auch das Drehbuch zu diesem Fantasy Horror Genremix nach dem gleichnamigen Comicroman von David Wong - der Film ist vollgespickt mit schönem schwarzem Humor. Viele Elemente von "John dies at the End" erinnern sogar ein bisschen an "Phantasm", allerdings war dieser 80er Erfolg mit viel weniger Humor versehen. Hier in dieser abgedrehten Welt seines neues Films löst ein surrealer und verrückter Einfall den nächsten ab, trotz geringem Budget überzeugen Special Effekte und auch die auftauchenden Creaturen. Filmfans werden sich an Klassiker wie "Naked Lunch" oder Ken Russells "Höllentrip" erinnert fühlen, auch wenn Coscarellis Film viel knalliger und comicartiger unterwegs ist. Der nicht chronologische Handlungsstrang ist schon ab den ersten Minuten mit einem drogensüchtigen Rastafari und einer zünftigen Köpfung mit Axt gespickt mit verrückten Momenten und schrägen Monstern, die das Herz aller Liebhaber des kurzweiliger Horror-Achterbahnfahrt höher schlagen lässt. Gerade weil viele Versprechen der Off Stimme (David Wang erzählt diese Story in dieser Bar) nicht eingehalten werden und für Irritation sorgen, hebt sich die Geschichte noch zusätzlich von ähnlichen Produktionen ab.
Ein geiles Comeback. Danke Mr. Coscarelli !

Bewertung. 9 von 10 Punkten.

The Tall Man



Regie: Pascal Laugier

Verfluchtes Cold Rock...

Die Erwartungen waren recht groß, denn schließlich galt es für Regisseur Pascal Laugier einen würdigen Nachfolger für seinen vielbeachteten Genre-Erstling "Martyrs" zu schaffen.  Die Meßlatte war dementsprechend hoch angesetzt. "The Tall Man" heißt das kanadisch-französische Nachfolgeprodukt und spielt in einer kleinen ehemaligen Bergbaustadt, wo die Armut sehr weit verbreitet ist. Ausserdem verschwinden regelmäßig Kinder des Ortes und bleiben verschwunden. Die Rede ist von einem großen Mann, der die Kinder verschleppt. Keine Frage: Auf Cold Rock scheint ein eigenartiger Fluch zu liegen. Die Krankenschwester Julia Denning (Jessica Biel) lebt dort mit ihrem kleinen Sohn. Sie war die Frau des verstorbenen, sehr angesehen Dorfarzt. Durch ihre Krankenbesuche kennt sie auch die Mutter (Samantha Ferris) von Jenny Weaver (Jodelle Ferland), die unter deren alkohlkranken Freund leidet. Bald ist auch Carols Sohn David in Gefahr. Eines Abends wird er trotz der auf ihn aufpassenden Nanny aus dem Haus entführt....

 
Der Film "Tall Man" beginnt sehr konventionell, mündet aber sehr schnell in interessante Überraschungen. Beinahe hat man das Gefühl der Film würde sich immer mehr um die eigene Achse zu drehen und gerade dieses Spiel mit den Erwartungen erinnert "Tall Man" auch an "Martyrs", der sich auch sehr viel Zeit ließ eine sonderbare Geschichte zu enthüllen. In "Tall Man" kommt noch eine gute Portion Mystery hinzu. Sehr gut gelungen sind auch die Locations. Vom Kameramann Kamal Derkaoui sehr stimmungsvoll in Bildern eingefangen. Wer natürlich einen grausamen Kinder Serienkiller Film erwartet, wird möglicherweise aufgrund der unkonventionellen Wendungen vielleicht etwas enttäuscht sein. Laugier verzichtet auch auf die in "Martyrs" vorherrschende Gewalt.
 

Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Samstag, 11. Mai 2013

Dredd





Regie: Peter Travis

Richter, Geschworener und Henker...

"Dredd" ist eine britisch südafrikanische Coproduktion, der Science Fiction Action Film in 3D wurde von Peter Travis realisiert. Er basiert auf dem Comic Judge Dredd, 1995 kam dieser Held in Gestalt von Sylvester Stallone erstmalig auf die Kinoleinwand. Nachfolger ist Karl Urban, der Neuseeländer ist bekannt aus "Herr der Ringe". Judge Dredd ist Richter, Geschworener und Henker in einer Person und lebt und vollstreckt in der riesigen, dystopischen Metropole namens MegaCity One mit seinen 800 Millionen Einwohnern und 17.000 Verbrechen täglich - Tendenz steigend. Dort leben die Menschen der Zukunft auf engem Raum, denn nur die Städte sind eine Alternative zum postapokalyptischen Ödland dieser nahen Zukunft.
Judge Dredd jagt Verbrecher, macht sie dingfest und zieht sie auch sehr oft ganz aus dem Verkehr. Heute hat er mit dem Rekrute Judge Anderson (Olivia Thirlby) einen unerfahrenen Youngster an seiner Seite, die junge Frau ist Mutant, um einiges menschlicher wie ihr Mentor und muss an diesem Tag ihren Eignungstest als zukünftiger Judge absolvieren. Und gerade an diesem Tag will es aber das Schicksal, dass die beiden zu einem 200 stöckigen Wohnblock gerufen werden, dort auf dem Boden der Eingangshalle liegen eine tote Menschen, die zuvor wohl aus den oberen Etagen heruntergeworfen wurden.
Möglicherweise hat gerade dieses Verbrechen mit der Verbreitung eines neuen illegalen Medikaments, der Droge "Slo-Mo" zu tun, die die Wahrnehmung des Konsumenten stark verlangsamt. Er erlebt alles in einer Geschwindigkeit von 1 % der realen zeit.
In Peach Trees, diesem Hochhaus hat aber Drogenbaron Madeline Madrigal (Lena Headley), eine vom Nahkampf gezeichnete Frau, das Sagen.  Die will natürlich den Tod der beiden ins Gangsterhaus eingedrungenen Richter. Ihr zur Seite stehen wohl auch alle dortigen Einwohner, die aus Angst vor den Gangstern eifrig beim Coptöten mitmachen müssen...


 
"Dredd" ist nach dem indonesischen Action-überraschungshit schon der zweite Film mit einem Hochhaus als Hauptdarsteller. Auch "Dredd" ist ein gut gelungener Generefilm geworden, obwohl er völlig ohne satirischen Unterton sein Szenario von Anfang bis zum Ende staubtrocken und beinhart ausspielt.
Der Lohn ist zwar wenig anspruchsvolle, aber extrem spannende und kurzweilige kompromisslose Action. Begeistert darf man vom visuellen Look des Films sein, das Design ist kalt und düster und somit perfekt passend. Über allem ragt der Justizpalast, der nur noch damit beschäftigt ist die subversiven Mitbürger um die Ecke zu bringen. Eine aggressive und hässliche Welt, der Dredd hat sich bereits bestens angepasst an seine Umgebung, aber an diesem Tag wird er von seinem Rekruten noch etwas lernen, was ihm abhanden kam: Gefühl und Intuition.

 
Bewertung: 8 von 10 Punkten.

The Cell



Regie. Tarsem Singh

Die obszöne Gedankenwelt des Serienkillers Carl...

Es ist bekannt, dass der indische Filmemacher Tarsem Singh ein ausserordentliches Faible für starke, bilderflutartige Szenen hat. Sein 2000 entstandener Serienkillerfilm "The Cell" ist daher visuell sehr stark an sein Fantasymärchen "The Fall" von 2006 angelegt. Beide Filme sind voll opulenter Bilder, die die eigentliche Stärke des Films repräsentieren.
"The Fall" fand ich storymässig aber eher dürftig und "The Cell" ist auch kein Film für Logikfans. Denn man muss eine ziemlich durchgeknallte, obskure Geschichte schlucken, um den Thriller gut zu finden. Dazu gibts eine optisch blendende Jennifer Lopez als Hauptdarstellerin, die Chaterine Deane,  eine hellsichtige Psychologin spielt. Diese arbeitet an einem Institut, das mit einer neuen experimentellen Therapietechnik arbeitet, die es ermöglicht mit einer Maschine ins Unbewusste von Komapatienten zu dringen und mit der dortigen Gedankenwelt Kontakt aufzunehmen. Durch die elektronischen Vernetzung der Gehirnaktivität von Psychologin und Patient, die beide bei dem Vorgang schwerelos nebeneinander in einem Raum schweben, entsteht dieser Zugang zu der Gedanken- und Erinnerungswelt des Patienten. Im Moment arbeitet Chaterine mit einem Jungen, der seit Monaten im Koma liegt. Zeitgleich fahndet das FBI unter der Leitung von Detective Peter Novak (Vince Vaughn) nach einem perversen Serienkiller, der bereits 7 Frauen getötet hat. Er entführt seine Opfer, lässt sie dann in einem Glaskasten langsam ertrinken und bleicht die toten Frauen, damit diese wie lebensgroße Puppen wirken. Sein einziger Gefährte ist der Hund Valentine, doch das FBI kommt dem kranken Carl Rudolf Stargher (Vincent D`Onofrio) auf die Spur und kann ihn fassen. Leider ist auch der Serienkiller im Koma und so beginnt das waghalsige Experiment sich ins Gehirn des Monsters zu schalten, weil das letzte Opfer noch leben könnte. Allerdings füllt sich das Wasserbecken immer mehr. Catherines Aufgabe ist es in die Gedankenwelt von Carl zu gelangen, dort mit ihm Kontakt aufzunehmen und zu erfahren, wo der Glaskasten ist...


Das klingt alles reichlich absurd und bizarr und das ist es auch. Allerdings hat "The Cell" aber auch faszinierende Momente und bietet Szenen, die einfach haften bleiben. Sehr gut gelungen die Sequenzen in Carls Unterbewusstem, wo er einmal als kleiner gepeinigter Junge und einmal als Monstermässiges Über-Ich auftaucht. Dazwischen eine Jennifer Lopez, die wahrscheinlich nie wieder so intergalaktisch erhaben eingefangen wurde. Es gibt reichlich Gänsehauteffekte, etwa wenn ein Pferd plötzlich in zwölf Teilen erscheint oder auch wenn der Hund als Mittler in der alptraumhaften Szenerie fungiert.
Insgesamt bescheuerte Story, aber irre geil umgesetzt. Inzwischen ein Klassiker des Serienkiller-Genres.


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

Dream House




Regie: Jim Sheridan

Traumatische Vergangenheit...

Der irische Filmregisseur Jim Sheridan kommt auch dank Hauptdarsteler Daniel Day Lewis 1989 mit "Mein linker Fuß" und 1993 mit "Im Namen des Vaters" zwei Welterfolge beim Publikum und der Kritik feiern.
Davon ist sein neuer 2011 entstandener Horrorthriller "Dream House" leider weit entfernt und reiht sch wie schon sein Remake eines Susanne Bier Films "Brothers" eher im Mittelmaß ein.
Dabei hätte "Dream House" alle Zutaten ein guter Genrefilm zu sein, bester Moment ist zweifelsohne der Break in der Mitte des Films, wenn die Story eine überraschende Wendung offenbart - leider ist dieser effektive Augenblick auch damit verbunden, dass sich zunehmend Logiklöcher auftun, hier hätte man sich doch mehr Sorgfalt in die Entwicklung der Geschichte gewünscht.
Alles fängt harmlos an. Will Aterton (Daniel Craig) gibt seinen lukrativen Job auf und zieht mit seiner Frau Libby (Rachel Weisz) und den zwei Mädchen Trish und Dee (Taylor Geare/Claire Geare) in ein Haus aufs Land. Dort will er sich nur noch der Schriftstellerei widmen. Doch es ereignen sich seltsame Vorfälle. Die Kinder wollen einen Mann vor dem Haus gesehen haben, der die Familie beobachtet. Ausserdem entdeckt Will eine Gruppe Jugendlicher im Keller, die eine Geisterbeschwörung abhalten. Die Nachbarin Ann Paterson (Naomi Watts) wirkt auch sonderbar. Noch mehr deren Tochter Chloe (Rachel G. Fox) und Anns Ehemann (Marton Csokas). Bald erfährt Will, dass im neu erworbenen Haus vor 5 Jahren ein schreckliches Verbrechen verübt wurde. Der damalige Besitzer Peter Ward schlachtete wohl seine Frau und seine Kinder ab. Allerdings gab es nie ein Beweis für den Mord....

Hört sich gut an und fängt wie gesagt auch sehr vielversprechend an. Die Schauspieler agieren souverän, eine Schlüsselrolle hat dabei Elias Koteas, der einen sonderbaren Mann spielt, dem Will ganz am Anfang im Zug begegnet und der grüßt, obwohl sich beide Männer augenscheinlich nicht kennen. Dabei geht leider der Story immer mehr die Puste aus und der Schluß wirkt leider etwas uninspiriert und auch unglaubwürdig. Schade, da hätte viel mehr daraus werden können.

Bewertung: 6 von 10 Punkten.

Stitches



Das Ei des Clowns...

Regie: Conor McMahon

Clowns und Horror passt doch eigentlich immer prima zusammen. 1990 lehrte der böse Clown Pennywise dem Zuschauer das Fürchten und der irische Filmemacher Conor McMahon greift dieses Grauen im lustigen bunten Kostüm in "Stitches" von 2012 wieder auf.
Gleichzeitig ist dieser Splatterfilm das Filmdebüt des britischen Standup Comedian Ross Noble, der den unlustigen Clown Stitches spielt. Der wird zwar schon in den ersten Minuten dieses respektlosen kleinen Horrorfilms während einer Kindergeburtstagsparty von den kleinen Gästen aus Versehen gemeuchelt - aber das ist kein Grund, dass der Geist des toten Clows nach 6 Jahren wieder am Tatort auftaucht. Der Clown als ultimativer Rächer, die inzwischen pupertierenden Teenies sind einmal mehr in Gefahr.
Tom, das damalige Geburtstagskind (Tom Ritter) dessen 10. Geburtstag mit einem toten Clown im Haus endete. Er hat sich von diesem traumatischen Erlebnis nie wieder erholt, ist so ein bissel der Verlierer der Schule und hat sein Kindertagen ein Auge auf Kate (Gemma-Leah Deveraux).  Die wird inzwischen Blow Job Kate genannt und hat Sex mit dem großspurigen Dan (Tommy Cullen). Toms bester Freund heisst Vinny (Shane Murray Concoran), der damals beim "Unfall" eine Schlüsselrolle hatte, denn er hat Stitches Schnürsenkel zusammengebunden, was schliesslich für das Ableben großen Einfluß hatte.
Bulger (Thommas Kane Byrne), ein weiterer Freund von Tom ist schwul und übergewichtig. Ritchie (Eoghan McQuinn) fotografiert gerne.  Und dann wären noch Sarah (Roisin Barron) und Paul (Hugh Mulhern), die gerne Mitschüler Tom zu jeder Zeit gerne kränken.
Sie alle sind Gast auf Toms jetziger Geburtstagsparty - nur der Ehrengast fehlt noch. Durch ein magischen Ritual einer ominösen Clowngruppe wird Stitches mit Hilfe von einem Ei zum Leben erweckt....
Blöde Sprüche, nette Gags und allen voran extremst übertriebene Splattereffekte sind die treibende Kraft des Films.
Man merkt bei dem Film irgendwie, dass alle beteiligten eine Menge Herzblut in das Projekt gesteckt, und dabei nie den Blick aufs Wesentliche verloren haben. Die Teenies sind alle mit ziemlichen Macken behaftet, also etwas fernab der amerikanischen Art gecastet. Trotzdem mit einem gewissen Nervpotential ausgestattet, was den Zuschauer dann umso mehr erfreut, wenn das Ableben der Nervtröten stattfindet. Natürlich bekommen aber auch die Loser der Geschichte die Chance über sich hinauszuwachsen. Somit zwar alles schon mal dagewesen, aber mit Blick aufs Detail und fiese Szenen war der Film bestens unterhaltsam. Es fließt eine Menge Kunstblut und der Macher hat einen Hang für groteske Szenen. Am Ende wars dann ein rundes Slasher Vergnügen.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.