Montag, 22. Juni 2026

The Bayou















Regie: Tanli Mustonen und Brad Watson

Kokain-Krokos...

Mit "Gator Creek" (deutscher Titel: The Bayou) des Regie-Duos Taneli Mustonen (Lake Bodom) und Brad Watson (The Siege) stellt sich ein weiterer Tierhorrorschocker den Genrefreunden vor. Nach wie vor ist der Spielberg Blockbuster "Der weiße Hai" der König unter diesen Monsterfilmen. Davon ist "Gator Creek" weit enfernt. Die größte Schwäche ist tatsächlich das Drehbuch, dass so ziemlich alle erdenkbaren Klischees auffährt, die die Odyssee der Überlebenden einer Flugzeugkatastrophe begleitet, dabei werden sie von gefräßigen Krokodilen verfolgt. Zu Beginn des Creature Spektakels „The Bayou“ stürmt eine DEA-Einheit ein Drogenlabor. Einige Drogenköche versuchen panisch, alle Beweise verschwinden zu lassen. Infolgedessen gelangen einige gefährliche Chemikalien ins angrenzende Ökosystem. Die Chemikalien haben vor allem auf die hier lebenden Alligatoren großen Einfluss.Ein animierter Vorspann, der gut gelungen ist,  zeigt uns, wie die Tiere sich verändern. Zeitungsberichte von brutalen Alligatorenattacken verdeutlichen, dass die Echsen nun nur noch gefährlicher geworden sind. All das ist Kyle (Athena Strates) und ihren Freunden Alice (Maddalena Aragao), Malika (Elisha Applebaum) und Sam (Mohammed Mansaray) egal. Die sind unterwegs, um die Asche von Kyles verstorbenem Bruder (Flynn Barnard) in den Florida Keys zu verstreuen. Nach einem kurzen Road Trip, bei dem diverse Konflikte innerhalb der Reisetruppe aufbrechen, steigt man in ein Flugzeug um. Das machte samt Alkohol trinkenden Kapitän (Adonis Anthony) schon beim Start nicht unbedingt den vertrauenserweckendsten Eindruck. Und tatsächlich: Mitten im Flug fängt eine Turbine Feuer. Die andere folgt bald nach und die Maschine stürzt in den Louisiana Everglades ab. Und damit in genau der Sumpflandschaft, in der das Drogenlabor vom Einstieg steht und die mutierten Alligatoren beständig nach Fingerfood Ausschau halten. Die Jagd beginnt...







Natürlich darf auch der Eierklau aus Mama Krokodils Brutstätte nicht fehlen. Wobei Tierhorrorfilme natürlich trotz schwacher Qualität eine große Fangemeinde haben.Schuld daran ist sicherlich mit „Der weiße Hai“. Seit man als Kind von Spielbergs Klassiker traumatisiert wurde, sind nicht wenige ungesund fasziniert von Monsterfilmen, besonders von solchen mit Wassertieren. Haie natürlich große Favoriten, aber ein Alligator oder ein Krokodil ist auch nicht zu verachten. Zwischen den Attacken im Sumpf zanken sich natürlich die jungen Scream Queens, vor allem Kyle und Malika. „Gator Creek“, geschrieben von Ashley Holberry und Gavin Cosmo Mehrtens und inszeniert von Taneli Mustonen und Brad Watson, bietet die üblichen Handlungspunkte ohne viel Begeisterung. Kyle wird als Krokodilexpertin eingeführt, was erst im Laufe des schwachen Drehbuchs klar wird.Diverse Nebenfiguren sterben – der Co-Pilot, der Yuppie, die sympathische Witwe usw. –, während Kyle versucht, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe Überlebender zu vereinen und mutiert zu einer Art "Ripley". Aufgrund des geringen Budgets werden die CGI-Effekte für die Alligatoren sparsam eingesetzt, was jetzt gar nicht so schlecht ist, denn sie sind größtenteils wirkungsvoller als der 08/15 Ablauf der Geschichte.









Bewertung: 5 von 10 Punkten. 

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