Freitag, 13. Februar 2026

Cuckoo









Regie: Tilman Singer 

Grusel in den Alpen...

In der Zeit der Weimarer Republik waren deutsche Horrorfilme wie "Der Golem" (Paul Wegener und Carl Boese), "Das Cabinett des Dr. Caligari (Robert Wiene), "Nosferatu" (Friedrich Wilhelm Murnau) oder "Vampyr - Der Traum des Allan Gray"  (Carl Theodor Dreyer) das Maß aller Dinge. in der Zeit des Nationalsozialismus gab es einen Bruch dieser Tradition und auch der neue deutsche Film tat sich in den 60er und 70er Jahre schwer dieses Genrekino wieder erfolgreich zu beleben. Es gibt aber in neuerer Zeit viel Hoffnung, wenn man an sehr gelungene Filme wie  "Tatoo" (Robert Schwentke), "Hell" (Tim Fehlbaum), "Der Nachtmahr" (Akiz), "Der goldene Handschuh" (Fatih Akin), "Wir sind die Nacht" (Dennis Gansel), Anatomie (Stefan Ruzowski),  "Antikörper" (Christian Alvart), "Laurin"(Robert Sigl) oder "Heilstätten" (Michael David Pates) denkt. "Cuckoo" ist ein Film des deutschen Regisseurs Tilman Singer und ist eine Coproduktion mit den USA. Er spielte weltweit ca. 7 Millionen Dollar ein und ist - was die Geschichte und auch den Inszenierungsstil anbelangt - ein recht originelles und eigenständiges Werk.  Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die trauernde Teenagerin Gretchen (Hunter Schafer, die sehr überzeugend ist und den Film trägt)  mit ihrem Vater Luis (Marton Csokas), ihrer Stiefmutter Beth (Jessica Henwick) und ihrer stummen Halbschwester Alma (Mila Lieu) in einen Ferienort in den bayerischen Alpen. Die Familie hilft dort beim Bau eines neuen Hotels auf dem Gelände einer heruntergekommenen Berghütte, die dem geheimnisvollen Herrn König (Dan Stevens) gehört. Dieser bietet Gretchen einen Job an der Rezeption an, um ihr die Eingewöhnung zu erleichtern. Schon bald nach ihrer Ankunft geschehen seltsame Dinge. Gretchen beobachtet mehrere weibliche Gäste, die sich übergeben, Alma erleidet Anfälle, ausgelöst durch einen mysteriösen, hallenden Schrei, und Gretchen hat eine furchterregende Begegnung mit einer vermummten Frau (Kalin Morrow), als sie eines Abends mit dem Fahrrad nach Hause fährt. Die Polizei tut den Vorfall jedoch als Streich ab....






Unter der einfallsreichen Regie von Tilman Singer und mit viel Charisma von Hunter Schafer und Dan Stevens in den Hauptrollen ist "Cuckoo" ein irrer Horrorfilm, der sich manchmal nicht mehr im positiven Bereich des Verrückten bewegt. In diesen Momenten ist die gesamte Handlung zu  verworren und die Geschichte gibt einem das Gefühl, dass man nun völlig den Faden verlieren könnte. Das größte Schwäche des ambitionierten Horrorfilms ist, dass er sich nicht zu einem B-Movie entwickelt, was ihm durchaus gelegen hätte. Er nimmt sich manchmal zu ernst.






Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

 

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