Donnerstag, 26. März 2026

Krieg der Welten










Regie: Steven Spielberg

Mörderische Aliens...

Steven Spielberg hat sicherlich ein Faible für den Science Fiction Film. In diesem Genre drehte er die Klassiker "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "E.T.", "Jurassic Park", "A.I. Künsttliche Intelligenz" und "Minority Report". Auch der 2005 realisierte "Krieg der Welten" war ein riesiger Blockbuster, der 603 Millionen Dollar Umsatz machte und somit auf Rang 4 der Kinojahrescharts landete. Nur "Harry Potter und der Feuerkelch", "Star Wars: Rache der Sith" und "Die Chroniken von Narnia" spielten in diesem Jahr mehr Geld ein. In Anlehnung an das Buch von H. G. Wells wurde bereits von Orson Welles ein Radiohörspiel inszeniert, dass aufgrund seiner Machart die Hörer glauben ließ es würde tatsächlich eine Invasion von Ausserirdischen stattfinden. Bereits 1953 wurde diese Geschichte unter dem Titel "Kampf der Welten" von Byron Haskin verfilmt - Spielberg übernahm zentrale Passagen und Motive. Das Drehbuch wurde von Josh Friedman und David Koepp verfasst.  Der Film handelt von einem amerikanischen Hafenarbeiter, der sich um seine entfremdeten Kinder kümmern muss, während er versucht, sie zu beschützen und mit ihrer Mutter wiederzuvereinen, als Außerirdische die Erde angreifen und Städte mit gigantischen Kriegsmaschinen verwüsten. Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und wurde dafür gelobt, die spannenden und fesselnden Elemente von Wells’ Roman wirkungsvoll einzufangen und gleichzeitig Action und Effekte zu modernisieren, um ein zeitgenössisches Publikum anzusprechen. Ein Erzähler eröffnet den Film mit der Aussage, dass außerirdische Wesen von immenser Intelligenz den Menschen ihre Herrschaft über die Erde neidisch machen und gegen sie intrigieren. Der geschiedene Hafenarbeiter Ray Ferrier (Tom Cruise) arbeitet als Kranführer an einem Dock in Brooklyn, New York, und hat keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern, der zehnjährigen Tochter Rachel (Dakota Fanning) und dem Teenagersohn Robbie (Justin Chatwick). Rays schwangere Ex-Frau Mary Ann (Miranda Otto) setzt die beiden auf dem Weg zu ihren Eltern nach Boston, Massachusetts, bei ihm in Bayonne, New Jersey, ab. Später zieht ein seltsames Gewitter auf, bei dem Blitze mehrfach mitten in eine nahegelegene Kreuzung einschlagen und einen elektromagnetischen Impuls (EMP) auslösen, der fast alle elektronischen Geräte augenblicklich lahmlegt. Auf dem Weg zur Untersuchung der Auswirkungen schlägt Ray seinem befreundeten Mechaniker Manny (Lenny Venito) vor, den Minivan eines Kunden zu reparieren, indem er ein Magnetventil austauscht. Er gesellt sich zu den Schaulustigen am Ort des Geschehens, wo nach einem Erdbeben eine gewaltige, dreibeinige Kriegsmaschine aus dem Boden auftaucht und die Menge mit Energiewaffen angreift, die die meisten Zeugen zu Asche verbrennen.Ray sammelt seine Kinder ein und beschlagnahmt den von Manny reparierten Van. Er versucht, Manny zum Mitkommen zu überreden, muss ihn aber zurücklassen, als die Tripods angreifen und Manny dabei ums Leben kommt. Ray fährt mit seinen Kindern zu Mary Anns verlassenem Haus in einem Vorort von New Jersey, wo sie Zuflucht suchen. Später stürzt eine Boeing 747 in die Nachbarschaft. Ray trifft auf ein umherziehendes Fernsehteam, das in den Trümmern nach Essen sucht. Eine Reporterin berichtet, dass viele Tripods Großstädte weltweit angegriffen haben und über Kraftfelder verfügen, die sie vor den Verteidigungsanlagen der Menschheit schützen. Sie fügt hinzu, dass die Piloten der Tripods während der Gewitter zur Erde gereist sind, um in ihre Maschinen einzusteigen, die vermutlich vor langer Zeit unter der Erde vergraben wurden.Ray bringt seine Kinder nach Boston zu ihrer Mutter, doch ein wütender Mob umzingelt ihr Fahrzeug und zwingt sie zur Flucht. Schließlich erreichen sie eine Fähre über den Hudson River, bevor die Tripods die Flüchtlinge angreifen. Ein Tripod taucht aus dem Wasser auf und bringt die Fähre zum Kentern. Ray und seine Kinder müssen ans Ufer schwimmen, während die Tripods mehrere Flüchtlinge entführen. Sie werden Zeugen einer Gegenoffensive des US-Militärs gegen die Tripods. Zu Rays Entsetzen schließt sich Robbie aus Hass auf die Invasoren dem sinnlosen Kampf an, woraufhin Ray und Rachel fliehen. Die Streitkräfte werden vernichtet, und Robbie wird für tot gehalten. Kurz darauf bietet ihnen der ehemalige Krankenwagenfahrer Harlan Ogilvy (Tim Robbins) Unterschlupf in einem nahegelegenen Haus an.Die drei bleiben mehrere Stunden unentdeckt, während die Sonde eines Tripods und eine Gruppe Außerirdischer den Keller erkunden. Bald kommt es zu Spannungen zwischen Harlan und Ray. Harlan will die Außerirdischen unbedingt bekämpfen und töten, da er gehört hat, dass das japanische Militär dies in Osaka erfolgreich getan hat. Ray hingegen versteckt sich lieber mit Rachel, um nicht von den Außerirdischen entdeckt und getötet zu werden. Sie entdecken bald, dass die Aliens begonnen haben, eine rote Vegetation in der Landschaft anzubauen, die sich rasch ausbreitet. Später erleidet Harlan einen Nervenzusammenbruch, nachdem er mit ansehen musste, wie die Tripods menschliches Blut und Gewebe ernteten, um die außerirdische Vegetation zu düngen. Aus Angst, Harlans wahnsinniges Geschrei könnte die Aliens alarmieren, tötet Ray ihn widerwillig....










Diese Szene ist äusserst realistisch und düster zugleich. Es gibt viele Szenen, die "Krieg der Welten" als äusserst brutalen Mainstream Film ausweisen. Das Szenario ist dabei wuchtig und kompromisslos, er macht die Dimension der Apokalypse sehr spürbar und legt die Ängste der Menschen auf der Flucht frei. Die kleine Rachel sieht beispielsweise auf einen Fluß und entdeckt darin eine Leiche, die von der Strömung mitgerissen wird. Einige Sekunden später folgen Dutzende von toten Menschen, die im Fluß ihr Grab gefunden haben. 
Der Film wurde als Antikriegsfilm beschrieben, da die Zivilbevölkerung flieht und nur versucht, sich und ihre Familien zu retten, anstatt sich gegen die außerirdischen Aggressoren zu wehren. Aus dem Buch übernommen wurde die Tatsache, dass die Aliens nicht durch menschliche Waffen, sondern durch die kleinsten Lebewesen des Planeten, den Bakterien, besiegt werden. Ihr Immunsystem reichte nicht lange aus, um die Mikroorganismen der Erde zu bestehen. Bei der Leistung von Tom Cruise zeigten sich die Kritiker gespalten. Er wurde sogar als schlechtester Darsteller des Jahres für eine Goldene Himbeere nominiert. Man muss allerdings zu seiner Entlastung berücksichtigen, dass seine Figur Ray eigentlich ein eher nerviger Zeitgenosse ist, der zu sehr nur auf sich bezogen ist. Nicht umsonst haben seine beiden Kinder, vor allem der Junge Vorbehalte gegen ihn. Er wandelt sich jedoch in dieser Zeit der größten Not. Insgesamt erhielt "Krieg der Welten" drei Oscarnominierungen (Beste Tonmischung, bester Tonschnitt, beste Visuelle Effekte) - musste sich aber in allen drei Kategorien durch Peter Jacksons "King Kong" geschlagen geben. 













Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 
 

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